Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Friedrich Gagsteiger:

Niedriger AMH und hoher FSH

Frage: Niedriger AMH und hoher FSH

vanessa2612

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Hallo ich bin Vanessa und 37 Jahre alt und mein Partner 38. Wir befinden uns seid Februar im Kinderwunsch. Ich weis noch nich lange aber vor ca 8 Wochen habe ich schlechte Hormonwerte erhalten. Mein AMH Wert liegt bei nur 0,01 Mein FSH bei 23,9 Mein Östradiol bei 28.1 TH bei 6,8 Diese Werte wurden am zt 3 genommen. Daraufhin wurde im letzten Zyklus mein Progesteron Wert nach dem Eisprung bestimmt. Dieser war bei 11.7. Laut FA ausreichend und gut. In diesem Zxklus versuchen wir es mit Letrozol 2,5 mg von ZT 2 bis 6. An ZT 9 war ich beim Ultraschall und da war der Leitfolikel bei 1,2 cm und die Gebärmutterschleimhaut bei 8 mm.  Ich habe große Angst nie wieder schwanger zu werden. Achso ich habe einen regelmäßigen zyklus von 24-28 Tagen und jeden Monat einen Eisprung. Ich habe bereits Kinder aus der Ehe davor. Der Wunsch mit dem neuen Partner ein gemeinsames zu haben ist groß. Wie stehen denn die chancen noch auf eine Schwangerschaft? und gibt es noch alternativen auf die man zurückgreifen könnte um die wahrscheinlichkeit zu erhöhen falls Letrozol nicht hilft? AFC wurde noch nicht gemacht. Laut Fa spring ich aber auf Letrozol an ich weis aber nicht woran sie das festmacht da ich ja ohnehin jeden zyklus einen Eisprung habe. Das Spermiogramm meines Partners ist überdurchschnittlich gut. Seid ca 4 wochen nehm ich auch opiquinol von Kaneka, und Vitamin D hochdosiert 2 kapseln mit je 2000 IE ein. Mönchspeffer und folsäure schon länger.  Seid 1-2 wochen auch noch L tyhroxin da mein tsh wert grenzwertig bei 2,45 lag.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Vanessa, vielen Dank für Ihre ausführliche Nachricht. Zunächst einmal: Ich kann gut verstehen, dass Sie diese Hormonwerte sehr beunruhigen. Ein AMH von 0,01 ng/mlund ein FSH von 23,9 IU/l sprechen tatsächlich für eine deutlich verminderte Eizellreserve. Wichtig ist aber: Ein niedriger AMH-Wert bedeutet vor allem, dass weniger Eizellen vorhanden sind. Die Qualität der Eizellen hängt dagegen wesentlich vom Lebensalter ab. Mit 37 Jahren ist die Eizellqualität zwar bereits etwas eingeschränkt, aber keineswegs so stark wie beispielsweise mit über 40 Jahren. Übersetzt bedeutet das: Sie haben pro Monat geringere Chancen auf eine Schwangerschaft – aber Sie haben diese Chancen durchaus. Dass Sie regelmäßige Zyklen haben, jeden Monat einen Eisprung, einen guten Progesteronwert nach dem Eisprung, bereits Kinder bekommen haben und das Spermiogramm Ihres Partners überdurchschnittlich gut ist, sind alles positive Faktoren. Letrozol wird in Ihrem Fall wahrscheinlich nicht eingesetzt, um überhaupt einen Eisprung auszulösen, sondern um die Follikelreifung und damit die Schwangerschaftschancen etwas zu verbessern. Der Ultraschall mit einem 12-mm-Leitfollikel an Zyklustag 9 spricht dafür, dass Sie darauf ansprechen. Ich würde Ihnen zusätzlich empfehlen, den Antral Follikel Count (AFC) bestimmen zu lassen. Dieser ergänzt den AMH-Wert sehr gut und gibt einen besseren Eindruck über die tatsächlich noch vorhandene Eizellreserve. Mein Rat wäre, jetzt keine Zeit zu verlieren, aber auch nicht den Mut aufzugeben. Versuchen Sie, alle beeinflussbaren Faktoren zu optimieren – Schilddrüse gut einstellen, Vitamin-D-Spiegel kontrollieren, gesunde Lebensweise beibehalten – und lassen Sie sich möglichst in einem erfahrenen Kinderwunschzentrum begleiten. Dort kann man gemeinsam entscheiden, ob Letrozol ausreicht oder ob weitere Behandlungsschritte sinnvoll sind. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass sich Ihr gemeinsamer Kinderwunsch erfüllt. Ihre Situation ist sicherlich erschwert, aber sie ist nicht aussichtslos. Herzliche Grüße Dr. med. Friedrich Gagsteiger


vanessa2612

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Guten Morgen In der Kinderwunschklinik habe ich schon einen Termin ausgemacht. Bis dahin wollen wir es mit Letrozol versuchen.  Eine Frage.....woher kann man berurteilen dass ich auf Letrozol anspreche? Es gibt ja keine Vergleichswerte ohne Letrozol.  Anhand meiner Temperaturkurve kann ich sehen dass sie diesen Zyklus unter Letrozol ruhiger ist. Der LH Anstieg war schon am Sonntag ist dann aber wieder abgeflacht, was ich so auch net kenne ist das normal? Deswegen war ich dann auch schon früher an zt 9 beim Fa. Eigentlich wäre der Termin erst heute bei zt 11 gewesen. Ich bin heute zt 11 und es ist noch alles ruhig mit den Ovolationstests. Sonst hab ich den Eisprung meist am zt 12 oder zt 13. Das alles verwirrt mich etwas. Wann ist denn mit dem Eisprung zu rechnen? Weil gewesen sein kann er ja noch nicht. Oder kann es auch sein dass es gar nicht zum eisprung kommt? Tut mir Leid ich habe so viele Fragen. Ich habe vom DHEA gelesen. Wäre das bei mir sinnvoll? L-Thyroxin 25 nehm ich schon Vitamin D auch 4000 IE am Tag von Vigantolvit ist das gut? Oder lieber ein anders? Und opiquinol von kaneka 100 mg. Ich hab gelesen es soll für die Eizellqualität gut sein. Lg vanessa


