Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe in letzter Zeit einiges über Bindungsverhalten gelesen und bin etwas verunsichert. Wie kann ich eine sichere oder unsichere Bindung erkennen und was kann man im Falle einer unsicheren Bindung tun? Unser Sohn Niklas wurde Anfang Juni 2008 geboren. Bis zum Februar 2009 wurde er noch nie von einer anderen Person betreut als von mir und meinen Mann. Sobald ich den Raum verlassen habe, hat er gleich angefangen zu weinen. Im Februar 2009 sind wir bei den Großeltern von Niklas eingezogen. Niklas sieht seine Oma jetzt täglich. Wir haben ihn langsam an die Oma gewöhnt und ihn immer etwas länger mit ihr alleine gelassen, jetzt bis zu 1 -2 Stunden. Seit einiger Zeit weint er nicht mehr, wenn ich das Zimmer verlasse. Er fremdelt nicht und lässt sich von jedem auf den Arm nehmen ohne zu weinen. In der Krabbelgruppe war er seit Februar einige Wochen lang extrem anhänglich. Ich nicht sicher, ob er sich freut, wenn er mich nach der Trennung wiedersieht. Vielen Dank.
Hallo, zunächst eimal spricht alles im Verhalten Ihres Sohnes für eine sichere Bindung, wie Sie auch aus den zahlreichen Antworten hier im Forum im Vergleich entnehmen können (gezielter Suchlauf unter "sichere Bindung"). Jetzt mit 1 Jahr kommt Ihr Sohn in die Entwicklungszeit der Loslösung! Da gelten dann etwas andere Gesetzmäßigkeiten. Der Vater wird da besonders wichtig. Wenn Sie sich mit Ihrem Sohn zusammen in der Spielgruppe aufhalten, kann er jederzeit zu ihnen zurück, wenn es ihm zu heikel wird. So kann in ihm in seinem Bindungsgeschehen nichts passieren. Der Bindung versichert er sich durch seine Anhänglichkeit. Daher sollten Sie ihm diese gewähren. Je sicherer er sich in der Bindung ist, desto mutiger kann er auf Neues zugehen (auch auf neue und unbekannte Menschen). Viele Grüße
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