Elternforum Über 18

Lebensmittel Freund

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Lebensmittel Freund

Mucksilia

Unsere Tochter hat gerade Abi gemacht, im Oktober geht es weiter mit Studium. Sie hat seit November 2023 einen Freund, der hat schon ausgelernt und arbeitet. Er tut ihr sehr gut, weil er ganz anders im Leben steht als sie. Alles fein, wir verstehen uns mit ihm sehr gut. Er ist vernünftig und hat ordentliche Ansichten. AAAAbbbbeeerrr: jeden Tag nach der Arbeit und am Wochenende kommt er zu uns und dann leeren die beiden den Kühlschrank/ essen mit uns, wenn es abends warm gibt. Gestern plärrte meine Tochter dann durch das Haus, ihr kleiner Bruder habe die Chicken Nuggets aus der Gefrierung gegessen, die ihr Freund bezahlt habe. Sie müsse ihm jetzt neue kaufen blabla. Ich habe mich total darüber geärgert und ihr gesagt, dass ihr Freund zum einen auch alles aus unserem Kühlschrank isst und der Bruder nicht wissen konnte, wer es bezahlt hat. Irgendwie fängt es an, mir gegen den Strich zu gehen, dass der Freund, der ja selber gut verdient, sich bei uns durchfuttert und meine Tochter dann auch noch Ansprüche stellt (Noah mag keine Zwiebeln, kauf bitte Schinken für Noah usw). Es geht uns finanziell gut und die Sache bringt uns nicht in Not,aber darum geht es mir gar nicht. Bei seinen Eltern (mit denen wir uns auch gut verstehen) sind die beiden unter der Woche nie und am Wochenende manchmal. Was meint ihr bzw wie macht ihr das?  


mareen283

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Hej, noch mache ich nichts, da die Große erst 12 ist... Aber ich habe eine zeitlang den Freund meiner kleinen Schwester ertragen, der bei uns eingezogen war, als es ihm daheim eng wurde und er noch nicht genug Geld für eine eigene Wohnung verdient hat. Meine Eltern haben eingekauft. Und das war's. Keine Extrawürste für ihn, er hat auch nichts bei uns im Kühlschrank oder Tiefkühler gelagert. Er hat einfach das gegessen, was es gab. Meinen Eltern war das - glaub ich - egal. Er musste ja bei seinen Eltern "Kostgeld" abdrücken von seinem Ausbildungsgehalt. Die waren finanziell klammer als meine Eltern. Ich glaub, mengenmäßig hat er soviel wie wir beiden Mädels gefuttert - aber er ist immer satt geworden... Ich denke, ich werde das ähnlich handhaben, wenn's soweit ist!  


desireekk

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Ich würde die nächste derartige Einlassung der Tochter mal zum Anlass nehmen, um das grundsätzlich zu klären: Wenn der junge Mann Gast bei euch ist, dann gibt es zu essen, was es zu essen gibt. Dann wird er mit durch gefüttert, aber Ansprüche gibt es nicht. Zudem würde ich dem Töchterchen freundlich klarmachen, dass da schon einiges an Nahrungsmitteln (und deren finanzielle Aufwendung) durch die Mägen geht  und wenn eine Packung Chicken Nuggets ein finanzielles Problem ist, dann könnte man ja auch mal über die andern 100 Tage nachdenken, die er bei euch sich schon durchfuttert.  Auch mir ginge es nicht um das Geld, aber um die grundsätzliche Anspruchshaltung meines Kindes, die da irgendwie ein bisschen verrutscht ist. Wir haben auch die Freundin meines Großen, teilweise wochenlang, zu Gast, beide verdienen Vollzeit, und ich habe da relativ schnell klargemacht, dass es gibt, was es gibt. Wenn sich die Situation ergeben würde und man sich mal im Rahmen mit den anderen Eltern und den Kindern trifft, dann könnte ich mir durchaus auch vorstellen, dort mal den Mund aufzumachen, aber eher sehr subtil: Zum Beispiel eben die Geschichte mit den Chicken Nuggets zu erzählen und wie die im Gesamtkontext der sonstigen Nahrungsaufnahme zu sehen ist. Vermutlich als eher lustige Anekdote und mit leichtem Beiton.  Einfach damit auch seine Eltern die Gelegenheit bekommen, das mit ihrem Sprössling mal etwas einzunorden.    So ähnlich habe ich das mit dem ein oder anderen Thema bei den Freundinnen meiner Söhne mal gemacht, klappte immer ganz gut. Aber immer schön, wenn die Kinder auch dabei sind, damit jeder weiß, was gesprochen wurde. denn wie ich ja schon geschrieben habe: mir geht's ja nicht um ein paar Euro, sondern um die Bewusstseinserweiterung der heranwachsenden jungen Menschen. LG   D


