Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, ich habe 2 Kinder mit einem geringen Altersunterschied. Sie haben viele gleiche Interessen. Natürlich streiten sie auch, aber sie spielen auch ganz lieb zusammen. Im ersten Jahr war der jüngere sehr anspruchsvoll und verlangte fast meine ganze Aufmerksamkeit. Ich gewöhnte mir zwangsweise an, den Haushalt liegen zu lassen. Nun, da auch der Kleinere (1,5 J.) gut alleine oder mit dem Bruder spielen kann, möchte ich den Haushalt wieder etwas ordentlicher und auch wieder etwas Zeit für mich (Zeitung lesen oder in Ruhe Kaffee trinken, ohne dass mich ein Kind arg stört). Aber ich habe nun immer ein schlechtes Gewissen, obwohl die beiden eigentlich ganz toll ohne mich spielen. Sie kommen dann auch ganz selten und wollen etwas von mir. Ist das in Ordnung so, dass die Mutter sich, sobald Kinder andere Spielpartner oder eben Geschwister zum Spielen haben, "nur" mehr um den Haushalt kümmert und natürlich Ansprechpartner, aber nicht mehr Spielpartner ist? Zwischendurch schlage ich natürlich schon auch vor, dass wir gemeinsam ein Buch lesen oder etwas Musik hören.. Wir sind auch viel draussen, am Spielplatz, spazieren, im SChwimmbad. Aber eben wenn wir zuhause sind, möchte ich mich eher um den Haushalt kümmern, als irgendwo am Boden Lego zu spielen. Was also genau ist die Aufgabe der Mutter? Andrea
Liebe Andrea, das hört sich alles sehr vernünftig und auch ganz üblich an, was Sie schreiben. Der gesamte Haushalt, den Sie vermutlich allein bestreiten, ist auch ein Beruf, den sie neben den Kindern ausfüllen. Daher stehen Ihnen Momente der Ruhe und des Rückzugs zu. Sie sehen, wie gut es ist, wenn man zwei Kinder hat, die sich einigermaßen vertragen und miteinander spielen. Sie müssen nicht permanent Gesellschafterin Ihrer Kinder sein. Das sind Sie ja oft genug. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo, ich denke das ist o.k. - vor allem solange ein Spielpartner da ist. Sei froh, das deine Kinder so gut miteinander auskommen! Finde ich toll. Erst wenn deine Kinder anfangen sich zu langweilen - oder ihr "nicht-glücklich-sein" auf andere/ agressive / störende o.ä. Weise kundtun, ist etwas in der Partnerschaft zu deinen Kindern nicht in Ordnung. So wie du es beschreibst, hört es sich für mich bestens an. Stella