Mitglied inaktiv
Habe vor kurzem mit meinem 3 1/4 Jahre alten Sohn einen Probetag bei der Waldorfschule mitgemacht. Fand, dass er schoen allein im Singkreis mitmachte, sich wohlig in der Kissenecke waelzte und an der Hand mit der Kigaertnerin und anderen Kindern zur Toilette ging. Er hat natuerlich den Braten gerochen, dass ich gehen koennte und wollte mich beim Snack neben sich sitzen haben. Und als ich andeutete, dass ich jetzt gehe, weinte er, was ich nicht schoen fand, aber trotzdem fuer ein ganz normales Verhalten halte. Ich meine, dass hat nichts mit der Reife fuer den Kigharten zu tun. Bin halt bis zum Schluss dabei geblieben. Trotzdem meinte die Kigaertnerin, er sei noch nicht so weit fuer den Kigarten. Sie sei es nicht gewohnt, dass Kinder in ihrer Klasse weinen. Das kann ich einfach nicht glauben!! Was meinen Sie dazu? Welche Kriterien beurteilen, ob ein Kind reif ist fuer den Kigarten, oder nicht? Vielen Dank fuer Ihre Antwort.
Hallo, lassen Sie sich nicht beirren. Eine Pädagogin, die von sich sagt, sie sei es nicht gewohnt, wenn ein Kleinkind im Ki-ga nach der Mutter weint, hat nicht viel von Ihrer Aufgabe verstanden. Da hilft auch R.Steiner nicht, der darüber ohnehin sehr besondere Ansichten hatte. Von moderner Entwicklungspsychologie jedenfalls sind seine Ideen meilenweit entfernt. Ihr Sohn hat sich völlig normal verhalten, auch wenn es schon forschere und vielleicht auch selbstbewußtere Kinder gibt. Aber wenn Sie eine Erzieherin finden, die die Prozesse der snaften Ablösung versteht, werden Sie überhaupt kein Problem mit Ihrem Sohn im Ki-ga haben. Viele Grüße
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