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Vanessa, es ist gut, dass Sie bereits einen Termin in einem Kinderwunschzentrum vereinbart haben. Das ist aus meiner Sicht genau der richtige Schritt. Bis dahin ist ein Versuch mit Letrozol durchaus sinnvoll. Zu Ihrer ersten Frage: Ob Sie auf Letrozol ansprechen, beurteilt man nicht durch einen Vergleich mit früheren Zyklen, sondern anhand des Ultraschalls. Entscheidend ist, ob sich unter der Behandlung ein oder mehrere Follikel gut entwickeln und schließlich ein Eisprung stattfindet. Dass Ihre Temperaturkurve ruhiger verläuft oder sich der LH-Verlauf verändert hat, ist unter Letrozol nicht ungewöhnlich und lässt allein noch keine Rückschlüsse zu. Auch ein früher kleiner LH-Anstieg, der anschließend wieder abfällt, kommt vor. Der eigentliche Eisprung erfolgt in der Regel erst nach einem klaren, anhaltenden LH-Anstieg. Dass Ihre Ovulationstests an Zyklustag 11 noch negativ sind, bedeutet daher nicht, dass etwas nicht stimmt. Unter Letrozol verschiebt sich der Eisprung häufig um einige Tage nach hinten. Außerdem sollten Sie bedenken, dass Ovulationstests im Urin immer auch davon abhängen, wie viel Sie trinken und wie stark der Urin verdünnt ist. Je nachdem, wie viel Flüssigkeit die Nieren ausscheiden, kann die Testlinie schwächer oder stärker ausfallen. Blutuntersuchungen, insbesondere die Bestimmung des LH-Wertes, sind hier deutlich genauer. Deshalb würde ich einzelne Urintests nicht überbewerten. Natürlich kann es trotz Letrozol auch einmal zu keinem Eisprung kommen, aber das lässt sich erst durch den Ultraschall und gegebenenfalls eine Progesteronbestimmung etwa eine Woche nach dem vermuteten Eisprung sicher beurteilen. Zu DHEA: Hier wäre ich vorsichtig. DHEA kann bei Frauen mit deutlich verminderter Eizellreserve in Einzelfällen sinnvoll sein, die wissenschaftliche Datenlage ist jedoch nicht eindeutig. Außerdem sollte DHEA nur nach Rücksprache mit einem Kinderwunschzentrum eingenommen werden, da vorher der Hormonstatus (insbesondere Androgene) berücksichtigt werden sollte. Ihre übrigen Nahrungsergänzungen erscheinen mir sinnvoll: L-Thyroxin sollten Sie wie verordnet weiter einnehmen. Wichtig ist, dass der TSH-Wert regelmäßig kontrolliert wird und idealerweise unter 2,5 mIU/l liegt. Vitamin D mit 4.000 IE täglich ist in Ordnung, sofern tatsächlich ein Vitamin-D-Mangel bestand oder der Spiegel regelmäßig kontrolliert wird. Dauerhaft hohe Dosierungen sollten immer anhand des Blutwertes angepasst werden. Ubiquinol (Kaneka) 100 mg ist ein hochwertiges Präparat. Es gibt Hinweise, dass Coenzym Q10 die Energieversorgung der Eizellen unterstützen kann. In Studien werden allerdings häufig Tagesdosen von 200–300 mg verwendet. Versuchen Sie trotz der vielen Gedanken, sich nicht von jedem einzelnen Ovulationstest verunsichern zu lassen. Im Moment spricht vieles dafür, dass der Eisprung unter Letrozol einfach etwas später kommt. Die Ultraschallkontrolle wird Ihnen deutlich mehr Sicherheit geben als die Teststreifen. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie gut auf Letrozol ansprechen und sich ein schöner Leitfollikel entwickelt. Und selbst wenn dieser Zyklus noch nicht zum Erfolg führt, sind Sie mit dem Termin im Kinderwunschzentrum bereits auf einem sehr guten Weg, alle weiteren Möglichkeiten optimal auszuschöpfen. Herzliche Grüße Dr. Friedrich Gagsteiger


vanessa2612

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Vielen Dank Ab wann spricht man den von einem Leitfolikel? Meiner war am zt 9 bei 12 mm und die gebärmutterschleimhaut bei 8 mm. Dann ist es ja auch nicht ganz ungewöhnlich das noch kein eisprung war oder? Ich bin heute bei zt 11.  Hab gelesen das folikel erst nei 18 mm oder sogar erst bei 22mm springen. Es beruhigt mich sehr dass meine chancen nicht schlecht stehen. Lg


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Vanessa, gerne. Nach dem, was Sie schreiben, würde ich mir im Moment überhaupt keine Sorgen machen. Ein Follikel mit 12 mm an Zyklustag 9 ist durchaus ein guter Befund. Ab etwa 10 mm kann man bereits von einem sich entwickelnden Leitfollikel sprechen. Entscheidend ist dann, dass er kontinuierlich weiterwächst. Ein Follikel wächst im Durchschnitt etwa 1,5 bis 2 mm pro Tag, sodass ausgehend von 12 mm an Zyklustag 9 durchaus zu erwarten wäre, dass er den Eisprung erst einige Tage später erreicht. Die meisten Follikel springen bei einer Größe von 20 bis 25 mm, manche auch etwas früher oder später. Deshalb ist es überhaupt nicht ungewöhnlich, dass Sie an Zyklustag 11 noch keinen Eisprung hatten – insbesondere unter Letrozol, das den Eisprung häufig etwas nach hinten verschiebt. Auch Ihre Gebärmutterschleimhaut von 8 mm an Zyklustag 9 ist ein sehr schöner Wert. Das zeigt, dass die Gebärmutterschleimhaut bereits gut aufgebaut ist und grundsätzlich gute Voraussetzungen für eine Einnistung bestehen. Ich freue mich, dass Ihnen meine Einschätzung etwas Mut gemacht hat. Trotz des sehr niedrigen AMH-Wertes gilt weiterhin: Ein niedriger AMH-Wert bedeutet vor allem eine geringere Eizellreserve, nicht automatisch eine schlechte Eizellqualität. Die Eizellqualität wird in erster Linie vom Lebensalter beeinflusst. Deshalb haben Sie auch mit einer geringen Eizellreserve durchaus noch Chancen auf eine Schwangerschaft – pro Monat vielleicht etwas geringer, aber keineswegs aussichtslos. Bleiben Sie deshalb optimistisch. Ich denke, die Ultraschallkontrolle in den nächsten Tagen wird Ihnen zeigen, wie sich der Follikel weiterentwickelt. Ich drücke Ihnen sehr die Daumen, dass er in den nächsten Tagen auf eine schöne Größe heranwächst und es zu einem Eisprung kommt. Herzliche Grüße Dr. Friedrich Gagsteiger


vanessa2612

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Leider empfindet es mein Frauenarzt nicht als erforderlich mich nochmal zu sehen und zu messen.  Er sagte ich solll bis zum Wochenende regelmäßig GV haben. Falls ich nicht schwanger werde soll ich im nächsten zyklus nochmal Letrozol mit der gleichen Dosis nehmen und dann wieder zum Ultraschall kommen.


vanessa2612

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Guten Morgen Es tut mir leid für die vielen Fragen aber heute ist die Temperatur ordentlich hoch geschossen was zum LH Anstieg, dem spinnbaren zerwix und dem starken mittelschmerz am montag passen könnte. Aber was nicht passt ist der Wert des gemessenen Follikels mit 1,2 cm an zt 9. Wie kann das sein? Und ein Eisprung an zt 10 wäre das nicht zu früh vor allem wie geht das wenn der Follikel noch so klein ist? Liebe Grüße Vanessa 


