Frage: Baby (5 Monate) schläft nicht mehr

Mama Mona

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Guten Tag  Meine Tochter (21Wochen) ist schon seit der Geburt eine schwierige Schläferin. Sie hat auch tagsüber noch nie richtig anlegen lassen weshalb ich die letzten 5 Monate viel Zeit im dunklen Schlafzimmern mit ihr auf dem Arm verbracht habe.Nachts hat sie fast 3 Monate lang recht viel geschlafen aber seit 2 Monaten wacht sie nachts stündlich auf. Sie nimmt seit dem auch den Schnuller nicht mehr, der hat sie vorher immer beruhigt und sie ist auch ohne Brust wieder eingeschlafen. Seit der Schnuller nicht mehr geht ist auch der tagschlaf noch komplizierter geworden als zuvor. Sie wurde auf einmal am der Brust beim einschlafstillen sehr unruhig hat manchmal sogar geweint. Dazu muss man auch sagen dass sie von Anfang an Bauchprobleme hatte, die sie immer am ein- oder weiterschlafen gehindert haben. Das ist auch Nachts der Hauptgrund warum sie aufwacht. Nun ist es eben tagsüber so, dass sie seit 2 Monaten sehr viel mehr braucht für die Schlafbegleitung um auch einzuschlafen und seit ein paar Tagen kommt sie gar nicht mehr zur Ruhe. Sie ist manchmal 3 oder 4 Stunden wach. Sie schreit, ist unruhig und lässt sich durch nichta beruhigen. Nur durch Licht. Sie ist sehr reizoffen und lässt sich manchmal nur von Licht beruhigen. Bei Licht kann sie aber nicht einschlafen und so Beginnt der Teufelskreis. Unsere Einschlafbegleitung sieht mittlerweile so aus, dass wir sie wickeln ( dabei singen wir immer das gleiche Lied, wenn es danach Schlafenszeit ist) dann wird das Zimmer abgedunkelt aber noch nicht ganz sonst dreht sie durch. Sie wird gestillt dann fängt sie irgendwann an zu zappeln kurz bervor sie eigentlich eingeschlafen wäre, meist sind ihre Augen davor auch schon kurz zu und wir denken: jetzt schläft sie ein! Aber dann zappelte sie los und windet sich und fängt an zu quengeln. Dann machen wir kurze Pause damit sie sich beruhigen kann und dann biete ich ihr nochmal die Brust, sie verweigert sie dann aber meist weil sie sich satt vergessen hat und ist dann super zappelig, deshalb steht dann mein Partner oder ich auf und wir wiegen sie sanft, manchmal mit und manchmal ohne singen. Dabei beruhigt sie sich I.d.R. und wir probieren es nochmal mit dem stillen. Dann geht das ganze von vorne los. Irgendwann ist sie logischerweise so übermüdet dass sie weint und sich in Rage schreien würde wenn wir nicht etwas Licht reinlassen würden. Irgendwann schläft sie dann beim stilsn ein, aktuell leider erst nach fast 4 Stunden! Wir haben schon früher anfangen probiert und auch schon später, es ändert aber nichts. Ihr Bauchdruck ist meist der Auslöser für die Unruhe und wenn der dann etwas nachgelassen hat ist sie aber schon übermüdet. Wir freuen uns über Rat, denn aktuell wissen wir einfach nicht weiter 


M. Holtschlag

M. Holtschlag

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Liebe Mona, wer eine gute Schlafqualität hat, wird nicht durch Bauchdruck, Zähnchen oder Entwicklungsschübe wach. Wer wirklich gut schläft, überschläft diese Dinge. Ihre Frage ist sehr komplex und es gibt viele Punkte, auf die man gucken sollte. Um gut schlafen braucht man am Tage auch Licht, und Babys sind so ausgerichtet, dass sie theoretisch immer und überall schlafen können. Die Stunden im dunklen Schlafzimmer sind weder für die Kinder noch für die Eltern gut. Besser ist es, mit dem Baby spazieren zu gehen und das Tageslicht auf Psyche, Schlafverhalten und Vitamin-D-Verarbeitung wirken zu lassen. Ich denke, dass Sie mit dem Schlafen legen zu spät anfangen und dass die Zeit in den Wachphasen vielleicht von der Interaktion zu intensiv ist. Babys brauchen Zeit und viele Pausen, um all das Neue zu verarbeiten. Achten Sie auf Signale wie niessen, hüsteln und Schluck auf. Ich denke, dass die Kleine einen sehr starken Muskeltonus hat, auch das ist ein Zeichen für eine gewisse Anspannung. Achten Sie mal darauff, wie engagiert Sie am Tage sind und wie oft sie die Kleine schon bei kleinen Krisen abfangen. Ein Baby, was mal weint, ist nicht unglücklich, sondern es macht sich einfach Luft und baut dabei ein bischen von seiner Spannung ab. Es sollte natürlich niemals alleine weinen und es sollte sich auf keinen Fall hoschschreien. Wie ich die Kinder mit sanften Schaukeln und singen so begleite, dass ich sie ablegen kann, habe ich auf meiner Website unter Schlafberatungen beschrieben. Wichtig ist aber, dass sie zunächst einmal am Tage die oben genannten Punkte beachten. Die Überstreckung, das Zappeln und das "verweigern" der Brust sind Zeichen von Übermüdung und Überforderung. Es ist auch gut, dass sie sich in der Situation nicht mit Brust oder Schnuller ablenken lässt, sondern dass sie dabei bleibt, dass sie etwas mitteilen möchte. Was den Schnuller angeht, so denke ich, dass sie ihn wieder nehmen wird, wenn sich die Situation insgesamt entspannt hat.  Ich würde Ihnen auch empfehlen, unser Schlafprotokoll zu führen und ggf. eine persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Herzliche Grüße und viel Freude mit der Kleinen, Margit Holtschlag


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