Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Michael Radke:

Baby anale Schmerzen ?

Frage: Baby anale Schmerzen ?

Selee

Beitrag melden

Guten Morgen, ich wollte hier einmal unsere Situation schildern, weil wir langsam nicht mehr weiterwissen und vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Mein Baby ist 7 Monate alt. Im Dezember hatte er eine Analfissur. Laut Ärzten ist diese inzwischen verheilt und es ist nur eine oberflächliche, leichte Narbe geblieben. Es wurde auch eine Proktoskopie gemacht, dabei wurde nichts Auffälliges gefunden. Ein Kindergastroenterologe hat ebenfalls draufgeschaut und meinte, optisch sei alles unauffällig.   Allerdings wurde einmal erwähnt, dass der Darmausgang leicht verengt ist. Trotzdem hat unser Baby seit dem Tag der Fissur weiterhin Probleme: - Er zieht sehr oft hektisch den Po hoch, teilweise gefühlt alle paar Minuten.   - Das passiert beim Sitzen, aber auch im Liegen.   - Er kann nicht lange auf dem Po sitzen.   - Auch im Liegen spannt er den Po plötzlich stark an.   - Wenn der Darm voller wird, wird er deutlich quengeliger.   - Stuhlgang tut ihm weh, obwohl der Stuhl weich ist.   - Auch Furzen scheint weh zu tun.   - Vor dem Stuhlgang macht er oft Faxen, zieht die Beine an und presst.   - Nach dem Stuhlgang quengelt er noch eine Weile weiter, irgendwann wird es etwas besser, aber das Po-Zusammenziehen kommt immer wieder.   - Nach dem Kaka wirkt der Schließmuskel teilweise richtig verkrampft.   - Nachts wacht er oft auf und lässt sich ein paar Minuten schlecht beruhigen. Die Ärzte sagen, dass organisch alles gut aussieht und sie aktuell nichts weiter machen würden. Für uns fühlt es sich aber so an, als hätte er immer wieder Schmerzen im Afterbereich, weil dieses hektische Po-Hochziehen wirklich sehr häufig passiert – fast den ganzen Tag über, sobald er liegt oder sitzt. Vielen Dank schon mal 🙏


Prof. Dr. med. Michael Radke

Prof. Dr. med. Michael Radke

Beitrag melden

Da Sie keine konkrete Frage stellen, gehe ich auf die beschriebene Situation ein: Entscheidend ist, daß objektiv eine Krankheit ausgeschlossen wird. Das scheint nach Meinung der behandelnden Ärzte (einschl. Kindergastroenterologe) so zu sein.Wenn Sie unzufrieden sind, wäre folgende Maßnahmen zu diskutieren: 1. Vorstellung bei einem Kinderchirurgen mit besonderer Erfahrung in Proktologie (findet man meist an einer Universitätsklinik) 2. Beobachtung des Phänomens durch erfahrene Kinderkrankenschwestern. Dazu wäre u.U. eine 24stündige Aufnahme in einer Kinderklinik zu empfehlen, in der erfahrene Kinderkrankenpflegerinnen tätig sind. Good luck!


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.