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Morgen, liebe Vanessa, Sie müssen sich für Ihre vielen Fragen wirklich nicht entschuldigen. Ihre Beobachtungen mit LH-Anstieg, spinnbarem Zervixschleim, Mittelschmerz und dem anschließenden Temperaturanstieg sprechen insgesamt gut dafür, dass ein Eisprung stattgefunden hat oder kurz bevorstand. Dass am Zyklustag 9 ein 12-mm-Follikel gemessen wurde, passt trotzdem durchaus ins Bild. Follikel können unter Letrozol in den letzten Tagen vor dem Eisprung rasch wachsen, und Ultraschallmessungen haben immer eine gewisse Messungenauigkeit. Ich würde Ihnen zusätzlich empfehlen, etwa fünf Tage nach dem vermuteten Eisprung oder sieben Tage nach dem LH-Anstieg einmal Estradiol und Progesteron im Blut bestimmen zu lassen. Sind beide Werte in einem guten Bereich, spricht das für eine gut funktionierende Gelbkörperphase und dafür, dass der Eisprung hormonell gut verlaufen ist. Bitten Sie Ihren Frauenarzt doch, diese beiden Blutwerte zu kontrollieren. Die Untersuchung ist einfach durchzuführen und kann wertvolle Hinweise darauf geben, wie gut Ihr Körper die zweite Zyklushälfte unterstützt. Ich wünsche Ihnen sehr, dass dieser Zyklus bereits der richtige ist und drücke Ihnen fest die Daumen.


vanessa2612

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Kennen sie eine gute Kinderwunschklinik die auf solche Fälle spezialisiert ist? Ich habe bei mehreren termine vereinbart um zu schauen ob sie helfen können. Spontan hab ich nächsten mittwoch einen termin bekommen der abgesagt wurde. Ist diese Klinik gut?


vanessa2612

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Ich komme gerade von meinem neuen FA Er hat sich viel zeit genommen und mir alles erklärt. Der Eisprung konnte er bestätigen. Er hat nur nicht verstanden warum ich Letrozol bekomme wenn ich doch eigene Eisprünge habe.  Aber an sich ist das ja schon sinnvoll oder? Er hat beim mir die gebärmutterschleimhaut gemessen. Diese war 9mm gros. Ist also ein cm gewachsen. Den geplatzten Follikel hat er ausgemessen und meinte 2 cm muss er gewesen sein. Irgendwas vob 2,4 cm hat er noch geredet. Er meinte meine Werte sind sonst gut und manche haben lange solche werte. Das ist doch seht gut oder?


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Ja, das klingt insgesamt nach einem sehr erfreulichen Termin. Es sind gleich mehrere Punkte dabei, die Mut machen: Der Eisprung konnte bestätigt werden. Das ist die wichtigste Nachricht. Sie haben also einen eigenen Eisprung, und das ist eine sehr gute Voraussetzung. Eine Gebärmutterschleimhaut von 9 mm zum Zeitpunkt nach dem Eisprung ist ein sehr schöner Befund. Eine Schleimhaut ab etwa 7–8 mm gilt bereits als günstig für eine Einnistung. Mit 9 mm liegen Sie in einem sehr guten Bereich. Ein geplatzter Follikel von etwa 20–24 mm passt ebenfalls sehr gut. Leitfollikel springen häufig bei einer Größe von etwa 18–24 mm. Auch das spricht für einen normalen und gut gereiften Eisprung. Dass Ihr neuer Frauenarzt meinte, die übrigen Werte seien gut und manche Frauen hätten solche Hormonwerte über lange Zeit, ist ebenfalls beruhigend. Einzelne Laborwerte müssen immer im Zusammenhang mit dem gesamten Zyklus und den Ultraschallbefunden beurteilt werden – und diese sehen bei Ihnen im Moment erfreulich aus. Zu Ihrer Frage wegen Letrozol: Ja, das kann durchaus sinnvoll sein – auch wenn Sie grundsätzlich einen eigenen Eisprung haben. Letrozol wird nicht nur eingesetzt, um überhaupt einen Eisprung auszulösen. Es kann auch dazu beitragen, dass der Leitfollikel besonders gut heranreift, dass der Eisprung etwas zuverlässiger abläuft, und bei manchen Frauen sogar die Schwangerschaftschancen pro Zyklus leicht verbessert. Wenn Ihre Zyklen regelmäßig sind und Sie nachweislich gute Eisprünge haben, kann man aber durchaus darüber diskutieren, ob Letrozol langfristig notwendig ist. Das sehen verschiedene Ärztinnen und Ärzte etwas unterschiedlich. Ich würde mich an Ihrer Stelle über diesen Termin freuen. Die Ultraschallbefunde sprechen für einen gut verlaufenden Zyklus mit einer schönen Schleimhaut und einem normal gereiften Follikel. Das sind alles Voraussetzungen, die eine Schwangerschaft grundsätzlich gut ermöglichen. Jetzt heißt es vor allem: geduldig bleiben. Die Chancen sind in jedem einzelnen Zyklus leider nie 100 %, selbst wenn alle Befunde optimal sind. Aber Ihre heutigen Ergebnisse geben definitiv Anlass zu Optimismus. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass dieser Zyklus der richtige ist. 🌸


vanessa2612

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Danke Ich freu mich auch sehr.... Klar 100% ist es nie aber Letrozol steigt ja schon die chancen oder? Würden sie mir eine höhere Dosis empfehlen? Es löst grad so viel Druck hätte mit so einem guten Follikel nicht gerechnet. Da er ja kurz davor erst bei 12mm war. Entweder er ist so schnell gewachsen oder er wurde übersehen... die schleimhaut ist wohl auch dreischichtig Lg