Sue_Ellen

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

ein grund mehr, warum ich die lag´s meiner kinder nicht als dauergäste bei mir haben will....mir geht es sehr wohl um die taler, ich bin nicht die caritas oder die tafel. für den letzten hausgast habe ich dann mal buttergemüse mitgekauft, weil er aus religiösen gründen nicht alles isst, aber das war es dann auch wieder. noah wird ja auch duschen oder?  entweder er zahlt einen betrag x oder er füllt den kühlschrank mit sachen, die du in auftrag gibst.


Caot

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Bei uns gibt es was es gibt. Gibt es etwas nicht, kauft das das Pärchen vom eigenen Geld. Zettel drauf (wem es gehört) und gut ist.   In eurem Nugget-Fall wäre ich auch verärgert gewesen. Ich bin da bei Dir was deine Reaktion angeht. 


Mugi0303

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Hallo, ich kann nicht wirklich helfen, denn wir haben das andersrum. Mein Sohn hat seit bald einem Jahr eine Freundin. Diese lebt bei ihrem Papa. Mein Sohn ist quasi von Freitag Nachmittag bis Sonntag Nachmittag da und unter der Woche auch noch ab und zu. Dort isst er natürlich mit.  Ich habe ihn und auch die Freundin schon sehr oft gefragt ob er mal was zahlen soll für das Essen. Das wäre kein Problem. Aber sie wollen es nicht.  Muss aber sagen, dass manchmal auch die beiden was einkaufen von ihrem Geld und mein Sohn dort auch schön im Haushalt mit hilft. Also kochen, aufräumen, früh am Wochenende macht er Frühstück. Er war auch schon einkaufen mit dem Papa und hilft so halt. Leider gab es bisher keine Zusammenkunft mit dem Papa, da würde ich ihn direkt fragen. Ich würde vielleicht drauf achten, dass sie nicht soo viel nebenher klauen aus dem Kühlschrank, sondern mehrheitlich zu den Mahlzeiten mit essen.  Ansonsten sehe es es Kompliment, sie scheinen sich wohl zu fühlen bei euch. Und irgendwo müssen sie ja sein. Ich hätte meinen Sohn auch gern öfter hier, aber hier sind noch 2 Brüder , da haben sie mehr Ruhe bei seiner Freundin, verstehe ich auch.  Wenn wir mal zu Anlässen essen gehen, ist meist die Freundin auch dabei und muss da natürlich auch nix zahlen. Kommt aber eh selten vor.  Viele Grüße Mugi 


Janet90

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Ich glaube, dass es mich nerven würde ständig jemand fremdes da zu haben. ich würde mit der Tochter klären, dass sie die zeit gleichmäßiger zwischen beiden Familien aufteilen sollen. ich würde aber auch trotzdem ein offenes Gespräch über ihre Erwartungshaltung führen. Vielleicht hat sie das nicht so richtig auf dem Schirm was ihr für ihn mitbezahlt.


