Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Michelmann, aufgrund zweier Eileiterschwangerschaften habe ich mich in Dtl. einer IVF/ICSI Behandlung unterzogen: Transfer mit zwei Blastozysten (wobei eine noch im Vorstadium war). Da der Transfer erfolglos war, folgte das Einsetzen von drei Zygoten (Kyrokonservierung). Da diese beiden Versuche leider fehlgeschlagen sind, bitte ich um Rat vor dem Hintergrund Ihres Artikels "Die Dilemmasituation der deutschen Reproduktionsmedizin" (aus Juni 2000, dem ich der Seite www.ivf.at entnommen habe). Dieser Artikel stammt aus dem Jahr 2000 und mich interessiert, ob statistisch auch heute noch eine Behandlung in Österreich erfolgsversprechender ist als in Deutschland, Stichwort Embryonenselektion. Bei der Entscheidung zur weiteren Behandlung würde mir Ihre Meinung helfen. Mit freundlichen Grüßen Gabriele
Hallo Gabriele, in Österreich ist die Embryonenselektion erlaubt. Bei einer genügend großen Zahl an befruchteten Eizellen (>5) kann man so tatsächlich die Embryonen erkennen, die die beste Entwicklungspotenz haben. In der Literatur gibt es aber Forschungsberichte, die keine bessere Schwangerschaftsraten nach Embryoselektion feststellen konnten. Auf diesem Gebiet gibt es im Augenblick kontroverse Meinungen. Wie die Datenlage (Schwangerschaftsrate) in Österreich nach Embryoselektion ist, weiß ich nicht. Sie müssen zusätzlich berücksichtigen, dass bei einer Behandlung im Ausland die Kosten sehr viel höher sein können als hier im Inland. Ich würde das auf jeden Fall vorher mit ihrer Kasse abklären. Es tut mir Leid, dass ich ihnen keine konkrte Hilfe anbieten kann. HWM Bitte mal im Internet nachlesen: http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2003/2003-34/2003-34-119.PDF
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