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Ja, das dürfen Sie durchaus als positives Zeichen sehen. 😊 Letrozol kann die Chance auf einen regelmäßigen Eisprung und damit auch auf eine Schwangerschaft erhöhen – vorausgesetzt natürlich, dass die übrigen Voraussetzungen stimmen. Eine höhere Dosis würde ich bei Ihnen im Moment nicht automatisch empfehlen. Wenn Sie unter 2,5 mg einen schönen reifen Follikel entwickeln und die Schleimhaut gleichzeitig gut aufgebaut und dreischichtig ist, dann hat die niedrige Dosis offenbar genau das erreicht, was wir möchten. Mehr ist dann nicht zwangsläufig besser und kann auch zur Entwicklung mehrerer Follikel führen. Dass der Follikel kurz zuvor mit 12 mm gemessen wurde, muss Sie nicht beunruhigen. Entweder ist er tatsächlich zügig weitergewachsen oder bei einer der Ultraschalluntersuchungen wurde etwas anders gemessen bzw. ein Follikel nicht optimal erfasst. Versuchen Sie deshalb, den Druck ein wenig herauszunehmen: Ein guter Follikel plus dreischichtige Schleimhaut sind für diesen Zyklus erst einmal sehr schöne Voraussetzungen. Jetzt dürfen Sie Ihrem Körper auch ein bisschen vertrauen. 🍀


vanessa2612

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Hallo ich habe nochmal eine frage. Ich war heute beim gyn und er hat mir das Ergebnis vom Progesteronwert gegeben. Nun ist es so dass der wert am Freitag bei 22,4 war aber ist das nicht zu hoch? Mein ovu war erst am Montag positiv daher frühstens eisprung am dienstag. Demnach war ich freitag max Eisprung plus drei. Aber ist der Wert nicht zu hoch? Liebe Grüße


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Nein, das ist nicht zu hoch – im Gegenteil, ein Progesteronwert von 22,4 nach dem Eisprung ist grundsätzlich ein erfreulicher Wert. Progesteron kann nach dem Eisprung recht rasch ansteigen und außerdem im Tagesverlauf deutlich schwanken. Auch wenn der Eisprung tatsächlich erst am Dienstag gewesen sein sollte, kann am Freitag bereits ein solcher Wert erreicht werden. Das spricht dafür, dass der Follikel gesprungen ist und sich ein gut funktionierender Gelbkörper gebildet hat. Wichtig wäre allerdings noch die Einheit: Falls es 22,4 ng/ml sind, ist das ein sehr schöner Wert. Bei 22,4 nmol/l wäre die Bewertung eine andere. Liebe Grüße , der Wert ist ausgezeichnet 🌷


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Nein, das ist nicht zu hoch – im Gegenteil, ein Progesteronwert von 22,4 nach dem Eisprung ist grundsätzlich ein erfreulicher Wert. Progesteron kann nach dem Eisprung recht rasch ansteigen und außerdem im Tagesverlauf deutlich schwanken. Auch wenn der Eisprung tatsächlich erst am Dienstag gewesen sein sollte, kann am Freitag bereits ein solcher Wert erreicht werden. Das spricht dafür, dass der Follikel gesprungen ist und sich ein gut funktionierender Gelbkörper gebildet hat. Wichtig wäre allerdings noch die Einheit: Falls es 22,4 ng/ml sind, ist das ein sehr schöner Wert. Bei 22,4 nmol/l wäre die Bewertung eine andere. Liebe Grüße , der Wert ist ausgezeichnet 🌷


vanessa2612

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Es sind 22,4 ng


vanessa2612

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Also vor dienstag kann der Eisprung nicht gewesen sein, weil am Montag ich ja noch beim Fa war und meine lh peak auch erst montag abend war.  Demnach max eisprung plus 3.  Freut mich zu hören dass das sehr gut ist. Im letzten zyklus war mein Wert ohnw Letrozol allerdings an eisprung plus 6 oder 7 bei 11.7. Lg


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Ja, dann passt Ihre zeitliche Einordnung sehr gut: Wenn der LH-Peak erst Montagabend war und beim Frauenarzt am Montag noch kein Eisprung erkennbar war, dürfte der Eisprung frühestens am Dienstag stattgefunden haben. Ein Progesteronwert von 22,4 ng/ml bereits an ES+3 ist dann tatsächlich ein sehr schöner Wert und spricht dafür, dass der Gelbkörper nach dem Eisprung rasch und kräftig Progesteron produziert. „Zu hoch“ ist dieser Wert keineswegs. Dass Sie im vorherigen Zyklus ohne Letrozol an ES+6/7 bei 11,7 ng/ml lagen, macht den jetzigen Wert natürlich besonders erfreulich. Man sollte einzelne Progesteronwerte zwar wegen der starken natürlichen Schwankungen nicht zu streng miteinander vergleichen, aber insgesamt sieht das unter Letrozol nach einer guten Gelbkörperfunktion aus. Wenn Sie es ganz genau wissen möchten, wäre eine erneute Bestimmung etwa ES+5 bis ES+7 zusammen mit Estradioldurchaus interessant. 🌷 Liebe Grüße


vanessa2612

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Danke Ich frag morgen mal ob sie das messen könnnen. Dann kann man sagen dass ich trotz hohem fsh und niedrigem amh sehr gut auf das Medikament anschlage? Ich hoffe so sehr das es nun geklappt hat.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Ja, das kann man durchaus so sagen. 😊 Der niedrige AMH und der erhöhte FSH sprechen vor allem für eine verminderte Eizellreserve – sie bedeuten aber nicht, dass ein vorhandener Follikel nicht gut auf Letrozol reagieren kann. Bei Ihnen sprechen der beobachtete Follikel, der passende LH-Anstieg und jetzt das Progesteron von 22,4 ng/ml bereits etwa an ES+3 dafür, dass tatsächlich ein Eisprung stattgefunden hat und sich anschließend ein gut arbeitender Gelbkörper entwickelt hat. Das ist für diesen Zyklus ein erfreuliches Zeichen. Ob es nun auch zur Befruchtung und Einnistung gekommen ist, kann uns der Progesteronwert leider noch nicht verraten. Aber Sie haben in diesem Zyklus offenbar gute Voraussetzungen geschaffen – und jetzt dürfen wir einfach ein bisschen hoffen und die Daumen drücken. 🍀 Die Kontrolle von Progesteron und Estradiol in den nächsten Tagen würde das Bild noch schön vervollständigen. Liebe Grüße


vanessa2612

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Wie stark müsste der Wert denn steigen bzw. Gestiegen sein dass er optimal ist? Reicht es auch wenn er nur leicht steigt? Deutet ein hoher Wert auf eine eventuelle schwangerschaft hin?  Lg


