Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Abeck, ich benötige Ihren Rat bezüglich der Akne unseres 14-jährigen Sohnes. Seit etwa Februar dieses Jahres leidet er unter stärkerer Akne, insbesondere an den Wangen und Schläfen. Bereits im Winter zuvor hatte er unreine Haut, allerdings war diese noch nicht so ausgeprägt. Die Stirn sowie der Bereich von Nase und Kinn sind deutlich weniger betroffen. Im Frühjahr waren wir deshalb bei einem Hautarzt. Er verordnete uns Differin Gel 0,1 %, das wir seit mittlerweile etwa sechs Monaten jeden Abend vor dem Schlafengehen anwenden. Zusätzlich reinigen wir das Gesicht zweimal täglich mit der La Roche-Posay Effaclar Iso-Creme-Reinigung, von der Apotheke empfohlen. Gelegentlich trägt mein Sohn morgens noch Azelainsäure 20 % (Acmed) auf. Diese verwendet er allerdings nicht besonders gerne, da sie häufig ein Brennen verursacht. Ansonsten verträgt er die Produkte gut; es kommt weder zu Schuppungen noch zu ausgeprägter Trockenheit oder anderen sichtbaren Reizungen. Benzoylperoxid haben wir bisher nicht verwendet, da wir Bedenken wegen der möglichen Verfärbung von Textilien haben, Kuscheltier und Kleidung. Unter der Behandlung mit Differin hat sich das Hautbild zwar etwas verbessert, allerdings kommt es immer wieder zu neuen Entzündungsschüben, sodass wir insgesamt keine zufriedenstellende und anhaltende Besserung erreichen. Besonders beunruhigen mich die kleinen, teilweise löcherartig erscheinenden Vertiefungen auf den Wangen, die vor allem bei seitlichem Lichteinfall sichtbar werden. Unser Hautarzt meinte bei der letzten Untersuchung vor etwa zwei Monaten, dass bisher keine Narbenbildung erkennbar sei. Ich habe jedoch den Eindruck, dass sich insbesondere im hinteren Wangenbereich bereits kleine Dellen abzeichnen. Erholt sich das wieder? Was würden Sie uns in dieser Situation empfehlen? Sollte die bisherige Behandlung so weitergeführt oder angepasst oder um einen weiteren Wirkstoff vielleicht ergänzt werden? Und wie lässt sich beurteilen, ob es sich bei den kleinen Vertiefungen bereits um beginnende Aknenarben handelt? Es gibt ja auch orale Medikamente, halten sie das für sinnvoll bei dieser Akne? Für Ihren Rat und Ihre Einschätzung wäre ich Ihnen sehr dankbar. Viele Grüße!