Frage im Expertenforum Kinderorthopädie an Dr. med. Wolfgang Remus:

Vojta Therapie

Dr. med. Wolfgang Remus

Dr. med. Wolfgang Remus
Kinderorthopäde
Frage: Vojta Therapie

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Hallo Dr. Remus, mein Sohn (3 Monate) hat seit der 2 Woche Tübinger Hüftschien (Dysplasie bds und Luxation rechts: Werte Anfang rechts 42°, links 51°, mittlerweile rechts 59°, links 60° nach 11 Wochen Schiene). Ich hatte genau das gleiche als Baby aber erst mit dem 11 Monat festgestellt, mittlerweile 26 mal operiert, Hüft-TEP rechts seit einem Jahr (23 Jahre). Jetzt sollen wir bei unserem Sohn die Vojta-Therapie durchführen. Was halten Sie von dieser Therapie? Holen das die Kinder nicht wieder auf im ersten Lebensjahr? Es tut mir weh ihm weh zu tun - es fällt mir sehr schwer! Vielleicht können Sie mir helfen, vielen herzlichen Dank! Mit freundlichen Grüßen Bianca und Sinan


Hallo Bianca und Sinan, bei den von Ihnen beschriebenen Winkelwerten ist die Behandlung mit der Hüftbeugeschiene (Bernauschiene) meistens sehr erfolgreich und führt einem normalen Hüftbefund. Nur in seltenen Fällen sind Gipsbehandlungen oder Operationen bei der Hüftluxation erforderlich. Was auf keinem Fall notwendig ist, ist eine Vojtatherapie. Mit der Hüftbeugebehandlung wird die Hüfte normal und das Kind motorisch in keiner Weise gestört, so dass jede zusätzliche Therapie, besonders bei Vojta unnötige Qual bedeutet. Ich bin hier ganz Ihrer Meinung. In jedem Fall sollte aber bei dann normalisierten Hüftbefund in regelmäßigen Abständen nachkontrolliert werden,weil man den Faktor der zu dem Hüftbefund geführt hat, ja nicht kennt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Remus


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