MM

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Dann sag ihm das doch?!  Sprecht offen darüber. So wie du es hier schreibst. Soll er halt auch mal was einkaufen und so zu mHaushalt beitragen, wenn er doch verdient und öfter mitisst. Ich verstehe nicht, warum ihr nicht schon längst darüber geredet habt...  


Bela66

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Hallo, wenn es finanziell kein Problem ist, würde ich überhaupt kein Ding daraus machen. Ich habe den ersten Freund meiner Tochter damals auch "durchgefüttert" und dafür deutlich mehr eingekauft als zuvor. Er war sehr viel bei uns, und er hatte einen großen Appetit. Wir laden die heutigen Partner der Kinder auch sehr oft zum Ausessengehen ein, aber sie essen natürlich auch oft mit uns hier zu Hause, obwohl Kind 1 bereits ausgezogen ist. Die Chicken Nuggets würde ich allerdings nicht bezahlen und dazu ruhig freundlich sagen, dass er dafür ja mehr als entschädigt wird dadurch, dass er bei euch auch mitisst. Ich würde aber einfach mal eine Familienpackung Chicken Nuggets kaufen und eine kleine Nugget-Orgie machen, dann freuen sich beide Jungs, dein Sohn und der Freund deiner Tochter. Die Aufrechnerei finde ich krampfig, außer man ist knapp mit Geld, dann ist es natürlich absolut berechtigt. LG  


Maxikid

Antwort auf Beitrag von Bela66

Der Freund meiner Tochter ist auch sehr oft bei uns und ich muss einiges mehr einkaufen, besonders auch so sachen wie Pommes, McNuggets, Naschen etch. Die Beiden sind nur am Futtern. Gerne kochen sie auch gute Gericht. Dafür gebe ich dann auch Geld. Was meine Tochter bei denen so alles bekommt, weiß ich nicht. Ich möchte auch nicht aufrechnen. Aber, ich würde schon sagen, dass wir einiges mehr bezahlen. Auch für Ausflüge der Beiden.  Jetzt im Sommer, wird meine Tochter 2 Wochen mit in den Urlaub genommen. Bin gespannt, was wir dazubeitragen dürfen. Wir hatten ihn im März für 4 Tage mit in Berlin. Hotel, Essen etc. Da haben uns die Eltern gar nicht erst gefragt, ob sie etwas dazu beitragen sollen. Fanden wir zwar komisch, aber Tochter war glücklich. Zimmer hätten wir so oder so bezahlen müssen. Daher, bin ich gespannt, was wir für die 14 Tage wandern in Österreich bezuschussen müssen. Obwohl, ich/wir keine Freunde des Aufrechnens sind.  Wenn wir haben, geben wir gerne. LG maxikid


kevome*

Antwort auf Beitrag von Maxikid

Bei mir sind die Freunde meiner Kinder immer meine Gäste und ich finde es selbstverständlich, dass sie mit essen und sich am Kühkschrank bedienen, ohne irgendeine Kostenbeteiligung. Wenn wir ins Restaurant gehen oder sogar ein gemeinsames Wochenende weg fahren, zahle selbstverständlich auch ich. Ich verwöhne meine mittlerweile nicht mehr bzw. nur noch teilweise zu Hause wohnenden Kinder sehr gerne und das schließt auch ihr PartnerIn mit ein. Ich käme mir sehr kleinlich vor, wenn ich da nfangen würde aufzurechenen. Ich kaufe auch gerne Lieblingsessen/-snacks für Kinder und Anhang und wäre ziemlich sauer, wenn sich jemand anderes sich daran vergreift, für den meine Aufmerksamkeit nicht gedacht war. Um so mehr verstehe ich Deine Tochter, wenn ihr Freund oder sie selber sich etwas Besonderes besorgen und der Bruder es weg ißt. Das ist doch ganz unabhängig davon, ob sie sonst am gemeinsamen Essen teilnehmen. Die Lieblingsschokolade, die Chicken Nuggets für den Fernsehabend, der Lieblingswein oder was auch immer sind für die Personen für die sie gekauft wurden und nicht gegen allgemeines gemeinsames Abendessen aufzurechnen. Diesen Ansatz, dass jemand im vergangenen Monat 21 mal mit gegessen hat und es darum ok ist, wenn jemand Drittes sein Special-Food nimmt, finde ich persönlich mehr als schräg. Zusammenfassend: ich genieße jedes gemeinsame Essen und jede gemeinsame Aktivität mit meinen Kindern, verwöhne diese von Herzen gerne und das alles schließt selbstverständlich den jeweiligen Anhang mit ein  


