Sylvia Ubbens

Kindergarten ohne Eingewöhnung

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo Frau Ubbens,

unsere Tochter ist 3 1/2 und geht seit zwei Tagen in den Kindergarten. Wegen der Corona Lage ist es den Eltern nicht erlaubt das KiGa-Gebäude zu betreten. Das bedeutet Übergabe des Kindes an der Tür unter Tränen völlig aufgelöst ohne Eingewöhnung mit den Eltern.
Nun meine Frage, kann das gut gehen? Ich denke das meine Tochter kaum eine Chance hat sich alleine in der neuen Umgebung und ohne wirkliche Bezugsperson zu recht zu finden geschweige denn bald gerne in den Kindergarten zu gehen. Sie kennt aus einer vorherigen Tagesbetreung ein Mädchen (leider in anderer Gruppe) mit dem sie auf dem Hof spielt, wenn alle Gruppen draußen sind. Und 2 Schnupperstunden gab es im Vorfeld, die liefen gut. Danach sagte meine Tochter sie freue sich auf den KiGa.
Wir überlegen zu pausieren bis sich die Bedingungen geändert haben. Oder sollten wir es noch ein paar Tage versuchen?
Lieben Gruß

von MelSch am 06.08.2020, 00:11 Uhr

 

Antwort auf:

Kindergarten ohne Eingewöhnung

Liebe MelSch,

sprechen Sie mit den Erziehern. Wie lange weint Ihre Tochter nach der Übergabe? Wie gestaltet sich die Betreuung? Spielt sie im Kindergarten oder wirkt sie eher traurig?

Warten Sie noch ab. Die Erzieher sind auf die neue Situation eingestellt und werden sich ganz anders um die Eingewöhnungskinder bemühen als vor der Coronazeit. Vertrauen Sie den Erziehern, dass diese sich bei Ihnen melden, wenn sie das Gefühl haben, dass es Ihrer Tochter nicht gut geht.

Pausieren? Womöglich / vermutlich wird sich die jetzige Situation noch über einen längeren Zeitraum hinziehen. Wie lange hätten Sie denn Zeit zu pausieren? Solch ein Schritt sollte entsprechend gut überlegt sein.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 06.08.2020

Antwort auf:

Kindergarten ohne Eingewöhnung

Wie war den bisher das Feedback der Erzieher? Lässt sie sich beruhigen, dann ist es nur die schwierige Übergabesituation. Bisher waren es nur zwei Tage, dass ist nicht viel um von einer erfolgreichen oder gescheiterten Eingewöhnung zu sprechen. Wie lange war sie bisher im Kita?

Es gibt Kinder, die auch unter diesen schwierigen Bedingungen eingewöhnt werden können. Die Eltern haben häufig mehr damit zu knabbern als die Kinder. Wenn ihr dem Kita grundsätzlich positiv gegenüber steht und diese Grundhaltung auch gegenüber eurer Tochter vermittelt, kann es auch mit der Eingewöhnung klappen.

Meine Jüngste ging seit Jan 20 in den Kita. Kaum war sie eingewöhnt, wurde der Kita auch schon geschlossen. Sie war dann ziemlich genau 3 Monaten nicht in der Kita. Ich hatte sehr viel Bammel vor der Wiedereingewöhnung, da ich auch den Kita nicht betreten durfte. Die erste Woche war dann tatsächlich schwierig, sie hat viel geweint und hing an ihrer Erzieherin. Es war mit den Erziehern abgesprochen, dass ich sie früher abholen, wenn es nicht geht. Das haben wir dann auch so gemacht. In der zweiten Woche, war es dann auch schon alles wieder prima. Und nach 4 Wochen ging sie dann auch wieder Vollzeit. Ist jetzt zwar etwa anders als bei euch, meine Tochter ist deutlich jünger und das dritte Kind. Aber ich wollte damit nur sagen, dass ihr dem Kita vielleicht noch eine Chance geben solltet, das eure Tochter sich wohl fühlen kann. Die Erzieher haben sich durchaus auch Gedanken darüber gemacht, wie sie die Kinder gut eingewöhnt bekommen..

von die_ente_macht_nagnag am 06.08.2020

Antwort auf:

Kindergarten ohne Eingewöhnung

Also mein Sohn fast 2 wurde die letzten 4 Wochen zum 2. Mal eingewöhnt, unterbrochen von corona. Habe mir auch viele Gedanken gemacht. Bei uns durfte man aber mit rein mit Maske halt! Soweit ich den Ablauf der ganzen eingewöhnungsgeschichte verstanden hab und damit meine ich, dass ich mich viel damit beschäftigt hab, was im dem Kind vor sich geht.... dann geht es um den Aufbau eines Vertrauensverhältnissrs zur erzieherin, sie muss das Kind trösten können! Frag wie gesagt nach wie lange dein kind geweint hat....
Allerdings (tut mir leid das so sagen zu müssrn) würde ich es in dieser Form nicht machen. Das Kind braucht am Anfang die Anwesenheit der Mutter als sicheren Hafen um ein Verhältnis zur erzieherin aufbauen zu können ...

von Fagussylvatica am 08.08.2020

Antwort auf:

Kindergarten ohne Eingewöhnung

Danke für die Antworten.
Sie beruhigt sich immer sehr schnell und lässt sich vom Erzieher zügig ablenken. Den ganzen Vormittag gibt es keine Tränen mehr. Aber bisher redet sie dort nicht viel (zu Hause plappert sie wie ein Wasserfall), fragt aber z. B. beim Frühstück nach einem Becher oder so. Sie isst und trinkt ein wenig beim Frühstück. Aus Spielen mit anderen Kindern hält sie sich raus. Sie ist da von 8-12h.
Wenn man sie zu Hause fragt sagt sie "dass sie in den Kindergarten möchte aber sie möchte nicht dass ich gehe und sie alleine dort lasse."
Eine Besserung zu letzter Woche ist schon erkennbar. Aber sie steht zur Abholzeit alleine abseits als ob sie nur drauf wartet dass sie endlich nach hause kann. Das macht echt traurig. Was meint ihr?

von MelSch am 10.08.2020

Antwort auf:

Kindergarten ohne Eingewöhnung

Liebe MelSch,

viele Kinder, auch nach mehreren Jahren Kindergarten, warten in der Abholzeit auf Mama. Viele Kinder spielen auch gerne alleine. Gerade in den ersten Monaten gehört Beobachten zu einer wichtigen Beschäftigung.

Fast alle Kinder möchten, dass Mama mit im Kindergarten bleibt. Sie ist die wichtigste Bezugsperson. Das ist ganz normal und völlig in Ordnung.

Viele Kinder sprechen im Kindergarten weniger als zu Hause. Manche sprechen über Monate überhaupt nicht.

Es klingt nicht so, als ob Sie sich Sorgen machen müssten.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 10.08.2020

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