Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, mein Sohn Fynn ist seit 2.9. in einer Kita. Es lief von Anfang an sehr schleppend, obwohl ich auf einer stillen Couch da bleiben durfte. Er lag drei Tage nur auf den Rücken. Sonst krabbelt er schon, sitzt selbständig und zieht sich an Tischen hoch und läuft. Nun bin ich schon seit zwei Wochen immer für eine halbe Stunde weg und er schreit die komplette Zeit (mal zornig mal wimmernd) durch, nachdem ich mich verabschiedet habe, was die Erzieher so möchten. Erst wenn ich zurück komme, beruhigt er sich. Den restlichen Tag über hängt er an mir oder am Papa. Er lacht weniger, mit Fremden gar nicht mehr und geht auch nicht mehr auf deren Arm. Bei der Oma kann ich ihn nicht mehr alleine lassen, ohne dass er weint, voher ist er öfter für eine Stunde alleine dort gewesen. Habe ich Grund zur Sorge, dass Fynn den Trennungsschmerz nicht überwinden kann und einen Schaden davon erleidet? Haben Sie Tipps für eine sanfte Eingewöhnung? Bis Jahresende habe ich Zeit. Danke u. Gruß
Hallo, ganz offensichtlich kommt Ihr Sohn bislang überhaupt nicht klar mit den Versuchen der frühen Fremdbetreuung. Der Fehler liegt vermutlich an zwei Dingen: erstens nutzt die stille Couch für Ihr Dabeibleiben nichts, denn Sie müssen aktiv sein und nicht passiv herumsitzen. Zweitens muss sich die Tagesmutter/Erzieherin aktiv! um Ihren Sohn bemühen und nicht darauf warten, dass dieser zu ihr gekrabbelt kommt. Die sanfte Ablösung bei einem noch fremdelnden Säugling ist noch behutsamer vorznehmen als bei einem 2-jährigen Kleinkind. Sie dürfen so nicht weiter machen, denn Sie haben sonst am Jahresende ein großes Problem mit Ihrem Sohn. Die Trennungsangst fängt jetzt schon an, sein Wohlbefinden und sein Normalverhalten zu stören. Sprechen Sie mit der Erzieherin sehr enrsthaft darüber. Viele Grüße
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