Maxikid

Antwort auf Beitrag von kevome*

meine große Tochter, hat ja ein sehr großes Problem damit, dass ihre kleine Schwester einen Freund hat und dieser alles bei uns bekommt.  Ich weiß gar nicht, wie oft ich ihr sagen muss, dass ich das doch für ihre Freundinnen und wenn mal vorhanden, Freund, genauso machen würde. Und das ich so ein Einstellung nicht gut finde und sie da durch muss und es nicht ihr Haushalt ist. LG


ak

Antwort auf Beitrag von Maxikid

Hallo, weiß nicht, wo mein Beitrag geblieben ist??? _____________________ Aber.. mich würde es sehr stören, wenn meine Tochter meinen würde, dass sie die selbst gekaufte Zutat des Freundes ersetzen müsste. Er ißt sich durch euren ganzen Kühlschrank, und meckert dann ? Da würden bei mir alle Alarmglocken angehen. Denn das wäre dann ein sehr merkwürdiges Verhalten des Freundes. Oder meint deine Tochter das nur - also ihm das ersetzen zu müssen ? Ansonsten würde es mich wahrscheinlich auch nicht stören, wenn demnächst ein junges Fraumensch hier mitessen würde.  


Chaka!

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Beim Lesen habe ich (als Mutter eines Sohnes) gedacht, dass ich hoffentlich keinen "gedankenlosen Schmarotzer" erzogen habe. Das klingt härter, als ich es meine. Ich wünsche mir nur, dass mein Sohn (wäre er eines Tages in der Situation, die Du vom Freund Deiner Tochter beschreibst) den Anstand hätte, sich in irgendeiner Art und Weise zu beteiligen. Sei es durch Mithilfe "bei Haus und Hof" oder dass er einfach mal die Lebensmittel für alle mitbringt, also mal einkauft oder wenigstens fragt, was er mal an Geld dazu tun dürfte. Aber voll verdienen und jeden Abend irgendwo mitessen, finde ich (momentan) nicht okay. Zumindest nicht, ohne mal nachzufragen, ob das so in Ordnung ist.  Und Deine Tochter soll doch die Chicken Teile ersetzen, wenn sie meint, dass das nötig ist. Das wäre mir echt egal, aber ich würde Ihr meinen Teil dazu sagen.  Was ich mich frage: Wenn der junge Mann vollzeit (?) arbeitet und selbst sein Geld verdient, warum hat er dann keine eigene Wohnung, in der das junge Glück Zeit verbringen und speisen kann? Ich denke, die Einschätzung der Lage hängt eben auch davon ab, wie üppig der eigene Geldbeutel bestückt ist. ICH persönlich muss keinen arbeitenden und verdienenden "fremden" Menschen durchfüttern, da ich genug damit zu tun habe, als "Alleinunterhaltende" meine Kinder durch die Ausbildungen zu bringen. Was dann noch übrig ist, investiere ich lieber in mich selbst als in den Freund / die Freundin eines meiner Kinder (der/die wohlgemerkt finanziell auf eigenen Füßen steht). Wobei gelegentliche Gastfreundschaft vollkommen außer Frage steht. Aber Du schreibst ja von tagtäglich plus Wochenende.


