Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Post, unser Kleiner schlief immer gern mit Flasche ein, hilft jetzt auch nicht mehr. Jetzt ist er unten todmüde und oben dreht er wieder auf. Trotz Dabeisitzen und Streicheln und "SCH" läßt er keine Ruhe. Reibt die Augen und däumelt- ist also sichtlich müde aber kommt nicht zur Ruhe. GEhe ich,sitzt er schreiend im BEtt. DAs Ganze geht mehrfach bis ich oft bis zu 30 MIn. daneben sitze und ihn be"SCH"e. Es muß doch möglich sein, daß er bei dieser Müdigkeit und liebevollen Verabschiedung "den Rest" alleine hinkriegt. Was mache ich falsch? Die Zahnschmerzen sind nicht mehr der Grund, Zahn ist da. Außerdem weint er ja auch nicht vor Schmerzen sondern vor Einsamkeit. Ist ja super drauf. Vielen DAnk für Ihren Tipp Barbara
Liebe Barbara, Sie irren, wenn Sie sagen, den "Rest kriegt er doch schon allein hin". Der "Rest" ist das Entscheidende, nämlich das eigentliche Einschlafen. Gerade dafür braucht Ihr Sohn die Anwesenheit und Nähe der Bezugsperson. Das gehört also unabdingbar zum Einschlafritual (Stichwort). Haben einmal genau beobachtet, wie ein Säugling oder Kleinkind einschläft? Jedesmal, wenn die Augen zugefallen sind, werden sie noch ein paar Mal ängstlich aufgerissen, um sich zu vergewissern, daß Mutter oder Vater noch am Bett sitzen. Sind sie aber schon fort, wird sofort nach Ihnen gerufen und zur Not geschrien. Aber das hat nichts mit Kommandieren zu tun, sondern einzig mit der Angst, verlassen worden zu sein. Ist diese Angst aber einmal eingerissen, begleitet sie das Einschlafen immer wieder und die Schwierigkeiten hören nicht auf. Es geht also nicht an einem geduldigen Abwarten, bis der Tiefschlaf eingesetzt hatm vorbei. Alle diese kleinen Opfer, die man als Eltern jetzt für sein Kind bringt, zahlen sich später doppelt und dreifach aus. Oder wollen Sie später ein trennungsängstliches Kind, das an nichts teilnimmt, weil es sich immer ängstlich an den mütterlichen Rockzipfel klammern muß? Viele Grüße
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