Johanna_B
Sehr geehrter Herr Dr. Moltrecht, Ich klebe seit 17.6. 2 Pflaster Estramon 75 mg/24 Stunden und wechsle diese alle drei Tage. Heute wurde im Ultraschall die Schleimhaut kontrolliert. Diese wurde mit 13,6 mm vermessen. Das Problem ist leider erneut die Struktur. Eine Dreilagigkeit ist allenfalls mit viel Fantasie noch zu erahnen, vom Rand her wirkte die Schleimhaut verdichtet, nur in der Mitte noch transparent. Deswegen wurden auch Hormone bestimmt: Estradiol lag heute bei 126 ng/l, Prog 0,2 ug/l und LH bei 30,4 U/l. In den Eierstöcken zeigt sich kein Follikel. Am 15.6., als die Schleimhaut noch bei 4,4 mm lag, war sie noch dreilagig. Letztes Jahr mussten wegen des Endometriums bereits mehrere Versuche, damals im natürlichen Zyklus, abgebrochen werden. Die Entwicklung lief damals stets ähnlich: Bei noch niedrigen Esttadiolwerten von etwa 60-80 ng/l bis maximal 100 ng/l und entsprechend kleiner Follikelgrösse sah die Schleimhaut gut aus, war transparent und die Dreilagigkeit war gut darstellbar. Auffällig war, dass die Schleimhaut damals stets bereits bei E2 Werten um 80 ng/l schon mit 11-12 mm aufgebaut war. Mit steigenden Estradiolwerten verlor sich die Dreilagigkeit komplett und das Endometrium verdichtete sich. 1.Ich soll nun die Pflaster unverändert weiter nehmen und zusätzlich über 12-14 Tage 3 mal 200 mg Utrogest vaginal nehmen, um die Blutung auszulösen. Würden Sie auch so verfahren? 2. Haben Sie eine Idee, worin das Problem mit der Schleimhaut liegt? Welche Anpassungen würden Sie im nächsten Zyklus vornehmen? Wäre es insbesondere sinnvoll, die Östrogendosis zu reduzieren? Welche Dosis erscheint Ihnen angezeigt? Erscheint eine gleichbleibende oder eine aufsteigende Dosis sinnvoll? Die Schleimhaut scheint ja auf Estradiol sehr stark anzusprechen. Herzliche Grüße, Johanna