magistra

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Der Freund unserer Tochter is(s)t auch viel hier, verdient aber noch nicht selbst. in deinem Fall hast du dich ja mehr über die Aussage deiner Tochter geärgert. Das würde ich mit ihr klären. Da wir es uns leisten können, ist es so, dass, wenn der Freund bei uns oder auch mit uns im Urlaub ist, er als zusätzliches Kind mitläuft, mit allen Pflichten und Privilegien. Alles andere wäre mir zu stressig.  Wie jemand oben schrieb: Meine Kinder sind in einem Alter, wo sie bald weg sind, natürlich suchen die beiden eine gemeinsame Wohnung. Die Zeit, die noch bleibt, genieße ich. Und, logo, ich kann das so locker schreiben, weil wir den Freund gut mitfinanzieren können. Das ist ein Privileg. Ich schreibe das nur in dieser Weise, da auch du geschrieben hast, dass es nicht ums Geld geht.


Silvia3

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Grundsätzlich fände ich es auch nicht schlimm, den Freund mitzufinanzieren, wenn man es sich leisten kann. Mich würde aber 1) das Anspruchsdenken der Tochter und 2) die Tatsache stören, dass der junge Mann nicht von sich aus anbietet, Kostgeld abzugeben. Ob man das dann annimmt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Selbst wenn man das Kostgeld ablehnt, sollte er sich aber immer mal wieder revanchieren, sei es durch die Erledigung kleinerer Arbeiten rund ums Haus, eine gelegentliche Aufmerksamkeit (Blumen, Lieblingssüßigkeit, Buch) für die OP oder indem er ab und an mal einen Einkauf übernimmt. Dass von der Tochter einfach vorausgesetzt wird, dass die eigenen Eltern ungefragt den Freund durchfüttern und dabei auch noch Ansprüche gestellt werden, finde ich persönlich nicht in Ordnung. Es ist weniger ein finanzielles Thema als ein Thema der Kommunikation und des Anstands.


MM

Antwort auf Beitrag von Silvia3

Ich sehe das wie Silvia.  An sich bin ich auch eher Verwöhntyp, wie Kevome schrieb... Und generell, warum nicht, wenn man es sich leisten kann? ABER: Mich würden genau die Dinge stören, die Silvia anführt: das wie selbstverständliche Anspruchsdenken der Tochter UND das Verhalten ihres Freundes, dem offenbar gar nicht einfällt, sich bei Gelegenheit vielleicht mal zu revanchieren... zB mal den Einkauf zu erledigen, etwas zu reparieren, eine kleine Aufmerksamkeit der Gastgeberin (potentiellen "Schwiegermutter")... DAS fände ich problematisch. Und würde es thematisieren. Nicht dass das so ein "Schmarotzertyp" ist, der womöglich irgendwann auch mein Kind so ausnutzt...   


suityourself

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Ich erinnere mich gerade zurück, als ich der "Hausgast" bei den Elztern meines Freundes war :-) Ich habe halt mitgeholfen,sprich Tischdecken, abräumen, Spülmaschine,einkaufen helfen/übernehmen etc. Ich stimme den anderen zu: mich würde wohl eher stören, dass deine Tochter oder beide? gar nicht auf die Idee kommen, etwas anzubieten - statt dessen sogar eine Anspruchshaltung entwickeln. Aber: wenn darüber eben nicht gesprochen wird, mal erwähnt wird, das man sich eine Mithilfe zB wünschen würde ... Daher würde ich die Nuggets-Sache einfach als Aufhänger nutzen, um mal mit beiden zu sprechen. Spiel den Ball doch erst mal zu den beiden indem du sie fragst, wie sie sich das in Zukunft vorstellen mit Lebensmitteln, die sie selbst eingekauft hätten. Du hättest ja gehört, die Nuggets müssten ersetzt werden ... usw. Und dann guckst du erst mal, wie die Reaktion der beiden ist. Weiterhin fordernd oder vielleicht sogar eher froh, dass man da Absprachen trifft, bei denen sie auch wissen, was zB von Ihnen erwartet wird.


