Frage im Expertenforum Babyschlaf an Dr. med. Daniela Dotzauer:

Kleinkind (15 Monate) wacht schreiend auf

Frage: Kleinkind (15 Monate) wacht schreiend auf

Ronja1991

Beitrag melden

Meine Tochter (15 Monate) hat eine ganze Weile lang die erste Nachthälfte relativ tief und ruhig geschlafen, dafür ist sie aber ab 1h 1-2mal aufgewacht und dann manchmal auch 2h lang wach gewesen. Seit einer Woche hat sich das Ganze jetzt umgedreht: sie geht gegen 19h ins Bett, das Einschlafen klappt meist gut (meistens im eigenen Bett, manchmal braucht sie aber noch körperliche Nähe) und dann wacht sie alle 45-60min schreiend auf (nicht weinend sondern richtig schreiend). Es braucht dann 15-20min um sie wieder zu beruhigen, manchmal sogar aufstehen, den Raum verlassen und mit ihr aus dem Fenster schauen o.Ä. Ich hatte erst das Gefühl, dass sie einfach etwas übermüdet ist, weil die letzten Mittagsschläfchen eher kurz ausgefallen sind (1.5h statt sonst oft 2-2.5), sie ist dann auch zwei Abende schon um 18h ins Bett, es hat sich aber nichts geändert. Was kann ich tun? Es ist so unfassbar anstrengend.


Dr. Dotzauer

Dr. Dotzauer

Beitrag melden

Guten Tag, also mit 15 Monaten ist sie halt schon reifer und hat intensiverer Einschlaferinnerungen. Wenn sie mit dem elterlichen Körper einschläft und sie checkt die Lage und vermisst ihre Anwesenheit, gibt es Alarm. Oft sind die Kinder gar nicht richtig bei sich. Sie empfinden eine Inkohärenz und adressieren sich an die gewohnten Bezugspersonen. Die daraufhin die gewohnten Weiterschlafhilfen bieten. Doch manchmal ist die Erregung so groß, dass das schnelle Weiterschlafen unmöglich ist. dann bleiben sie gleich 2 Stunden wach, egal was passiert. Also anm besten möglichst wenig machen Eltern schaffen Gewohnheiten und Kinder entwickeln Erwartungen. Daher würde ich nicht regelmäßig den Raum verlassen, nur um Ruhe zu generieren. Im Notfall, zur Ausnahme, um sie richtig wach zu machen, weil sie sich gar nicht mehr einkriegt ok ,aber das nicht zur Routine werden lassen. Natürlich muss das Kind getröstet werden und zur Ablenkung mal aus dem Fenster schauen ist auch ok, aber dabei würde ich es belassen. Ich würde sie genauso trösten wie beim "kleinen Aua" da ist sie im Arm, sie wird hin und her geschaukelt, Sie singen und halten den Zustand miteinander aus. Ich würde bei dem gewohntem Schlafrhythmus bleiben und nicht die Nacht schon um 18.00 Uhr beginnen. da wäre sie ja dann um 5.00 Uhr fertig mit schlafen nach 11 Std. Selbstständigeres Einschlafen muss her. Dazu unbedingt ein Kuscheltier tagsüber mit emotionaler Bedeutung aufladen und wenn vorhanden Schnuller Handling selbstständig üben. Bei der Einschlafroutine, nach der Bilderbuchzeit, gerne noch kuscheln und an den Schlaf heranführen, dann aber irgendwann verabschieden und eher die Hilfe weniger werden lassen zb einfach daneben weggedreht einschlafen...also nur passivbegleiten. Oft hilft auch ein eigenes Nestchen zum Wohlfühlen für beide Teile. Beim Erwachen schnell aber moderat beruhigen. Alles Gute Daniela Dotzauer


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.