Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Ablösung falsch?

Frage: Ablösung falsch?

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Lieber Dr. Posth! Meine To ist 13 1/2 MO alt, sehr aufgeweckt, spricht viel, läuft. Nun ist meine Befürchtung, dass sie durch unsere Besuche bei meinen Eltern bei der Loslösung eine falsche Richtung einnehmen könnte. Seit dem letzten Besuch (4 Wo, 2 Wo ohne Vater) vertseht sie sich mit meiner Mutter bestens, was wünschenswert und erfreulich ist, aber sie ist 800 km von uns weg und wir sehen uns nur sporadisch. (ca. 1x/2 Mo). Unmittelbar nach diesem Besuch hat sie sichtlich weniger Interesse an ihrem Vater gezeigt, freute sich aber wahnsinnig über die Telefonate/Skype mit meiner Mutter, danach war sie aber völlig durcheinander, genauso wie damals in Ungarn, wo mein Mann mit uns Kontakt aufnahm. Mittlerweile stellte ich diese Kontakte komplett ein, wegen Angst,dass To. sich meine Mu als Loslösungsperson ausgeguckt hat und sie ist nicht da, bzw. mein mann sollte diese "Rolle" einnehmen. So ist mein Mann wieder der Liebste für sie. Ist meine Angst berechtigt? Wie verhalten? Herzlichen Dank


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Ihre Angst ist nicht so ganz berechtigt. Ein Kind schafft es, neben dem Hauptloslösungsvorbild, dem Vater, auch noch eine Beziehung zu einem Ersatzloslösungsvorbild zu pflegen. Das ist eigentlich dasselbe wie mit den Ersatzbezugspersonen. Das Kind stuft die Bezugspersonen untereinander ab. Der Vater, so er sich ausreichend Mühe gibt und auch tatsächlich zur Verfügung steht, steht in der Beliebtheitsskala immer ganz oben an. Aber eine sympathische Großmutter kann eine Konkurrenz sein. Sie sollte sich dann aber aller Konkurrenz aufbauen Verhaltensweisen dem Kind gegenüber enthalten. Das muss man manchmal einer Großmutter erst erklären. Viele Grüße


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