Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Wie lange in den Schlaf begleiten?

Frage: Wie lange in den Schlaf begleiten?

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Hallo Herr Posth Wie lange sollte man ein Kind in den Schlaf begleiten bzw wie lange braucht oder verlangt ein Kind das?Laura ist jetzt 17 Monate alt, schläft bei mir im Bett und braucht im Moment obwohl ich neben ihr liege und sie müde ist eine dreiviertel bis eine Std. zum Einschlafen.Sobald ich rausgehe fängt sie an zu schreien und von ihrem Papa lässt sie sich auch nicht ins Bett bringen. Mir wird das allmählich zu viel, werde auch ungeduldig und schimpfe leider auch manchmal mit ihr,weil sie einfach nicht liegenbleibt,rumturnt oder ihr Gesicht fest gegen meins drückt,was wehtut. Ansonsten ist sie ein fröhliches Kind,ich beschäftige mich viel mit ihr und sie wird im Sinne dieses Forums erzogen.Deshalb will ich sie auch nicht einfach weinend im Bett zurücklassen.Ist das eine Phase und wielange braucht sie mich erfahrungsgemäss noch zum Einschlafen? Vielen Dank für Ihre wertvolle Arbeit hier im Forum. Schönen Gruss, Anja.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, im Moment, also mit etwa 1 1/2 wird diese Anhänglichkeit noch einmal verstärkt durch das einsetzende Ichbewußtsein, welches die endgültige Trennung vom eigenen Selbst und mütterlichen Selbst hervorruft. Dieser innere Vorgang ist mit einer Verunsicherung beim Kind verbunden, die es noch einmal richtig "klettig" machen kann. Danach aber, wenn es auf den 2. Geburtstag zugeht, löst sich diese Anhänglichkeit und macht immer mehr der Loslösung platz, die aber über den Vater auch kommen muß. Im 3. Lebensjahr ersetzt das Rufprinzip immer mehr die Anwesenheit eines Elternteil beim abendlichen Einschlafen. Aber erst im 4. Lebensjahr schafft es das Kind, durch sog. Selbstregulation (der eigene Gefühle) auch ganz ohne die Rücksicherung bei den Eltern einzuschlafen. Also ein bißchen sollten Sie noch durchhalten, aber das immer mehr mithilfe des Vaters. Viele Grüße


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