Cadafrie
Sehr geehrte Frau Dr. Carstensen Nach erfolgreicher Insemination (1. Versuch) aufgrund mangelnder Spermienqualität meines Mannes hatte ich 04/2012 eine missed abortion in der 9. Woche.Das Herz hatte aufgehört zu schlagen und der Embryo war nicht weitergewachsen. Nun war ich nach der 4. Insemination wieder schwanger. In den ersten Wochen verlief wieder alles problemlos: Herz schlug, Größe war okay.Bei der letzten Untersuchung (10. Woche) wurde allerdings wieder festgestellt, dass seit ca. der 8. Woche wieder kein Wachstum/Herzaktivität stattgefunden hat.Unsere Frage ist nun die: Welche Möglichkeiten der Ursachenabklärung gibt es bzw. sind sinnvoll? Sowohl im KH als auch bei meiner Ärztin wurde uns gesagt, dass zwei Fehlgeburten in Folge durchaus in der Norm liegen. Aufgrund unseres Alters (38/44) und der Tatsache, dass wir uns in der Kinderwunschbehandlung befinden habe ich, ehrlich gesagt, nicht den Mut habe, „einfach so“ ein 3. Mal schwanger zu werden. Herzlichen Dank für Ihre Antwort
Liebe cadafrie, ich verstehe Ihre Sorge gut. Ja ,es liegt in der Norm, aber die psych. Belastung ist natürlich immens. Ich würde in Ihrem Falle Schilddrüse, Blutzuckerstoffwechsel, Gerinnung und Autoantikörper abklären lassen, ggf. auch die Chromosomen bei Ihnen und Ihrem Mann. Sprechen Sie noch mal mit Ihren Kiwu-Ärzten. Alles Gute, das klappt noch mal! A. Carstensen
Schlumpfi11
Darf ich hier auch antworten? Ich hoffe, es ist ok... Ich habe keinen "fachlichen" Beitrag zu leisten, aber vielleicht kann ich ein bißchen Mut machen, weil es bei mir exakt gleich gelaufen ist - zwei Missed Abortions bei KiWu-Behandlung. Ich bin in 6 Zyklen mit Clomifen genau diese zwei Mal (beim ersten und vierten Versuch) schwanger geworden und war nach den beiden Fehlgeburten völlig am Boden. Auch ich hatte Angst, es überhaupt wieder zu probieren, und als ich mich aufraffen konnte, hat es erstmal auch einfach gar nimmer geklappt. Und dann bin ich in Zyklus Nummer 7, ohne alles, schwanger geworden. Vielleicht hat Clomi nachgewirkt, wie auch immer, habe heute einen gesunden, fast zweijährigen Sohn. Es ist so schwer, nicht den Mut zu verlieren, weil der Schock und der Schmerz so groß sind, wenn man das Kind verliert, auch wenn es noch früh ist und man sich schon gar nicht mehr getraut hat, sich ein bißchen zu freuen... Es reisst einem dann trotzdem den Boden unter den Füßen weg, und bei mir hat es auch die ganze Schwangerschaft mit meinem Sohn geprägt, weil ich es nicht verarbeitet hatte und voller Angst war. Gib nicht auf, es kann noch klappen. Aber, wenn ich Dir das "raten" darf, schau, dass Du die beiden Verluste verarbeitest und psychisch wieder einigermaßen auf die Höhe kommst! Ich drücke die Daumen und schicke liebe Grüße!
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