Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Friedrich Gagsteiger:

Ivf

Frage: Ivf

Elenora1991

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Hallo Herr Gagsteiger  ich hatte vor kurzem einen Transfer er war  leider negativ trotz mit einem guten Qualität. Der Ablauf war so ,pergoveris gespritzt 37.5 6 Tage lang danach Eisprung ausgelöst und nach Transfer utrogest genommen und ovitrell alle drei Tage drei Mal es war ohne Embryo glue diesmal will ich es mit Embryo glue probieren was würden sie mir noch empfehlen ? Ich habe einen guten regelmäßigen Zyklus und 3 noch eingefrorene... Amh 0.8 alter 35 


Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Tag, es tut mir sehr leid, dass der Transfer trotz guter Embryoqualität negativ war. Das ist enttäuschend und fühlt sich oft ungerecht an. Trotzdem bedeutet ein einzelner negativer Transfer noch nicht, dass grundsätzlich etwas falsch gelaufen ist. Auch ein sehr guter Embryo führt leider nicht in jedem Zyklus zu einer Schwangerschaft. Für den nächsten Versuch ist vor allem eine ruhige, sorgfältige und gut vorbereitete Planung wichtig. Da Sie einen regelmäßigen Zyklus haben, kann ein natürlicher oder leicht unterstützter Kryozyklus grundsätzlich gut passen. Entscheidend ist, dass die Gebärmutterschleimhaut gut aufgebaut ist, der Transferzeitpunkt exakt stimmt und die Progesteronunterstützung ausreichend ist. EmbryoGlue kann beim nächsten Transfer zusätzlich versucht werden. Es ist kein „Kleber“ im eigentlichen Sinn, sondern ein spezielles Transfermedium mit Hyaluronsäure, das die Einnistung möglicherweise unterstützen kann. Eine Garantie ist es aber nicht. Zusätzlich kann vor dem nächsten Transfer Folgendes besprochen werden: Gebärmutterhöhle und Schleimhaut prüfen: Falls dies nicht kürzlich erfolgt ist, kann es sinnvoll sein, Polypen, kleine Verwachsungen oder andere Veränderungen der Gebärmutterhöhle auszuschließen. Chronische Entzündung der Gebärmutterschleimhaut ausschließen: Eine sogenannte chronische Endometritis kann manchmal eine Rolle spielen. Je nach Vorgeschichte kann eine Gebärmutterspiegelung und/oder eine gezielte Gewebeprobe sinnvoll sein. Mikrobiom beachten: Auch ein gesundes vaginales und eventuell uterines Milieu kann für die Vorbereitung günstig sein. Bei Hinweisen auf wiederkehrende Infektionen, auffälligen Ausfluss oder früheren Entzündungen kann eine entsprechende Diagnostik sinnvoll sein. Blutgerinnung kontrollieren: Bei wiederholten Fehlversuchen, Fehlgeburten oder familiären Hinweisen kann eine Gerinnungsdiagnostik sinnvoll sein. Nach nur einem negativen Transfer ist das nicht immer zwingend, kann aber im Gesamtbild besprochen werden. Immunsystem mit Zurückhaltung betrachten: Manche Zentren setzen unterstützend zum Beispiel Betnesol oder Intralipid-Infusionen ein, um das Immunsystem zu beruhigen. Dafür gibt es allerdings keine ausreichend starke wissenschaftliche Beweislage, dass diese Maßnahmen zuverlässig die Schwangerschaftsrate verbessern. Wenn solche Therapien eingesetzt werden, sollten sie gut begründet und ärztlich begleitet sein. Wichtig ist außerdem, den nächsten Zyklus nicht als „Hochleistungsprojekt“ zu erleben. Gute Vorbereitung bedeutet auch: ausreichend Schlaf, wenig zusätzlicher Stress, ein ruhiger Alltag, gute Ernährung, moderate Bewegung und Vertrauen in den Ablauf. Insgesamt gilt: Die beste Chance entsteht meistens nicht durch möglichst viele Zusatzmaßnahmen, sondern durch einen gut vorbereiteten Zyklus, eine ruhige Atmosphäre, eine optimal aufgebaute Schleimhaut, einen passenden Transferzeitpunkt und einen technisch sorgfältigen, möglichst sanften Embryotransfer. Sie haben noch eingefrorene Embryonen. Deshalb gibt es weiterhin realistische Chancen, und der nächste Versuch sollte mit Ruhe, Klarheit und Zuversicht geplant werden. Viel Glück!


Elenora1991

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Dankeschön Herr Gagsteiger viele Grüße aus Esslingen von ihnen wird viel besprochen .... 


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Ganz herzlichen Dank für Ihre lieben Worte und die Grüße aus Esslingen! Es freut mich wirklich sehr, wenn meine Antworten hilfreich sind und offenbar sogar ein wenig „herumgesprochen“ werden. Das ist natürlich schön zu hören — und zeigt mir, dass sich die Mühe lohnt. Uns macht diese Arbeit hier tatsächlich sehr viel Freude, und wir sind mit großem Engagement dabei. Gleichzeitig lebt so eine Arbeit auch davon, dass zufriedene Patientinnen und Patienten ihre Erfahrungen weitergeben. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns bei Gelegenheit eine wohlwollende Bewertung hinterlassen würden — zum Beispiel über unsere Webseite www.bestfertility.de oder direkt über Google Maps. Das hilft uns sehr, diese intensive und persönliche Betreuung auch weiterhin aufrechterhalten zu können. Man könnte sagen: Gute Worte tun der Seele gut — gute Bewertungen helfen zusätzlich dem Internet ein bisschen auf die Sprünge. Herzliche Grüße und alles Gute Ihr Friedrich Gagsteiger


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