Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Unsere Tochter quakt bei jeder Kleinigkeit wie können wir Ihr das abgewöhnen?

Frage: Unsere Tochter quakt bei jeder Kleinigkeit wie können wir Ihr das abgewöhnen?

octronesse

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Sie ist gerade 4 J, Familienbett, 15 M. gestillt, Vater kümmert sich, trotz dem eher Mama-bezogen. Fremdbetreuung erst mit 3, sanfte Ablösung, sie ist ein tolles Mädchen. Wir haben folgendes Problem: Sie ist sehr wehleidig und versucht viele Sachen mit Weinen durchzusetzen. Es sind meist nur Kleinigkeiten oder Dinge, die Ihr nicht gelingen, dann wird ein „jauliger“ Ton angeschlagen. Es gelingt uns mittlerweile nicht immer ruhig zu reagieren, manchmal eskaliert es und Sie bekommt richtige Wutausbrüche, wenn wir auf das „Gequake“ nicht eingehen, und wir sind genervt. Warum tut Sie das, was haben wir falsch gemacht und wie können wir Ihr das wieder abgewöhnen? Zuspruch, Erklärungen, es ignorieren, nichts fruchtet? Oft ist Sie auch sehr unselbstständig, will sich nicht alleine aus-, und anziehen, nach dem Klo abwischen, die Nase putzen usw. Sie kann das alles durchaus, will es aber nicht. Andererseits ist Sie selbstständig genug um für vier Nächte auf Kiga-Reise zu fahren. Bitten um Rat!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das klingt nach einer inneren Unausgeglichenheit, wenn einerseits viel Selbstständigkeit bewiesen wird, wie bei der Ki-ga-fahrt und andererseits zu Hause ein weinerlich quengeliger Ton angeschlagen wird. Es wird vermutlich aber auch eine gewisse Veranlagung mit einzurechnen sein. Defensiv und eher introvertierte Kinder versuchen auf diese Weise zu ihrem vermeintlichen Recht zu gelangen. Das Ignorieren solcher Haltung führt meistens zu einer Verstärkung und zu einer wütenden Eskalation. Geschickter wäre es, das Gejammere freundlich zu rügen und erst dann zu reagieren, wenn das Kind einen angenehmeren Tonfall angeschlagen hat. Aber es wäre auch zu klären, was die Ursache der Unausgeglichenheit sein könnte. Gründe dafür gibt es viele. Ich müsste mehr über Ihr Familienleben wissen, um dazu etwas sagen zu können. Viele Grüße


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