Blaumeise
Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, ich wende mich noch einmal an Sie, da ich Ihre Meinung und Ihre Beiträge hier im Forum sehr schätze. Ich fasse einmal meine Situation zusammen: Ich bin 37, mein Mann 39, und wir haben seit dreieinhalb Jahren einen unerfüllten Kinderwunsch. Bisherige Behandlungen: drei Inseminationen zwei ICSIs mit 6 Embryotransfers danach Klinikwechsel 3. ICSI, Embrace Test, dann 2 x Transfer von jeweils einer euploiden Blastozyste Befunde/Medikation: Adenomyose (einmalig erfolgte eine Downregulation über 2 Monate vor Transfer, ohne Erfolg) Mikrobiom wurde dieses Jahr untersucht und mit Antibiotikum und Probiotikum behandelt Keine Endometritis Mehrfache Verwendung von Granocyte bei KIR Profil AA Beim letzten Transfer zusätzlich Heparin + ASS + Prednisolon Ich fühle mich ausgelaugt. Ich bin psychisch sehr angeschlagen (habe schon psychologische Betreuung) und die Arbeit belastet mich zusätzlich. Ich funktioniere nur noch und selbst Urlaub bringt keine richtige Erholung. Eine Pause zu machen sehe ich aber kritisch, wegen meines Alters. Mein Mann und ich möchten nun ins Ausland gehen, um eine neue Stimulation mit PGTA machen zu können. Das ist ein großer Schritt, und gleichzeitig belastet mich folgende Frage: Meine Ärztin in Deutschland hat mir zu einer Bauchspiegelung geraten, um eventuelle Endometriose-Herde entfernen zu lassen. Gleichzeitig soll eine erneute Gebärmutterspiegelung durchgeführt werden. Ich habe seit 15 Jahren starke Regelschmerzen, aber im Ultraschall sieht man nur die Adenomyose. Bisher haben mir alle Ärzte von einer Bauchspiegelung abgeraten. Ich habe einerseits Angst vor dem Eingriff, andererseits möchte ich es gern abgeklärt haben nach dieser langen Zeit. Ich frage mich sonst ständig, welchen Einfluss die Endometriose haben könnte. Eine Bauchspiegelung und die neue ICSI kurz nacheinander wirken auf mich gerade sehr bedrückend, da beides Eingriffe mit Narkose sind, die den Körper belasten. Hinzu kommen die Hormone und der psychische Stress. Wie schätzen Sie meine Situation ein? Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung. Herzliche Grüße N.