Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, mein Partner (42 Jahre) und ich haben einen Kinderwunsch. Wir versuchen seit kurzem, schwanger zu werden.  Nun bereitet mir ein Vorfall große Sorge: Vor 4 Wochen verspürte mein Partner nach dem Geschlechtsverkehr (mit Ejakulation) plötzlich Druck auf dem Penis, er versuchte zu urinieren und plötzlich kam ein großer Schwall Blut mit größeren Gewebestücken aus der Harnröhre. Er stand unter Schock. Ich wollte sofort mit ihm in die nächste Notaufnahme eines Krankenhauses fahren, jedoch verweigerte er sich.  Er trank viel Tee, im Urin war bis zum nächsten Tag noch Blut zu sehen. Danach nicht mehr, jedenfalls nicht mit bloßem Auge ersichtlich. Aus Angst seinerseits, dass es wieder zu einem ähnlichen Vorfall kommen könnte, verzichtete er die nächsten vier Wochen komplett auf Geschlechtsverkehr und vermeidete jegliche Erektion. Lediglich 1x (ca. 10-14 Tage nach dem Vorfall hatten wir kurz Sex - jedoch ohne Ejakulation, da passierte nichts).  Vorgestrige Nacht hatten wir dann wieder Geschlechtsverkehr, er hatte noch keine Ejakulation, verspürte wieder einen Druck und das gleiche Szenario spielte sich erneut ab. Viel Blut aus der Harnröhre, mehr als beim ersten Vorfall und dieses Mal auch in regelmäßigen Abständen deutlich ausgeprägt. Er hatte das Gefühl, dieses staute sich im Penis und er müsse es herausdrücken. Am Abend waren dann auch wieder größere Gewebestücke dabei. Jetzt wird es wieder langsam weniger. Ich habe heute beim Urologen angerufen, er sollte sofort vorbeikommen. Jedoch verweigerte er sich aus Angst wieder.  Ich bin wirklich in großer Sorge, hauptsächlich um ihn und auch welche eventuellen Folgen es bezüglich unseres Kinderwunsches haben kann. Können Sie einschätzen, welches die Ursachen der genannten Problematik sein könnten und wie ich ihn dazu ermutigen kann, es ärztlich abklären zu lassen?