Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Angst vor Opa

Frage: Angst vor Opa

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, vielen Dank für Ihre Antwort! Meine Tochter (15 Monate) ist ihrem Opa, den sie seit Geburt eigentlich regelmäßig (ein- bis mehrmals die Woche) sieht, gegenüber recht skeptisch. Sie mag nicht auf den Arm, an seiner Hand laufen, spielt aber auf dem Boden mit ihm. Folgende Situation: Opa bietet ihr an, mit ihm zu laufen, sie will nicht (zeigt sie durch Mimik, Gestik und Verhalten), er bittet sie, sie will nicht, will zur Tante. Da Tante aber nicht will, entscheidet sie sich eben für Oma. Oma will sie Opa übergeben, sie sieht mich fast panisch an, ich nehme sie auf den Arm (sie hat Herzrasen, beruhigt sich wieder, Opa ist beleidigt). Ich biete Opa ein Spiel ohne dauernden Körperkontakt an. Meiner Meinung nach sollte sie sich verweigern dürfen und Opa sich dann eben lieber anders mit ihr beschäftigen. Ist das falsch? Ist das eine Phase (dem anderen Opa und Onkel gegenüber, die sie aber nicht so oft sieht, ist sie auch reserviert)? Danke! Mfg Katrin


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Katrin, es ist zwar schade für den Opa, dass er im Moment "nicht den Gechmack seiner Enkelin trifft", aber so etwas kommt vor und daran ist auch zunächst nicht zu ändern. Das sind zunächst reine Sympathiefragen, und ein Kleinkind kann nicht erklären, warum ihm der eine Mensch sympathisch erscheint und der andere nicht. Es gibt auch so etwas wie eine gewisse Scheu, was Männer angeht bei ganz kleinen Kindern. Ob es etwas mit der tiefen Stimme zu tun hat oder der häufig raueren Art der Männer bleibt ein Geheimnis der Kleinen. Aber je freundlicher und zugewandter sich die scheinbar abgelehnte Person verhält, desto schneller erwärmt sich das Kind auch für sie. Kontakt erzwingen macht die Sache ganz schlecht. Gemeinsames Spielen ist ein guter Weg. Das Kind entscheidet, wie nah die andere Person ihm kommen darf. Viele Grüße


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