Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Einschlafen

Frage: Einschlafen

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Lieber Dr. ! Wir (mein Mann und ich) sind sehr glücklich mit unserem süßen 4 Wochen alten Baby. In den ersten zwei Wochen hat er sehr viel geschlafen, meist ist er gleich nach dem Stillen an meiner Brust óder auf Papis Bauch eingeschlafen. Vormittags (Wache Phase) singe und spiele ich mit ihm, und wenn ich merke er wird müde, lege ich ihm in sein Bettchen. Nur, da hat er was dagegen. Er schlummert schon friedlich in meinen Armen, kaum lege ich ihn in sein Bettchen ist er nach spätestens 10 min hellwach und gibt dies auch lautstark kund. Meist versuche ich ihn dann erstmals mit Streicheleinheiten zu beruhigen, dann kommt der Schnuller und wenn alles nichts hilft, nehm ich ihm heraus und kuschle in nochmal in den Schlaf. Sollen wir ihn weiterhin auf unserem Bauch (er braucht anscheinend unsere Nähe) einschlafen lassen oder fördere ich so spätere Schlafstörungen? lG Lory


Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Lory, ein Säugling braucht natürlich immer die Nähe seiner Bezugspersonen, also der Eltern, und nur selten kann er auch einmal ein bißchen allein vor sich hin spielen. Da sein Schlafverhalten in diesem Alter ohnehin noch nicht sehr stabil ist und sein Interesse an der Umgebung nun stetig wächst, möchte er am liebsten ständig herum getragen werden. Nur wenn er einmal richtig tief eingeschlafen ist, schläft er auch in einem völlig ruhig da stehenden Bettchen weiter. Ursprünglich gab es übrigens gar keine Kinderbetten, sondern nur Wiegen. Das Wiegeprinzip kann bis zu einem gewissen Grad das Herumgetragenwerden ersetzen. Ein Bett auf Rädern tuts auch. Aber bis zu einem halben jahr, bis also der Säuglöing langsam mobil wird, gehört das herumtragen wie das Gestilltwerden zu den wichtigsten Beruhigungsmaßnahmen (Arm/Tragetuch/Babybjörn). Ein Verwöhnen kommt dadurch nicht zustande, denn der Säugling wertet diese Gunst nicht als besonderen Vorteil, sondern wie das Gestilltwerden als Normalzustand. Viele Grüße


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