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Kinderarzt Dr. Posth

Dr. Rüdiger Posth - Entwicklung von Babys und Kleinkindern

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11 Monate

Mein Kleiner, 27.10.01, hat sich vom Schreibaby in den ersten 4 Monaten zu einem ewig lachenden und gesundem Bübchen entwickelt. Er schläft hervorragend nachts und auch am Tag, spielt allein, oder mit Kindern, isst schön und gut, ist nie krank, tja, ein Musterbaby? Nein, ist er natürlich nicht, aber wir haben wirklich keine Probleme.

Nun probiere ich seit August, ihn in eine Krippe zu bringen. Dort wird er zum "Teufelchen", er weint andauernd. Aber nur dort. Kaum hole ich ihn wieder, ist alles wieder ok und er schläft wieder gut usw.

Die Betreuerinnen meinen, weiterhin bringen, er braucht länger zur Eingewöhnung als die anderen Kleinen, die dort sind (meistens nur so 3 - 4, ebenfalls 1 - 2 Jahre alt).

Ich sehe auch wirklich ausserhalb der Krippe keinerlei Auswirkungen auf sein Verhalten.

Frage: ich beobachte ihn wirklich ganz genau, aber wie genau kann ich feststellen, dass er nicht ein Trauma davonträgt? Ich merke wirklich absolut nichts.

Dort hingegen weint er immer, er wird manchmal wild und aggressiv, aber ich hole ihn immer nach einer bis zwei Stunden wieder.
Bald muss ich an die Arbeit zurück, dann werden es 4 Tage die Woche 4 Stunden sein.

Wie kann ich sicher sein, dass die Seele meines Kleinen keinen Schaden davonträgt?

Anfangs blieb ich immer mit ihm dort, er hat dann zwar nicht geweint, aber er war trotzdem anders als zu Hause. Aber wenn ich ins Büro zurückmuss, kann ich nicht mit ihm dort bleiben. Es bietet sich auch keine andere Betreuungsmöglichkeit an.

Worauf muss ich ganz speziell achten in seinem Verhalten? Herzlichen Dank.

von Prisca am 19.09.2002

*Antwort:

Re: 11 Monate

Liebe Prisca, das "Trauma" merken Sie in diesem Alter, in dem man von Entwicklungspsychologie spricht, nicht sofort. Das Trauma "wächst" mit. Einiges Tages macht es sich dann bemerkbar, und Sie wissen nicht mehr woher es kommt. Dann versucht man mit Spieltherapie, Traumdeutung, Maltherapie, Gestalttherapie, Psychoanalyse und ... heraus zu bekommen, wo die Ursache liegt. Das aber ist enorm schwer! Denn der Schlüssel zu den Ursachen ist im Unterbewußtsein gelandet und besteht praktisch nur aus Erinnerung an Gefühle und nicht an Fakten.
Aber in diesem Alter können Sie das Trauma ja noch verhindern!! Welch ungeheure Chance, oder? Noch protestiert, weint, schreit der Säugling, um seinen Eltern zu zeigen, daß er von Traumatisierung begroht ist. Das drückt er z.B. in der Krippe aus, wo er zum ""Teufelchen"" wird. In den ersten 4 Monaten hat er schon viel geschrien. Konkret. Setzen Sie Ihren Säugling nicht mehr seinen Verlustängsten aus. Mit 11 Monaten weiß noch kein Säugling, daß die Mama tatsächlich zurückkommt. Also müssen sie solange mit ihm da bleiben, bis er sich ersatzweise an eine andere erwachsene Person (pseudo-)gebunden hat (was Sie dann akzeptieren müssen, denn möglicherweise strebt er dann auch mal auf deren Arm und läßt "Sie" gleichsam links liegen). Nur so können in einem solch frühen Alter derartige Manöver mit kleinen Kindern gewagt werden. Viele Grüße

Antwort von Dr. Rüdiger Posth am 21.09.2002
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