Hej.Rebecca
Hallo Frau Dr. Dotzauer, Ich würde mich über einen Rat zur aktuellen Situation mit unserem Sohn (12,5 Monate) freuen. Grundsätzlich ist er ein recht ausgeglichenes und unkompliziertes Kind, der wenig weint und sich auch gut beruhigen lässt und sich oft auch alleine Reguliert, wenn man ihn lässt und einfach selbst ruhig bleibt. Ich würde ihn eher als etwas zurückhaltender bezeichnen, auch durchlief er immer wieder Phasen wo er schon fremdelte. Aktuell ist er aber wieder aufgeschlossener, auch in Spielgruppen oder an Fremden Orten merkt man, dass er sich frei bewegt und auch alleine in andere Räume krabbelt. Dennoch ist er stark auf mich fixiert und weint auch kurz, wenn ich ihn an meinen Mann übergebe, sobald ich aber außer Sicht bin läuft alles wunderbar. Ich habe nach 9 Monaten problemlos abgestillt (dies nur einmal als kleine grundsätzliche Einleitung). Nun zu unserer aktuellen Herausforderung: er war noch nie ein wirklich guter bzw. langer Schläfer bei den Tages-Nickerchen. Aktuell schläft er 2x ca 45 Minuten tagsüber, an guten Tagen schafft er auch mal eine Stunde pro Nickerchen. Damit kommt er eigentlich soweit gut aus und ist tagsüber nicht quengelig, wenngleich ich schon denke, dass es einfach viel zu wenig ist für sein Alter. Aber egal wo (Trage, Kinderwagen, Zuhause im abgedunkeltem Raum) er ist nach dieser Zeit wach und dann auch soweit fröhlich drauf. Wenn wir abends zum Nachtschlaf einen guten Zeitpunkt treffen, schläft er innerhalb von 5-10min ein und wir wissen, dass es eine gute Nacht wird. Er wacht trotzdem regelmäßig auf, lässt sich dann aber schnell wieder beruhigen. Er schafft es aber schon teils 3-5 Stunden am Stück zu schlafen. Das ist für uns auch völlig in Ordnung, wir haben überhaupt nicht den Anspruch, dass er durchschlafen soll in seinem Alter. Er schläft allerdings seit jeher zuhause nur in der Trage (egal ob Tagsüber oder Nachts) ein. Nach ca 5min legen wir ihn in sein Bettchen ab, dabei wird er immer halbwach und merkt auch, dass er dort ankommt und schläft weiter. Wir denken also nicht, dass er das typische „ich wache woanders auf“ Problem hat. Es kommt aber immer häufiger und im Moment so akut vor, und das eigentlich nur wenn ich (Mutter) ihn ins Bett bringe, dass er sich so heftig wehrt. Sobald ich ihn in die Trage nehme und in sein Zimmer zum einschuckeln gehe, brüllt er wie am Spieß, drückt sich weg und wehrt sich körperlich. Ich denke oft, er will dann diesen engen Kontakt nicht, setze ihn in sein Bett und mich daneben und singe. Das treibt ihn aber auch so auf die Palme, dass er ständig aufsteht, wegkrabbeln will, strampelt und sich gegen mich wirft und so doll brüllt, dass er teils würgen muss. Ich kann ihn dann auch nicht auf dem Arm oder in der Trage wieder beruhigen. Teilweise wird es so heftig, dass ich abbreche, damit er sich anderswo wieder beruhigt. Das geht dann meistens sofort wir den Raum verlassen, er ist dann aber natürlich wach - so geht das Spiel dann ewig hin und her und er ist natürlich komplett übermüdet und wacht dann, wenn wir es irgendwann geschafft haben, stündlich schreiend auf, weil er nicht in den Tiefschlaf findet. Bei meinem Mann tritt dieses Phänomen eigentlich nie auf. Er trifft einen guten Zeitpunkt, er schläft ohne Wehren ein und wir haben eine mehr oder minder gute Nacht. Wir halten uns an folgenden Rhytmus: 7 Uhr aufstehen, 10 erstes Nickerchen, 14.30 zweites Nickerchen, 19 Uhr Bettzeit Grundsätzlich dazu die Fragen: - wie schaffen wir es, dass die Tagschläfchen länger werden? - Und sollten wir ihn abends trotz kurzem Tagschlaf erst um 20h ins Bett bringen, damit der Schlafdruck höher ist? Und nun zum für mich größten Problem: wie verhalte ich mich bei diesen heftigen Schreiattacken abends? Mir ist schon bewusst, dass der gute Tagschlaf ausschlaggebend für ein Gutes einschlafen abends ist und wir sehen auch den direkten Zusammenhang. Ich will ihn aber nicht bis zur Erschöpfung schreien lassen, aber auch nicht ständig abbrechen, dann weiß er ja garnicht mehr was los ist. Ist es die heftige Trennungsangst oder ist es schon ein kleiner Machtkampf geworden? Bei meinem Mann macht er es wirklich nie so doll. Assoziiert er mit der Kombination „Mama und eigenes Zimmer“ schon so viel negatives? Was können Sie mir raten? Wir versuchen wirklich schon uns an die Schlafzeiten zu halten, trotzdem habe ich das Gefühl wir rutschen gerade in einer Dauerübermüdung. Vielen Dank!
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