Mitglied inaktiv
Hallo! Meine Tochter wird bald 4 und geht seit einer Woche wieder in den Kindergarten. Ich habe sie vorher aus einer anderen Einrichtung herausgenommen, da sie ihr Verhalten extrem auffällig verändert hatte. Das Personal hat erst auf mein Nachfragen hin, ihr Verhalten als bedenklich bewertet und da, war das Kind schon in den Brunnen gefallen. Nun befürchte ich, dass sie auf den neuen Kindergarten wieder mit Verlustängsten reagiert. Sie ist z.Z. extrem empfindlich, was die Berührung von anderen Kindern angeht. Beim kleinsten Kontakt (versehentliches Anstoßen oder im Vorbeigehen gestreift werden) beginnt sie zu weinen. Leider weiß ich nicht mehr, wie ich noch darauf reagieren soll. Ich möchte ihr weiterhin zeigen, dass ich sie sehr liebe, aber die entwickelt eine manipulative und inakzeptable Verhaltensstruktur an den Tag zu legen. Ich fühle mich von meiner eigenen Tochter emotional erpresst. Können Sie mir einen Rat geben. Ich bin verzweifelt.
Hallo, warum fühlen Sie sich erpreßt? Damit unterstellen Sie Ihrer Tochter, sie zeigte dieses Verhalten absichtlich, um etwas bei Ihnen zu erreichen. Was aber wäre das? Daß sie nicht in den Kindergarten muß? Daß Sie noch bei Ihr bleiben im Kindergarten, bis sie sich ablösen kann? Wenn das tatsächlich so wäre, dann müßten Sie sich fragen, warum Ihre Tochter noch nicht so weit in der Sozial- und Selbständigkeitsentwicklung ist, und wie man das verbessern kann. Vordringlich, indem man als Eltern mit seinem Kind über diese Ängste spricht und sie durch sanfte Ablösungsmanöver überwindet. Wären Sie der Auffassung, daß das eigentlich nicht der Grund sein kann, dann müßten Sie sich fragen, was hinter der "Berührungsangst" durch andere Kinder steckt. Ich könnte mir denken, daß Sie allein in diesen Punkten nicht gut weiter kommen, und Sie sollten sich vielleicht einem den Rat einer Beratungsstelle für Erziehungsfragen einholen. Solche Stellen gibt es in jeder Stadt oder Gemeinde. Viele Grüße
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