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Vanessa, der Progesteronwert muss jetzt gar nicht zwingend weiter ansteigen, damit der Zyklus „optimal“ ist. Progesteron wird vom Gelbkörper nämlich schubweise ausgeschüttet und kann innerhalb weniger Stunden deutlich schwanken. Deshalb kann der nächste Wert höher, ähnlich oder sogar etwas niedriger sein, ohne dass das automatisch etwas Schlechtes bedeutet. Ihre 22,4 ng/ml bereits etwa an ES+3 sind für sich genommen schon ein sehr schöner Hinweis auf eine kräftige Gelbkörperfunktion. Wenn Sie morgen erneut messen lassen, würde ich zusätzlich Estradiol bestimmen lassen. Die Kombination sagt uns etwas mehr über die Funktion des Gelbkörpers. Und zu Ihrer wichtigsten Frage: Ein hoher Progesteronwert kann leider noch keine Schwangerschaft beweisen. In dieser frühen Phase produziert der Gelbkörper auch ohne Schwangerschaft Progesteron. Erst wenn sich ein Embryo eingenistet hat und hCG produziert, wird der Gelbkörper weiter unterstützt. Deshalb: Der Wert ist ein gutes Zeichen für den Zyklus und den stattgefundenen Eisprung – aber noch kein Schwangerschaftszeichen. Jetzt heißt es leider noch ein paar Tage Geduld haben. 🍀 Liebe Grüße


vanessa2612

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Hallo Ich muss sie leider nochmal stören... Ich hatte heute den Termin in der kiwu klinik in freiburg. Ich bin mit gemischten Gefühlen aus dem termin gegangen.  Sie haben mir keine künstliche Befruchtung angeboten weil es ln ihren Augen keinen Sinn macht. Spermien sind ja überdurchschnittlich gut und ich wurde ja auch immer schnell schwanger ( zwischen 1. Und 7 Übungszyklus.) Ist das echt so ein ausschlaggebender Grund? Zudem meinte sie bei den Werten wird die Ausbeute sehr gering sein und sich dann auch nicht lohnen. Den avc empfand sie auch nicht für notwendig da sie meinte der amh wert wäre aussagekräftiger. Sie meinte wir erhöhen das letrozol erhöhen wir auf 5 mg und dann bekomm ich noch progesteron zu Unterstützung. Zykluskontrolle wäre am 10. Zt ca. Ich hätte morgen noch einen termin in einer anderen kiwu klinik und bin unsicher ob ich ihn nicht absagen soll. Ich möchte einfach das beste rausholen. Was meinen sie? Blut wurde heute keines abgenommen Lg


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Die Argumentation der Kinderwunschklinik ist grundsätzlich nachvollziehbar: Sie sind in der Vergangenheit mehrfach spontan und teilweise recht schnell schwanger geworden, und bei sehr guter Spermienqualität liegt offenbar kein klassischer Grund vor, warum eine IVF/ICSI die Chancen zwingend deutlich verbessern müsste. Bei Ihrem sehr niedrigen AMH und erhöhten FSH muss man außerdem tatsächlich damit rechnen, dass bei einer Stimulation möglicherweise nur wenige Eizellen gewonnen werden. Eine IVF ist deshalb nicht automatisch der bessere Weg. Trotzdem würde ich den Termin morgen nicht absagen. Eine zweite Meinung kann gerade in Ihrer Situation überhaupt nicht schaden. Vielleicht beurteilt die andere Klinik die Situation ähnlich – dann haben Sie zusätzliche Sicherheit. Vielleicht setzt sie aber andere Schwerpunkte oder schlägt ein anderes Vorgehen vor. Sie müssen sich danach ja zu nichts verpflichten. Den AFC (Antralfollikelcount) würde ich persönlich durchaus interessant finden. Der AMH-Wert sagt viel über die ovarielle Reserve aus, aber gerade bei sehr niedrigen Werten finde ich den Ultraschallbefund als zusätzliche Information hilfreich: Entscheidend ist schließlich auch, was die Eierstöcke in diesem konkreten Zyklus tatsächlich zeigen. Das vorgeschlagene Vorgehen mit Letrozol 5 mg, Ultraschallkontrolle etwa an ZT 10 und Progesteron nach dem Eisprung halte ich grundsätzlich für einen vernünftigen nächsten Schritt. Und wir haben ja gerade gesehen, dass Sie trotz Ihrer ungünstigen Laborwerte durchaus auf Letrozol reagieren können. Gehen Sie deshalb morgen ruhig zu dem zweiten Termin und hören Sie sich die Meinung an. Danach können Sie beide Empfehlungen in Ruhe nebeneinanderlegen. Sie möchten das Beste aus Ihren vorhandenen Chancen herausholen – und dafür ist eine zweite fachliche Einschätzung sicherlich kein Fehler. Ich drücke Ihnen weiterhin sehr die Daumen. 🌷


vanessa2612

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Hallo Vielen dank Ich bin bereits in der Kiwu klinik weil ich auch denke eine weitere Meinung wäre sinvoll und es geht ja auch darum wo man sich wohlfühlt. Heute bin ich an eisprung plus 7 oder 8. Der schwangerschaftstest ist negativ. Ja so wurde mir das auch gesagt. Bei mir könnten ev nur 1 oder 2 eizellen gewonnen werden und da ich ja schwanger werden kann würde eine ivf oder insemination nicht mehr erfolg bringen. Bei 5 mg könnten dann auch 2 eizellen springen oder? Zudem meinte sie dass sie sich fast sicher ist das wir keine 5 jahre mehr haben und sie sich sehr wundern wird. Und das eine frau mit diesen Werten etwas geringere chancen hat wie eine frau mit normalen. Nicht viel aber sie sind schon geringer. Stimmt das alles so? Und kann man das echt so stark eingrenzen? Ich muss dazu sagen vor 2 jahren genau war ich von meinem gewaltätigen ex schwanger. Eine verhütungspanne und nicht geplant. Da hab ich noch gehört dass ich schöne viele eizellen habe. Kann sich das so schnell verändern? Ich habe dann leider einen abbruch gemacht weil ich in dieser Situation kein Kind bekommen wollte.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Hallo Vanessa, ich finde es gut, dass Sie den zweiten Termin wahrnehmen – die medizinische Einschätzung ist wichtig, aber genauso wichtig ist, dass Sie sich in einer Kinderwunschklinik gut aufgehoben fühlen. Vieles von dem, was Ihnen gesagt wurde, ist nachvollziehbar, bei einem Punkt wäre ich allerdings vorsichtiger: Ja, unter 5 mg Letrozol können durchaus zwei Follikel heranreifen und auch zwei Eizellen ovulieren. Das ist möglich, aber natürlich nicht garantiert. Deshalb finde ich die geplante Ultraschallkontrolle besonders sinnvoll. Auch die Überlegung zur IVF kann ich nachvollziehen: Wenn Sie regelmäßig spontan schwanger werden können, die Spermien sehr gut sind und aufgrund der niedrigen ovariellen Reserve möglicherweise nur ein oder zwei Eizellen gewonnen würden, muss eine IVF Ihre Chance gegenüber gut getimtem Geschlechtsverkehr tatsächlich nicht wesentlich erhöhen. Eine Insemination bringt bei sehr guten Spermien und durchgängigen Eileitern ebenfalls nicht automatisch einen Vorteil. Ihr sehr niedriger AMH und der erhöhte FSH sprechen allerdings für eine deutlich reduzierte Eizellreserve. Das bedeutet weniger verfügbare Follikel und wahrscheinlich eine etwas geringere monatliche Schwangerschaftschance. Die Qualität der einzelnen Eizelle hängt dagegen ganz wesentlich von Ihrem Lebensalter ab – ein niedriger AMH bedeutet nicht automatisch, dass die vorhandenen Eizellen schlecht sind. Bei der Aussage „Sie haben ziemlich sicher keine fünf Jahre mehr“ wäre ich zurückhaltender. AMH und FSH können uns sagen, dass die Reserve deutlich eingeschränkt ist, aber sie sind keine zuverlässige Uhr, mit der wir vorhersagen können, wann Ihre letzte Schwangerschaftsmöglichkeit oder die Menopause eintreten wird. Genau deshalb finde ich einen AFC und den Verlauf Ihrer Zyklen als zusätzliche Informationen durchaus interessant. Und ja: Die Situation kann sich innerhalb von zwei Jahren erheblich verändern. Mit 35 konnten im Ultraschall noch viele Follikel sichtbar gewesen sein, während die Reserve mit 37 deutlich niedriger sein kann. Manchmal verläuft dieser Rückgang auch schneller als erwartet. Ihre Schwangerschaft vor zwei Jahren zeigt aber sehr schön etwas Wichtiges: Ihre damalige Fruchtbarkeit lässt sich nicht allein aus Ihrem heutigen AMH rückwärts beurteilen. Und zu heute: Eisprung +7/8 ist für einen Urin-Schwangerschaftstest noch sehr früh. Ein negativer Test sagt zu diesem Zeitpunkt praktisch noch nicht zuverlässig, dass es nicht geklappt hat. Ich würde noch einige Tage Geduld haben. 🌷 Und wegen des damaligen Schwangerschaftsabbruchs: Sie müssen sich dafür heute bitte medizinisch keine Vorwürfe machen. Ein unkomplizierter Abbruch führt normalerweise nicht dazu, dass zwei Jahre später der AMH so stark absinkt. Viel Glück!


