kati.home
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, Unsere Tochter Lara ist jetzt 16 Wochen alt. Unser Kinderarzt hat uns gesagt dass sie ein Schreibaby ist und das man dagegen nichts machen kann, außer sich ein "dickes Fell" zu legen. Lara schläft am Tag nur 3 mal 40 Minuten. (insgesamt mit Nachtschlaf kommt sie auf 11 - 12 Stunden) Ist das ausreichend? Oder sollten wir nach dem Aufwachen versuchen dass sie nochmal einschläft? Da sie meistens mit einem sehr Schrillen Schreien aufwacht bekommen wir sie nur unter Schreien wieder zum Schlafen. Sobald wir sie hochnehmen ist sie hellwach. Wir haben bereits vieles versucht dass sie länger schläft wie z.B. Abdunkeln des Zimmers, im Hintergrund Schlafmusik, helleres Zimmer, zusammen mit Mama usw... Hat alles nichts gebracht. Nun haben wir von verschiedenen Seiten, den Rat bekommen zum Osteopathen zu gehen, was halten sie davon? Vielen Dank im voraus & Freundliche Grüße
Hallo, Ihr KiA sollte besser informiert sein. Schreibabys sollte es eigentlich gar nicht mehr geben. Es gibt inzwischen so viele Kenntnisse über die physischen wie psychischen Bedürfnisse eines Säuglings, dass die fatalistische Haltung "gegen das Schreien eines Säugling kann man nichts machen" völlig unangebracht ist (s. gezielter Suchlauf "Säuglingsschreien/Schreibaby"). In den ersten 3 Monaten stehen körperliche Probleme im Vordergrund, die zunähst einmal abgeklärt werden müssen. Das Kolikproblem ist das häufigste. Maßnahmen dagegen s. im gezielten Suchlauf unter "Trimenonkoliken". Nach dem 4. Monat spielen psychische Probleme eine immer größer werdende Rolle, wobei das unbehandelte Schreibaby jetzt im Vordergrund steht. D.h. man darf das Schreien des kleinen Säuglings auf keine Fall unbachtet lassen. Aber es gibt natürlich auch jetzt noch Ernährungsprobleme, Verdauungsstörungen (z.B. eine echte Kuhmilcheiweißallergie bei nicht gestilltem Kind usw.) und im Einzelfall auch statomotrische Probleme. Das alles gehört sich sauber abgeklärt. Die wichtigsten Gegenmaßnahmen sind Kontakthaltung zum Säugling, und rechtzeitige Bedürfnisbefriedigung. Neben dem Stillen spielt das Tragen eine entscheidende Rolle. Musik kann helfen, Ruhe und Herunterschalten von zu vielen Reizen sind hilfreich. Das Schlafpensum Ihrer Tochter liegt übrigens völlig im Rahmen. Daran brauchten Sie nichts zu ändern. Osteopathie ist ein neues Alternativangebot zur Schulmedizin, ähnlich wie die Homöopathie. Ihre Wirksamketi bewegt sich auf etwas dem gleichen Level. Leider müssen die Patienten viel für diese Hilfe bezahlen. Viele GRüße
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