Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Antipathie

Frage: Antipathie

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Lieber Doktor, sehr selten, aber dann um so deutlicher, lehnt mein zweijähriger Sohn jemanden ab. Leider eine über 80jährige Tante, zu der ich immer ein besonders enges Verhältnis hatte. Nun steht ein Besuch bevor und mir graut: Sie nimmt seine Abwegr ("Helga - nein!", "Helga weg!") sehr persönlich (bis hin zum Geschenk wieder einstecken). Eigentlich möchte ich ihm überlassen, wo und bei wem er lieber auf Distanz geht (Von küssen u.ä. natürlich ganz zu Schweigen), andererseits sind das wirklich quälende Stunden. Kann man da überhaupt von einem 28Monate-alten Kind etwas wie "Beherrschung" verlangen?? Die Frage ist mir auch deshalb wichtig, weil ich den Eindruck habe das ähnliche Situationen zunehmen und ich keine Ahnung habe, wann so etwas wie Höflichkeit beginnen kann (Danke, Bitte, Tschuldigung ist ihm allerdings fast selbstverständlich)?? Danke für Ihre Antwort!!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Annette, Dinge wie Höflichkeit oder Rücksichtnahme sind bei Kleinkindern noch ohne Kategorie. Das sind hohe gesellschaftlich Umgangsformen, die selbst viele Erwachsenen nicht sicher beherrschen. Es wird schon seinen Grund haben, warum er seine Großtante meidet. Vielleicht ist sie ihm direkt zu Nahe gekommen, oder sie benutzt ein gräßliches Parfum, wer weiß. Das einzige, was Sie tun können, ist mit Ihrer Tante zu reden, wie diese sich kindgerechter verhalten kann und ihren Großneffen zurückgewinnen. Nette alte Damen haben eigentlich immer Pluspunkte bei kleinen Kindern. Viele Grüße


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