vanessa2612

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Was meinen sie was sagt uns die schwangerschaft von vor 2 jahren? Ihre Schwangerschaft vor zwei Jahren zeigt aber sehr schön etwas Wichtiges: Ihre damalige Fruchtbarkeit lässt sich nicht allein aus Ihrem heutigen AMH rückwärts beurteilen. Dieser abschnitt mein ich. Also Karlsruhe bin ich sehr zufrieden. Sie hat sich viel zeit genommen und alles genau erklärt.  Wo sich alle nicht ganz einig sind ist mit der niedrigeren Fruchtbarkeit. Die ärztin heute meinte auch mit den werten aber einem guten eisprung hab ich die gleichen chancen wie eine gleichaltrige frau mit den selben werten. Sieht das echt jeder anders? Zum termin heute.. Es wurde ein komplettes Blutbild gemacht mit amh, fsh usw.  Sie meinte auch das man den eisprung auslösen könnte um besser zu timen. Clomifen wäre auch möglich. Je nachdem zu was wir bereit sind wäre auch eine künstliche befruchtung möglich das ist dann aber wohl vom fsh wert abhängig wie da die chancen in diesem zyklus sind da der ja schwankt.  Ich habe noch eine Überweisung zur untersuchung der genetik bekommen. Ist wohl standart. Ich habe auch einen nächsten termin bekommen was ich sehr gut finde. Da wird das blut von meinem partner untersucht und ich bekomme einen Ultraschall. Im Vergleich zu den anderen kiwu kliniken habe ich mit so einem positiven ergebnis nicht gerechnet. Die erste klinik in heidelberg hat mich nach 20 min entlassen mit den worten sie werden schon noch schwanger wir können nichts für sie tun. Die gestern wenigstens letrozol und progesteron. Afc wäre aber unnötig und der amh ist aussagekräftiger. Wie kann das sein dass die kliniken so unterschiedlich sind? Lg


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Ja, genau diesen Satz würde ich weiterhin so stehen lassen. Die spontane Schwangerschaft vor zwei Jahren ist ein durchaus positives Stück Ihrer persönlichen Vorgeschichte. Sie zeigt, dass damals eine Eizelle herangereift ist, befruchtet werden konnte und eine Schwangerschaft entstanden ist. Aus Ihrem heutigen sehr niedrigen AMH-Wert kann man deshalb nicht rückwirkend ableiten, dass Ihre Fruchtbarkeit schon damals schlecht gewesen sein müsse. Und bei der Frage „niedriger AMH = niedrigere natürliche Fruchtbarkeit?“ wirken die Aussagen der Kliniken tatsächlich widersprüchlicher, als sie wissenschaftlich sein müssten. Der entscheidende Punkt ist: AMH und AFC sagen vor allem etwas über die Eizellreserve und darüber aus, wie viele Eizellen man bei einer Stimulation voraussichtlich gewinnen kann. Sie sind deutlich schlechter darin, die Chance einer spontanen Schwangerschaft in einem einzelnen Zyklus vorherzusagen. Die ASRM betont ausdrücklich, dass AMH und AFC gute Marker für die zu erwartende Eizellzahl bei einer IVF sind, aber schlechte eigenständige Prädiktoren für die natürliche Schwangerschaftschance. Das Lebensalter ist für die Eizellqualität wesentlich bedeutsamer. Deshalb finde ich die Aussage der heutigen Ärztin durchaus nachvollziehbar: Wenn bei Ihnen in einem Zyklus tatsächlich ein guter reifer Follikel entsteht, Sie zuverlässig ovulieren, die Eileiter funktionstüchtig sind und das Spermiogramm Ihres Partners gut ist, dann ist diese konkrete Eizelle nicht automatisch „schlechter“, nur weil Ihr AMH niedrig ist. Der wesentliche Nachteil der verminderten Reserve liegt eher darin, dass möglicherweise nicht in jedem Zyklus gleich zuverlässig ein geeigneter Follikel zur Verfügung steht und dass bei einer IVF wahrscheinlich nur wenige Eizellen gewonnen werden können. Bei Ihrem hohen FSH würde ich trotzdem etwas differenzieren. AMH 0,01 und wiederholt deutlich erhöhtes FSH sprechen zusammen schon für eine deutlich reduzierte ovarielle Reserve. Das sollte man ernst nehmen und deshalb würde ich nicht jahrelang Zeit verstreichen lassen. Aber daraus lässt sich eben keine seriöse monatliche Prozentzahl und schon gar kein exakter Zeitpunkt ableiten, bis wann Sie noch schwanger werden können. FSH kann zudem von Zyklus zu Zyklus schwanken. Dass Karlsruhe nun AMH, FSH und weitere Hormone erneut bestimmt und zusätzlich einen Ultraschall plant, finde ich deshalb sehr sinnvoll. Gerade den AFC würde ich bei Ihnen nicht für überflüssig halten. AMH und AFC gehören beide zu den etabliertesten Reserveparametern. Sie messen nicht exakt dasselbe, und gerade bei einem außergewöhnlich niedrigen AMH ist es klinisch sehr interessant zu sehen: Wie viele antrale Follikel sind tatsächlich sichtbar und wie reagiert dieser Eierstock in diesem konkreten Zyklus? Auch das Auslösen des Eisprungs kann bei Ihnen praktisch hilfreich sein. Es „verbessert“ nicht die Eizelle, aber man kann den Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr oder gegebenenfalls eine Insemination genauer festlegen. Clomifen oder Letrozol können je nach Situation ebenfalls eingesetzt werden. Ob eine Stimulation plus Verkehr, IUI oder irgendwann IVF sinnvoller ist, hängt dann nicht nur vom FSH ab, sondern vom Gesamtbild aus Alter, AFC, tatsächlicher Reaktion auf die Stimulation, Eileitern und Spermiogramm. Für ovulierende Frauen ist übrigens nicht automatisch bewiesen, dass Clomifen oder Letrozol plus zeitlich abgestimmter Verkehr gegenüber gut getimtem spontanem Verkehr einen großen Vorteil bringt; bei einer IUI sieht die Datenlage je nach Ausgangssituation anders aus. Zur Genetik: Eine genetische Abklärung kann bei entsprechender Vorgeschichte sinnvoll sein. Sie ist aber nicht einfach bei jeder Frau mit niedrigem AMH zwingend „Standard“. Falls es bei Ihnen um wiederholte Schwangerschaftsverluste geht, empfiehlt auch die ESHRE eine individuelle Entscheidung über eine Chromosomenanalyse der Eltern und nicht automatisch eine Untersuchung bei jedem Paar. Und damit zu Ihrer vielleicht wichtigsten Frage: Warum sind drei Kinderwunschzentren so unterschiedlich? Weil Medizin hier nicht nur aus einem Laborwert besteht. Die eine Klinik sieht AMH 0,01 und denkt vor allem: „Bei IVF kaum Eizellen zu erwarten.“ Die nächste sieht: „Sie ovuliert und kann spontan schwanger werden – also zunächst weiter versuchen.“ Und eine dritte sagt: „Beides stimmt; wir begleiten sie eng, überprüfen jeden Zyklus und halten mehrere Optionen offen.“ Letzteres scheint mir nach Ihrer Beschreibung ziemlich genau der Ansatz in Karlsruhe zu sein. Dass Sie sich dort wohlfühlen, die Ärztin sich Zeit genommen hat, erneut untersucht, Ihren Partner mit einbezieht und bereits einen Folgetermin vereinbart hat, ist für mich tatsächlich ein gutes Zeichen. Nicht weil dort jemand Ihnen unrealistische Versprechungen macht, sondern weil man offensichtlich nicht nur Ihren AMH-Wert behandelt, sondern Sie als individuelle Patientin und das Paar insgesamt betrachtet. Und die Schwangerschaft vor zwei Jahren würde ich deshalb tatsächlich so übersetzen: Sie beweist nicht, dass heute alles genauso ist wie damals. Aber sie ist ein echter Hinweis darauf, dass Ihr Fortpflanzungssystem grundsätzlich in der Lage war, spontan eine befruchtungsfähige Eizelle hervorzubringen. Ihr heutiger AMH-Wert löscht diese Information nicht aus.


