Übergewicht bei Kindern

Kind auf der Waage

© fotolia, Igor Stepovik

Eltern lieben ihr Kind so, wie es ist, und das ist grundsätzlich auch gut so. 

Daher ist es nicht überraschend, dass Forschungen immer wieder belegen: Sehr viele Mütter und Väter sehen auch da bloß "ein wenig zu viel", wo Kinderärzte bereits von Übergewicht sprechen. Andere wiederum fürchten angesichts typischer Kleinkind-Rundungen schon, ihr Kind sei vielleicht zu dick. Und einige Eltern fragen sich vielleicht zu Recht, ob ihr Kind nicht tatsächlich zu dünn ist. Mit unserem BMI-Rechner für Kinder können Sie überprüfen, ob das Gewicht Ihres Kindes im Verhältnis zu seinem Alter und zu seiner Größe im normalen Rahmen liegt.

Kinderärzte vertrauen auf wissenschaftlich ermittelte Wachstumskurven

Tatsache ist: Schon Kleinkinder sind von ganz unterschiedlichem Temperament und ebenso unterschiedlicher Statur. Es gibt ausgesprochen kleine, zierliche Kinder, aber auch erstaunlich große und kräftige. Sie alle können trotzdem innerhalb der Gewichts- und Größennorm liegen. Kinderärzte gehen daher, bei aller Erfahrung, nicht nach Augenmaß vor, wenn es um die Gewichtsentwicklung eines Kindes geht. Sie orientieren sich an Wachstumskurven (auch Perzentilkurven genannt), die anhand der Daten Tausender Kinder ermittelt wurden. Sie finden diese auch im gelben Vorsorgeheft Ihres Kindes.

Es gibt dabei für jede Altersstufe / Körpergröße eine Grenze, unterhalb derer das Untergewicht beginnt und eine, jenseits derer das Gewicht zu hoch ist. Zwischen diesen beiden Linien existiert ein breiter Bereich, innerhalb dessen sich Gewichtsentwicklung und Größenwachstum eines Kindes idealerweise abspielen. Vorübergehende Ausreißer nach oben oder unten können, etwa bei einem Wachstumsschub oder nach einer Krankheit, immer mal vorkommen. Auch gibt es Unterscheide zwischen Jungen und Mädchen. Hellhörig werden Ärzte jedoch, wenn das Gewicht eines Kindes im Vergleich dauerhaft zu niedrig oder zu hoch ist.

Vieles verwächst sich wieder - allerdings nicht von ganz allein

Bei unserem reichhaltigen Nahrungsangebot steigt die Zahl übergewichtiger Kinder. Eltern hören es zwar eher ungern, wenn die Ärztin oder der Arzt sie darauf hinweist, dass ihr Kind tatsächlich zu schwer ist, doch ist ein solcher Hinweis nicht als Vorwurf gemeint. Vielmehr geht es darum, dass ein Kind möglichst gesund aufwächst. Wer nicht von Anfang an unnötige Pfunde mitschleppt, kann einige Gesundheitsrisiken reduzieren und bleibt auch später leichter schlank.

Kinder haben uns Großen gegenüber einen Riesenvorteil: Sie wachsen noch! Sie können also in ihr "Zuviel" an Gewicht zum Teil einfach hineinwachsen.

Eine Diät ist daher meistens weder nötig noch sinnvoll (Kinder-Diäten können leicht zu Nährstoffmangel führen). Es ist jedoch wichtig, die Kalorienzufuhr behutsam zu drosseln, um das Gewicht zu stabilisieren. Etwa, indem allzu Fettes wegfällt oder liebgewonnene, kalorienhaltige Durstlöscher durch schlankere Varianten ersetzt werden. Eine große Hilfe ist auch, den Kalorienverbrauch durch mehr Bewegung anzukurbeln.

Ein Kinderarzt kann Eltern dazu praktische Tipps geben oder sie an eine Ernährungsberaterin überweisen. Hilfreich sind auch die preisgünstigen Broschüren, die das Forschungsinstititut für Kinderernährung zur "Optimierten Mischkost" (optimiX®) herausgibt. Diese kann man dort online bestellen - unter anderem gibt es auch eine Broschüre zur Ernährung bei Übergewicht.

Zuletzt überarbeitet: März 2019

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