jumy
Hallo Herr Dr. Moltrecht Aufgrund von Fertilitätsproblemen habe ich (34 Jahre alt) eine IVF Behandlung gemacht. Beim ersten Durchgang wurden 15 Eizellen entnommen, davon wurden nur 3 befruchtet und lediglich eine hat sich weiter entwickelt und wurde als frischer Embryotransfer an Tag 2 eingesetzt und hat zu einer erfolgreichen Schwangerschaft geführt. Das Spermiogramm war normal. Ist das ein Hinweis darauf das meine Eizellqualität schlecht ist? Was kann ich tun um eine höhere Fertilitätsrate zu erreichen oder generell die Chance auf ein weiteres Kind zu erhöhen? Kann man denn grob einschätzen wie viele Versuche bei einem erneuten Kinderwunsch notwendig sein werden? Leider muss man das ja bereits vor der Behandlung entscheiden. Aktuell stehen die Verdachtsdiagnosen Endometriose und PCOS im Raum. Nach dem akuten Kaiserschnitt kam ein Assistenzarzt auf mich zu und meinte er hätta Vernarbungen gesehen und das meine Eierstöcke aussehen würden als ob ich PCOS hätte. Es wurde aber noch keine Diagnostik durchgeführt.
Hallo Jumy, nein, die unterdurchschnittliche Befruchtungsrate muß nichts mit der EZ-Qualität zu tun haben - im Labor wird damals ja beurteilt worden sein, ob ggf ein Tag nach Punktion nur sehr wenig Spermien mit der Eihülle Kontakt aufgenommen haben. MIr ist nicht ganz klar, was Sie vorher entscheiden müssen. Eine Endometriose hätte man ja beim Kaiserschnitt gesehen, ein PCOS wäre ja auch bereits bei der ersten IVF aufgefallen (hoher AMH, im US PCO-typ Bild der Eierstöcke). VG
jumy
Hallo und vielen Dank für Ihre Antwort. Es war ein akuter Kaiserschnitt (T-Schnitt) mit fast 2L Blutverlust, ich nehme an das die Ärzte daher nicht so viel Zeit hatten in Ruhe zu beurteilen ob ich PCOS habe und/oder Endometriose. In einem Ultraschall zeigte sich das eine Ovarie sich bewegt hat als man mit dem Ultraschall im Uterus war, das sei angeblich auffällig. Mein AMH Wert war normal. Nach der OP wurde mir nur vom Assistenzarzt kurz gesagt das meine Eierstöcke aussehen würden als ob ich PCOS hätte und das sie ein paar Vernarbungen gesehen haben und ich eine Diagnostik machen lassen solle. Mein Uterus war auch um 90 Grad gedreht, man sah nach dem Öffnen direkt einen Eierstock. Das konnte auch niemand erklären. Uns wurde damals keine Information zu dem gegeben was im Labor gesehen wurde außer der niedrigen Befruchtungsrate und das das ein unterdurchschnittliches Ergebnis sei. Leider hängen wir dadurch sehr in der Luft und verstehen nicht richtig was "falsch" bei mir bzw wo das Problem liegt. Bei der Kinderwunschklinik wo ich bin muss man im Voraus entscheiden ob man 1,2 oder 3 IVF Behandlungen kauft. Klappt es direkt bei der ersten Behandlung verfallen die beiden anderen Versuche. Mehrmals "eine IVF Behandlung" zu kaufen ist teuerer als direkt 2 oder 3 zu kaufen. Daher frage ich mich wie viele Versuche voraussichtlich nötig sein werden um schwanger zu werden? Ich verstehe das niemand das mit Sicherheit sagen kann, aber vielleicht kann man das schätzen? Was können denn mögliche Erklärungen sein für so eine niedrige Fertilisationsrate? Sollte ich stattdessen ICSI versuchen und gibt es etwas das ich selbst machen mann um die Chancen zu verbessern (z. Bsp. bestimmte Supplements nehmen)?
Hallo Jumy, mit einem T-Schnitt ist es sehr ratsam, dass der damalige Operateur ein Votum abgibt, ob eine nochmalige SS ok ist - wenn ja, definitiv nur Rückgabe von einem Embryo - wenn Sie ohnehin Selbstzahler sind, kann bei der schlechten Befruchtung eine ICSI auf jeden Fall sinnvoll sein - und dann eine Behandlung 'kaufen' (in welchem Land wird so verfahren -buy four -get one free - :- LG
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