vanessa2612

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Dann ist das wenn ich sie richtig verstanden habe ein weiteres gutes Zeichen das noch nichts verloren ist. Ja KA ist toll und sie lehnen nichr von anfang an ab sondern machen eine ausführliche diagnostik. Worüber ich sehr dankbar bin. Im nächsten zyklus werde ich es noch mit letrozol und progesteron versuchen und dann am 8.09 wieder nach KA gehen wo dann der behandlungsplam besprochen wird.  Ich versuche nun einfach guter dinge zu sein.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Ja, genau so würde ich es sehen. Dass bei Ihnen weiterhin ein guter Eisprung bzw. eine gute Follikelentwicklung möglich ist, ist ein ermutigendes Zeichen. Ein niedriger AMH und ein erhöhter FSH bedeuten zwar, dass die Eizellreserve eingeschränkt ist – sie bedeuten aber nicht, dass keine Schwangerschaft mehr möglich ist. Ich finde Ihren jetzigen Weg deshalb sehr vernünftig: Im nächsten Zyklus noch einmal Letrozol, die zweite Zyklushälfte mit Progesteron unterstützen und parallel die Diagnostik in Karlsruhe vervollständigen. Am 8. September kann dann anhand der gesamten Befunde entschieden werden, welcher nächste Schritt für Sie wirklich sinnvoll ist. Und bis dahin dürfen Sie tatsächlich versuchen, guter Dinge zu sein. Sie müssen die Zahlen ernst nehmen, aber Sie müssen sich von ihnen auch nicht die Hoffnung nehmen lassen. Solange Follikel heranreifen und Eisprünge stattfinden, gibt es eine reale Chance. Ich drücke Ihnen sehr die Daumen, dass Sie vielleicht sogar schon vor dem nächsten Termin eine schöne Überraschung erleben. 🌷


vanessa2612

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Danke das macht mir mut. Vor allem das meine chancen dennoch gleich sind wenn ein schöner follikel ran reift und ich einen Eisprung habe. Es macht mir mut dass es ev etwas länger dauert aber es defintiv klappen kann aber nicht muss.  Ich hoffe das ich jetzt nicht bald schon in die wechseljahre komme.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Das dürfen Sie durchaus als ermutigendes Zeichen sehen. Wenn ein schöner, reifer Follikel heranwächst und ein Eisprung stattfindet, besteht selbstverständlich weiterhin eine reale Chance auf eine Schwangerschaft. Es kann sein, dass Sie etwas mehr Geduld benötigen – aber es kann definitiv klappen, auch wenn es natürlich niemand garantieren kann. Auch ein sehr niedriger AMH-Wert bedeutet nicht automatisch, dass Sie nun unmittelbar vor den Wechseljahren stehen. Der AMH-Wert beschreibt vor allem die noch vorhandene Eizellreserve; wann tatsächlich die Menopause eintreten wird, lässt sich daraus nicht zuverlässig vorhersagen. Ich wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg von Herzen alles, alles Gute und vor allem, dass Sie Ihren Optimismus behalten. Und noch eine kleine Bitte in eigener Sache: Wir engagieren uns hier bei „Rund ums Baby“ freiwillig und mit viel persönlichem Einsatz. Wenn Sie mit unserer Beratung zufrieden waren und uns etwas Gutes tun möchten, würden wir uns sehr über eine wohlwollende Google-Bewertung für Best Fertility freuen. Sie finden uns über www.bestfertility.de. Damit helfen Sie nicht nur uns, sondern auch anderen Patientinnen und Paaren dabei, eine Anlaufstelle zu finden, bei der sie Rat und Unterstützung bekommen können. Herzlichen Dank – und für Sie alles Gute! 🍀


vanessa2612

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Hallo ich bewerte sie gerne... Ich habe schöne neuigkeiten. Wir haben am sonntag positiv testen dürfen. Leider hatte ich seid freitag abend immer wieder rosa Blut am Klopapier. Das hat sich dann bis montag früh so 1-2 mal am Tag noch hingezogen. Montag hab ich dann beim FA angerufen und er hat mir Progesteron verschrieben und auch den HCG Wert gemessen. Dieser war nur bei Eisprung plus 12  oder 13  11,9. Ich war total enttäuscht. Die Tests werden nur etwas stärker sind aber noch lange nicht annhähernd wie die Kontrolllinie. Ich habe große Sorgen eine Fehlgeburt zu bekommen und das das progesteron es nur einfach aufhält. Morgen hab ich nachkontrolle und große Angst. Der müsste sich ja nun verdoppelt haben. Das positive ist das ich im 4. Zyklus schwanger geworden bin und es sicher nochmal klappen wird. Zumindest hoffe ich das. Ich habe aber große angst. Kann ich noch Hoffnung haben? Leider kann ich keine Bilder senden. Lg


