Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

erneute Anhänglichkeit

Frage: erneute Anhänglichkeit

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Lieber Dr. Posth, kurzer Überblick: unser Sohn ist 18 Monate alt, war als Säugling sehr irritierbar, schrie viel und angstvoll, schlief wenig und unruhig, fremdelte schon mit 3 Monaten. Seine Emotionen drückte er von Anfang an äußerst heftig aus(sehr lautes Schreien, heute beim "Trotzen" ebenfalls heftiges Schreien mit auf den Boden werfen).Er schlief und schläft bis heute bei uns im Bett, wurde als Säugling fast ständig getragen u. wir haben ihn nicht schreienlassen. Das Fremdeln hielt bis ca. zum 10 Monat an, ab dann war er weit entspannter und offener Anderen gegenüber, auch sonst war er viel ausgeglichener. Ansonsten ist er ein aktiver u neugieriger Junge. Mein Mann war von Anfang an aktiv beteiligt und der Kleine war vom ca. 10.- 16. Monat ein richtiger Papa- Fan (dieser war bei Anwesenheit interessanter als ich). Seit ein paar Wochen ist es nun umgekehrt, allerdings sehr heftig. Ohne mich geht nichts mehr! Uns ist kein Vorfall bewusst als Auslöser. Wie schätzen Sie es ein? Danke


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Selbstentdeckung Hallo, Ihr Sohn befindet sich im Moment ganz offensichtlich in der Phase, die in der tiefenpsychologischen Terminologie als Wiederannäherungskrise bezeichnet wird. Diese "Krise" (im eher positiven, entwicklungsfödernden Sinne) bezeichnet den Moment im leben eines Menschen, in dem ihm sein Selbst als einzeln lebendes Wesen bewusst wird. Das löst vorübergehend Ängste aus, zumindest aber Verunsicherung und lässt eher ängstlich veranlagte Kinder (sie haben Ihren Sohn ja genau so beschrieben) ein Zeitlang wieder anhänglich werden. Wenn Sie als Mutter sich dem gegenüber positiv einstellen, geht die Phase ziemlich bald vorüber und die Loslösung unproblematisch weiter. Viele Grüße


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