Mitglied inaktiv
Hallo! Unser Sohn (6 1/2 M. alt) hat eine diagnostizierte Regulationsstörung. Er kann keine Sekunde ruhig liegen, nicht einmal beim Stillen. Da turnt er um meine Brust herum und wird zornig, wenn er meine Brutwarze dabei verliert (kann so also nicht beruhigt werden), dennoch möchte er ständig gestillt werden. Ich (erakzeptiert nur mich!) muss mich mit ihm Schlafen legen, damit er länger als 10 Min schläft. Dabei darf ich mich nicht bewegen, sonst wacht er auf. (Manchmal liege ich 2 h regungslos wach neben ihm) Lege ich mich nicht mit ihm hin, wacht er auf und brüllt hysterisch, weil er meint, ich habe ihn alleine gelassen. Zum Einschlafen muss ich ihn in die Tragehilfe geben. In der Nacht wacht er auch mehrmals auf, schläft sehr unruhig, kratzt sich immer wieder am Kopf, ich muss ihn ca. alle 4 h stillen oder aufstehen und ihn durch Tragen beruhigen. Er spielt auch nicht alleine. Ich bin mit meinen Kräften bald am Ende. Was soll ich tun und v.a. wie kann ich ihn zum SPIELEN bringen?
Stichwort: Regulationsstörungen Hallo, was mich sehr interessierte wäre, wer die Diagnose Regulationsstörung gestellt hat, und was Ihnen geraten worden ist, dagegen zu tun. Zweifellos gibt es solche Kinder, die ihren Bedürfnissen und Regungen mehr oder weniger hilflos ausgeliefert sind (Impulsivität) und dadurch auf die adäquaten Hilfemaßnahmen der Bezugsperson(en) dringend angewiesen sind (Ko-Regulation). Solche Kinder bezeichne ich lieber als die mit dem "schwierigen Temperament". Damit wird eine "Pathologisierung" zunächst einmal vermieden, das heißt, die Kinder sind nicht krank und haben auch keine definierbare Störung. Sie sind nur psychisch anfälliger. Für die Eltern hat das eine große Bedeutung. Denn Sie erfahren auf diese Weise, dass ihr Kind trotz seiner anstrengenden Verhaltensweisen ein normales gesundes Kind ist, dass einfach nur ganz viel Zuwendung und Einfühlungsvermögen braucht. Dabei braucht die Mutter als Hauptperson aber viel Unterstützung aus der Familie, angefangen beim Vater und noch nicht endend bei der Großmutter. Herumtragen als Stillalternative, wenn noch nicht Zeit für neue Nahrungsaufnahme ist, ist essentiell und damit ein entscheidender Baustein in der "Behandlung". Das viele "Anlegen" ist schwierig, weil a) der Säugling gar nicht immer Hunger hat, sondern "nur" nuckeln möchte, b) die Mutter ständig blockiert ist und c) sich die Brustwarzen leicht entzünden. Also sollte ein solcher Säugling frühzeitig an einen Nuckel und ein Tee-Wasserfläschen gewöhnt werden. Einschlafprobleme sind bei solchen Säuglingen noch größer als bei den weniger unruhigen. Sie brauchen also Abschirmung, einen abgedunkelten Raum ohne große Geräusche oder einen mit nur monotonem Geräusch (dazu gibt es viele Baby-Legenden). Auch die Anwesenheit der Bezugsperon ist für diese Kinder wichtiger als für andere. Aber was man hier investiert, zahlt sich später 100fach aus. Denn säuglinge mit schwieirigem Temperament, sind auch im weiteren Kindesalter sehr viel schwieriger als andere, wenn sie nicth als Säuglinge richtig aufgefangen worden sind. Viele Grüße und schreiben Sie mir noch einmal.
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