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Vanessa, zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch zum positiven Test! Das ist eine wirklich schöne Nachricht – und gerade die Tatsache, dass Sie bereits im 4. Zyklus schwanger geworden sind, ist ein sehr ermutigendes Zeichen. Der hCG-Wert von 11,9 bei ES+12/13 ist niedrig, das stimmt. Aber ein einzelner Wert kann zu diesem frühen Zeitpunkt noch keine sichere Aussage darüber treffen, wie sich die Schwangerschaft entwickeln wird. Entscheidend ist jetzt vor allem der Verlauf. Nach etwa 48 Stunden wäre ein deutlicher Anstieg sehr erfreulich; es muss dabei nicht mathematisch exakt eine Verdopplung sein. Auch die leichte rosafarbene Schmierblutung bedeutet nicht automatisch eine Fehlgeburt. Solche Blutungen kommen gerade in der sehr frühen Schwangerschaft durchaus vor. Und zu Ihrer Sorge wegen des Progesterons: Progesteron kann eine nicht intakte Schwangerschaft nicht dauerhaft „festhalten“. Sie müssen also keine Angst haben, dass dadurch lediglich eine Fehlgeburt verdeckt oder auf unbestimmte Zeit hinausgezögert wird. Für morgen wünsche ich Ihnen deshalb vor allem einen schönen hCG-Anstieg. Ja, Sie dürfen noch Hoffnung haben. Der Ausgang ist bei diesem frühen und niedrigen Ausgangswert noch offen – und genau deshalb würde ich heute noch kein negatives Urteil fällen. Und unabhängig davon zeigt diese Schwangerschaft etwas sehr Wichtiges: Sie können schwanger werden. Das ist für Ihren weiteren Kinderwunsch tatsächlich eine gute Nachricht. Ich drücke Ihnen für morgen sehr die Daumen. 🍀 Herzliche Grüße Dr. Gagsteiger


vanessa2612

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Vielen Dank Gibt es denn eine Erklärung für diesen sehr niedrigen HCG? Ich war geschockt. Ich muss dazu sagen dass ich ja erst sonntag hauchzart positiv getestet hab und der hcg ja von montag ist. Kann es mit einer späten Einnistung zusammen hängen? Achso ansonsten hab ich total mit übdlkeit und ein ziehen in den leisten immer mal wieder zu kämpfen. Liebe Grüße


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Ja, das kann durchaus mit einer späten Einnistung zusammenhängen. Wenn Ihr Schwangerschaftstest am Sonntag erstmals nur hauchzart positiv war, passt ein hCG von 11,9 am Montag grundsätzlich dazu, dass die Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt einfach noch sehr jung war. Ganz wichtig ist außerdem: Ein hCG-Test vor sicher erreichtem ES+14 ist häufig noch eine unklare Momentaufnahme. In diesem sehr frühen Zeitraum können die Werte – je nach Zeitpunkt von Eisprung und Einnistung – noch ausgesprochen niedrig sein. Deshalb sollte man aus diesem einzelnen Wert noch keine Prognose ableiten. Entscheidend ist jetzt vielmehr die Entwicklung des hCG. Es sollte in den nächsten Tagen deutlich ansteigen, wobei eine mathematisch exakte Verdopplung innerhalb von 48 Stunden nicht zwingend erforderlich ist. Deshalb bitte unbedingt den zweiten Wert abwarten – der Verlauf sagt uns wesentlich mehr als die 11,9 allein. Auch die leichte Schmierblutung muss nicht automatisch etwas Schlechtes bedeuten. Übelkeit und das gelegentliche Ziehen in den Leisten passen durchaus zu einer frühen Schwangerschaft, können uns aber leider nicht sicher sagen, wie sie sich weiterentwickelt. Ich verstehe gut, dass Sie die 11,9 zunächst erschreckt hat. Aber bei einem erst am Vortag hauchzart positiven Test und einer Messung möglicherweise noch vor ES+14 würde ich diesen Wert noch nicht vorschnell negativ bewerten. Vielleicht hat sich Ihr kleiner Mitbewohner tatsächlich einfach etwas mehr Zeit mit dem Einzug gelassen. 😊 Jetzt bitte den zweiten hCG-Wert abwarten. Erst der Verlauf bringt deutlich mehr Klarheit. Ich drücke Ihnen sehr die Daumen! 🍀


vanessa2612

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Hallo Mein HCG war nun nur bei 17.4 also  nicht mal annähernd eine Verdopplung.  Hatte mir mehr erhofft. Dann kann ich wohl mit einem Abgang rechnen oder? Liebe Grüße vanessa


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Vanessa, ich kann gut verstehen, dass Sie sich nach dem Wert von 17,4 deutlich mehr erhofft hatten. Der Anstieg von 11,9 auf 17,4ist zwar geringer, als wir ihn uns wünschen würden – trotzdem würde ich daraus jetzt noch nicht sicher auf einen bevorstehenden Abgang schließen. Man darf nämlich auch bedenken, dass wir uns hier in einem extrem niedrigen hCG-Bereich bewegen. In diesem Bereich sind einzelne Messwerte nicht so präzise zu interpretieren wie später. Messmethode, Laborbedingungen und auch der genaue zeitliche Abstand zwischen den Blutentnahmen können eine Rolle spielen. Deshalb würde ich zunächst einmal nur festhalten: Der Wert ist gestiegen. Und ein steigender Wert ist zumindest keine schlechte Botschaft und lässt uns noch einen Teil der Hoffnung. Bitte lassen Sie das hCG in etwa zwei Tagen noch einmal kontrollieren. Erst der weitere Verlauf wird uns wesentlich besser zeigen, in welche Richtung sich die Schwangerschaft entwickelt. Bis dahin würde ich noch keine endgültige Bilanz ziehen. Herzliche Grüße Friedrich Gagsteiger


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