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Hallo Herr Dr. Posth, mein Sohn, knapp 2,5 Jahre alt, wird von mir (oder dem Papa) immer in den Schlaf begleitet. D. h., wir sitzen am Bettchen bis er schläft, das kann bis zu einer Stunde dauern. Abends müssen wir ihm dazu auch noch die Hand geben oder manchmal auch über Rücken oder Kopf streicheln (er verlangt danach). Mittags schläft er am besten ein, wenn ich mich zu ihm ins Gitterbettchen lege. Ich mache das auch gerne (meistens). Meine Frage ist nun: Ist es problematisch, dass er meine Hand braucht zum Einschlafen? Wird die Entwöhnung dann nicht sehr schwierig? Sollte ich das abstellen? Natürlich möchte ich auch, wenn er 3 oder 4 Jahre alt ist, aus dem Raum gehen können, ohne dass er mich zum Einschlafen braucht. Oder sollte dies bereits früher erfolgen? ÜBrigens habe ich mir gerade ihr Buch bestellt - bin sehr gespannt! Danke im voraus und Grüße Liese
Liebe Liese, hoffentlich sind Sie inzwischen glücklicher Besitzer meines Buches. Es wird Ihnen vieles noch einmal klar machen von dem, was ich hier im Internet-Forum vertrete. Die Einschlafbegleitung ist ein Form von Gewohnheit, die zu Vertrauen führt. Erst wenn dieses Vertrauen fest im Kind verankert ist, kann es auf solche Rituale und auf die unmittelbare elterliche Nähe in der Nacht langsam verzichten. Daher diese 3-4-Jahresgrenze. Habituationen hingegen sind ganz anders zu beurteilen. Wenn Ihr Sohn also beständig Ihre Hand halten muss, um einschlafen zu können, dann kann das sein, dass er ohne diese Gewohnheit nur schlecht einsschlafen kann. Daher sollte man solche -oft wie zwanghaft- ausgeführten Handlungen schrittweise abstellen und amdere, weniger verfängliche Handlungen anbieten, z.B. am Ohr eines Teddys knibbeln oder an einem Schmusetuch lutschen. Die hier missbrauchten Gegenstände erfüllen die Funktion eines Übergangsobjektes. Viele Grüße
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