Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

trotz

Frage: trotz

bebe.bluna

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S.g. Dr. Posth T17 M. Bisher ist es mir nicht gelungen Trotzanfälle gut zu vermeiden. Vielleicht haben Sie einen Tipp wie ich das besser angehen könnte. Im Normalfall wird T beim spazieren gehen irgendwann (obwohl ich immer mit ihr dahin gehe, wohin sie will und sie sich alles so lang anschauen kann, wie sie lust dazu hat) quengelig (wahrscheinlich wohl weil sie müde wird, aber zu aufgeregt zum schlafen ist vor lauter sachen, die man anschauen kann), ich versuche sie abzulenken und steuere in richtung heimweg. das funktioniert meistens eine zeitlang. irgendwann jedoch bricht sie in tränen aus, und weint bitterlich, will von meinem arm, dann doch wieder in meinen arm usw. sie strampelt und tritt. drohen und schimpfen habe ich probiert, irgendwie wird dadurch alles nur schlimmer. zu hause ist sie dann sofort wieder normal und lustig. ist sie weinend am arm heimtragen schon mit sozialem trennen vergleichbar? ich weiß mir nur nicht anders mehr zu helfen.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es ist nicht das Ziel, möglichst alle Trotzanfälle zu vermeiden. Trotz ist ja wichtig für das Selbstempfinden und die Ausbildung der späteren Persönlichkeit. Was man aber tun sollte ist, Dinge zu vermeiden, von denen man sicher weiß, dass sie große Unlust beim auslösen und geradewegs auf einen Trotzanfall zusteuern. Notfalls muss man den Spaziergang abkürzen oder geht gar nicht erst so weit weg. Kinder wissen oft nicht, was sie wirklich wollen und springen dann in ihren Entscheidungen hin und her (Ambivalenzkonflikt). Dann ist es oft besser, man selbst setzt sich durch und hilft damit dem Kind aus seinem Konflikt. Ist der Trotz abgeklungen, sind die Kinder eher dankbar für dieses Vorgehen. Ein weinendes Kind heimtragen hat mit sozialem Trennen nichts zu tun. Es weined irgendwo zurücklassen allerding schon. So etwas darf nicht vorkommen. Viele Grüße


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