MM

Antwort auf Beitrag von suityourself

Ich finde den Vorschlag von Suityourself gut - die Chicken Nuggets als Aufhänger zu einem Gespräch mit den beiden zu diesen Themen... und mal sehen, wie es sich entwickelt... 


MM

Antwort auf Beitrag von suityourself

Ich finde den Vorschlag von Suityourself gut - die Chicken Nuggets als Aufhänger zu einem Gespräch mit den beiden zu diesen Themen... und mal sehen, wie es sich entwickelt... 


Qeulle

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Das Essen würde mich nicht stören. Die Fischstäbchen würde ich ihr mal gegenrechnen.  Mich würde eher der tägliche Aufenthalt des Freundes stören. Würde ich bei uns Zuhause niemals zulassen. Am WE okay, aber nicht jeden Tag unter der Woche. 


Häsle

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Meine Tochter hat gerade wieder ihren On/Off-Freund. Da sein Vater mit der Beziehung (bzw. mit ihr) nicht einverstanden ist, verbringt er fast jede Nacht bei uns.  Ich kaufe ganz normal für unsere Familie ein, allerdings kochen wir nicht täglich, weil die meisten eh mittags richtig essen. Tochter und Freund sind in der Ausbildung, dürfen mitessen (wir essen auch bei ihnen mit) und kaufen ihre Extras idR selber. Tochter hat eine eigene Box im Kühlschrank für ihre besonderen Sachen und klebt ansonsten Zettel drauf, wenn sie etwas dringend braucht. Bevor sie "besondere" Sachen von uns nimmt oder etwas aufbraucht, fragt sie. WG-mäßig halt.  Uns stört die Anwesenheit des Freundes überhaupt nicht, weil wir ihn gerne mögen. Er ist für diese Phase ihres Lebens gut geeignet. Uns ist er zigmal lieber als der letzte, unreife Schickimicki-Affe. Da hat sie die meiste Zeit bei ihm verbracht und feinste Gerichte und Restaurantbesuche mit der Familie genossen. Kostgeld hatte ich angeboten, wollten sie nicht. Meine Tochter hat dann aber öfter mal Lebensmittel eingekauft. Die Eltern waren heilfroh, dass der Sohn mal ein anständiges Mädel angeschleppt hat.  Wir hatten schon immer die Freunde unserer Kinder viel bei uns, und sie natürlich auch in Maßen verköstigt. Die beste Freundin hat ein paar Monate bei uns gewohnt, ohne finanziellen Ausgleich. Wir finden den engen Kontakt wertvoll. 


sumse

Antwort auf Beitrag von Mucksilia

Bei uns ist es so: Wir haben drei Kinder, von denen momentan zwei liiert sind. Die Freundinnen sind häufig bei uns und essen natürlich auch hier. Ich koche ordentliche Mengen und achte darauf, dass für jeden etwas dabei ist. Eines der Mädels isst vegetarisch, das ist ebenfalls kein Problem, da ich auch fleischlos lebe. Sie isst daher viel lieber hier als zu Hause, wo es für sie nur die Beilagen gibt. Kühlschrank und TK dürfen jederzeit geplündert werden. Ich bin sehr großzügig und verwöhne sehr gerne. Ich kaufe auch immer viele Extras, von denen ich weiß, dass sie gemocht werden. Ich genieße das volle Haus und den fröhlichen Trubel vor allem, weil ich selber eine ganz blöde Jugend hatte und niemanden mitbringen konnte. Bei der von dir geschilderten Chicken Nuggets Geschichte wäre ich verschnupft und würde mit der Tochter nochmal sprechen. Kam es von ihr? Fühlt sie sich verpflichtet oder kam die Forderung vom Freund?  Sollte sich der Freund als kleinlich herausstellen, würde ich es bei Gelegenheit ansprechen. Ich Mangelware Worte und würde diese Angelegenheit aus dem Weg räumen, da so etwas auf Dauerzustand Missstimmungen führen kann.