Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Wie viel Anhänglichkeit ist normal (während der Ablösungsphase)?

Frage: Wie viel Anhänglichkeit ist normal (während der Ablösungsphase)?

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Mein Sohn Leo ist 1.5 Jahre, ein Krippenkind (seit er 5 Monate alt ist/ 3-4x wöchentl.). Wir leben 1000 km v. unseren Familien entfernt, im Freundeskreis gibt es keine Fam.mit Kindern. Mein Mann ist am WE berufl. unterwegs und nur wochentags zu Hause. Leo sieht ihn jeden Abend 1 Stunde intensiv, dann wird gespielt, gelacht und rumgetobt (die zwei und auch wir drei zusammen). Am WE bin ich mit ihm allein (hin und wieder mal ein Besuch bei einer Freundin). Seit gut 2 Monaten hat sich Leo's Verhalten geändert. Zwar befindet er sich im Ablösungsprozess, momentan oft zwischen Papa und mir hin-und hergerissen (was ja ein gutes Zeichen ist, oder?). Aber wenn jetzt Besuch kommt oder wir zu Besuch sind, klammert er sich panisch an mich, wimmert Mama u. hat Panik von mir getrennt zu werden. Ich lasse ihn gewähren und gebe ihm die Sicherheit, aber ein norm. Gespräch ist dabei nicht mehr möglich. Ausnahme; wenn Papa dazukommt, dann lässt er sich mit Spielen ablenken. Was kann das zu bedeuten haben


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es könnte z.B. sein, dass sich bei Ihrem Sohn jetzt schon und damit etwas früher als gewöhnlich das Bewusstsein regt, zur Selbstfindung sich von der Mutter endgültig lösen zu müssen. Das erzuegt noch einmal eine gewisse Angst ("Wiederannäherungskrise"), die in der fremden Umgebung und bei fremden Menschen verstärkt wird. Dazu kommt, dass Ihr Sohn vermutlich kaum die Anwesenheit von fremden Menschen gewöhnt ist. Es ist richtig, dass Sie in diesen Momenten Ihren Sohn auf den Arm nehmen und trösten, auch wenn dadurch die Kommunikation mit den anderen Leuten etwas eingeschränkt ist. Das Verhalten wird dadurch aber schnell vorübergehen. Viele Grüße


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