Sehr geehrter Herr Dr. Grewe, um die DNA-Fragmentation zu verringern, soll mein Mann vor der nächsten ICSI 3 Monate lang ein Nahrungsergänzungsmittel mit verschiedenen Inhalten wie L-Citulin, Gluthation, N-Acetyl-L-Cystein, Vitamin E und C, Selen, L-Carnitin, Coenzym Q10, Lycopin sowie Folsäure und Zink einnehmen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2020 (Schisterman et al., FASZT-Studie) sollen aber die tägliche Einnahme von Folsäure (5mg) und Zink (30mg) sogar zu einer statistisch signifikanten Verschlechterung der DNA-Fragmentation führen (2,5% höherer DNA-Fragmentationsgrad als in der Kontrollgruppe). Diese Info hat mich zum Grübeln gebracht. Da wir ICSI machen, ist die Spermienqualität an sich nicht so wichtig. Der DNA-Fragmentationsgrad aber schon.  Jetzt ist die Frage, was wir tun sollen. Alle gängigen Produkte enthalten Folsäure und Zink.  Soll mein Mann das Produkt mit Folsäure und Zink trotzdem nehmen - ungeachtet der Befunde der o.g. Studie? Die Inhaltsstoffe in der entsprechenden Höhe durch die Einnahme vieler verschiedener Produkte zu sich zu nehmen ist fast unmöglich. Die Zusammensetzung passt irgendwie nie. Vor 2 Jahren hatte mein Mann einen DNA-Fragmentationsgrad von ca. 24%, vor sechs Monaten 54% und vor 3 Wochen knapp über 20%. Ursache für die unterschiedlichen Werte ist wohl die unterschiedliche Karenzzeit vor dem Test (zwischen 2 und 4 Tagen). Ziel wäre natürlich ein möglichst niedriger Fragmentationsgrad. Deswegen die Nahrungsergänzungsmittel.  Wissen Sie, wie wir Zink und Folsäure "umgehen" könnten?  Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung.