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Überfüttert..?

Thema: Überfüttert..?

Hallo, ich brauche mal bitte euren Rat/Zuspruch.. Unser stillstart war sehr holprig, jetzt ist der kleine 8 Wochen alt, nimmt gut zu und es klappt (klappte) sehr gut. Er nimmt keinen Schnuller. Er wollte bisher immer an die Brust, trinkt dann und schläft meistens ein. Jetzt ist es aber so, dass ich im Moment nicht sicher bin, ob ich ihm damit wirklich einen Gefallen tue: - er ist voll, übervoll, und spuckt recht viel - teilweise windet er sich und zappelt beim stillen, so dass ich den Eindruck habe, es ist ihm unangenehm - er schläft nachts fürchterlich unruhig: er dockt an, windet sich und stöhnt, dockt ab, wackelt mit dem Köpfchen und sucht, dockt an, windet sich und stöhnt usw… - seit gestern schreit er dann, wenn ich ihn anlegen will manchmal. Er ist zb müde, weint, ich will ihn anlegen zum beruhigen, wie sonst auch immer, aber er dockt nichtmal an sondern schreit direkt noch mehr. Wenn ich ihn wegnehme, passt es aber auch nicht und er schreit lauter… Ich bin echt verzweifelt gerade. Ich will ihm doch nichts schlechtes… ich weiß nicht mehr, was recht ist….

von Kandee am 06.11.2021, 08:15



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Hallo, Das klingt für mich nach einem Sprung (schau mal nach dem Buch oder der App "oje, ich wachse", das ist echt sehr oft hilfreich). Bei meinem (mittlerweile 6 Monate) gab es auch hin und wieder solche Phasen, wo eigentlich deutlich war dass er Hunger hatte (und meist dazu auch müde war), aber er sich trotzdem weg gedreht, gewunden und geschrieen hat. Ich habe ihn dann oft kurz auf den Arm genommen und bin ein bisschen hin und her gelaufen, um uns beide so ein bisschen aus der Situation rauszuholen. Was soll ich sagen, manchmal hat's geholfen, manchmal auch nicht Bei uns ist es nach ein, zwei Wochen einfach wieder besser geworden, deswegen wäre mein Rat: durchhalten, so blöd das natürlich klingt. Du kannst aber vielleicht auch einmal bei einer Stillberatung von der la leche Liga anrufen, vielleicht können die dir auch helfen. Aber solange es deinem Baby sonst gut geht und er fit ist, würde ich mir keine Sorgen machen

von Slykee am 06.11.2021, 10:36



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Hallo aus deinem Bus Ich würde das spontan auch eher auf den aktuellen Schub schieben, da steckt meine Kleine auch gerade drin. Den Höhepunkt haben wir glücklicherweise schon überwunden, aber die Lütte hat da auch echt viel an der Brust gemeckert, weil sie zwar an der Brust nuckeln wollte, aber die "blöde" Brust dann ständig Milch gegeben hat. Schnuller mit Kuscheln war aber auch keine Option. Am Ende kam es dann halt manchmal vor, dass sie sich überfressen hat und dann noch mehr gespuckt hat als sonst (leichtes Speikind). Das schreien vor dem anlegen kommt wahrscheinlich aus Frustration, weil er schon weiß, was passieren wird. Meine Kleine war die letzten Tage dann gerade in den Abendstunden sehr ungnädig und es hat geholfen, ihr immer die zuletzt gestillt Brust zu geben, sodass zumindest etwas weniger Milch kommt. Zu nachts: das kommt mir eher vor wie Bauchweh, kann das sein? Einerseits hilft das Nuckeln den Kleinen sich selbst und damit den Magen-Darm-Trakt zu entspannen, andererseits macht die neue Milch es schlimmer.. Ich hoffe für uns beide, dass der Schub bald ausgestanden ist. Laut "Oje ich wachse!" soll er ja "nur" 2 Wochen gehen

von Aixoni am 06.11.2021, 21:36



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Bei meinen Kindern hat es bedeutet, dass sie gerne nuckeln wollen und sich darüber ärgern, dass einfach Milch aus der Brust kommt. Ich habe nämlich zwei kleine Druckbetanker, waren sehr schnell im Trinken und dementsprechend schnell satt, aber das Saugbedürfnis allerdings war noch nicht befriedigt. Ich habe dann den Schnuller eingeführt, war für uns die beste Lösung.

von Janet90 am 06.11.2021, 22:49



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Vielen Dank für eure Antworten. Also nach der letzten Nacht tippe ich grade auch auf Bauchweh. Er krampft und stöhnt, will aber an die Brust. Da beruhigt er sich dann minimal… Oh hilfe, geht das mit dem Bauch echt mit 12 Wochen vorbei? Bitte sagt ja :) Und die Theorie, dass er sich dann tagsüber ärgert, dass Milch kommt, klingt einleuchtend. Nur weiß ich nicht, was ich dann tun soll, da er auf biegen und brechen keinen Schnuller nimmt….

von Kandee am 07.11.2021, 07:19



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Hey Kandee, Wenn möglich, nehm ihn einfach in die Trage und gebe ihm so die Nähe, die er braucht. Das habe ich die letzten Tage auch gemacht, wenn es mir zu viel wurde - es gibt dann bis zu 10 Minuten Gebrüll, aber dann schläft sie tief und fest. Ansonsten kannst du ihr auch den kleinen Finger geben mit dem Fingernagel in Richtung Zunge. Meine Große hat auch nie einen Schnuller genommen, aber den Finger immer akzeptiert. Hat er die ganze Nacht so starkes Bauchweh oder erst ab ca 4 oder 5 Uhr? Meine Hebamme hat erzählt, dass dann bei den Kleinen die Darmaktivität wieder richtig einsetzt und es dann hilft, sie einmal abzuhalten, weil es ihnen dann leichter fällt sich zu erleichtern. Wenn es ganz schlimm ist mache ich das oft kurz und danach schläft sie meist entspannter an der Brust wieder ein. Meine Kleine pupst beim abhalten meist nur, weil sie generell nur alle 3-4 Tage die Windeln voll macht, aber viele machen dann wohl wirklich einmal ihr Geschäft. Ich wünsche dir, dass die Koliken mit reinspielen und es bald besser wird, aber leider kenne ich mich damit 0 aus. Ich würde scheinbar bei beiden Kindern verschont.

von Aixoni am 07.11.2021, 20:55



Antwort auf Beitrag von Kandee

Das an und ab docken und unruhig sein kann ein Zeichen dafür sein, dass dein Baby sich erleichtern muss, das aber gerade nicht in die Windel machen will. Du kannst dann versuchen die Windel zu öffnen und nur leicht was drüber zu halten. Und danach die Windel, oder eine neue wieder zu schließen und dann weiter zu stillen.

von Minuit229 am 08.11.2021, 10:34



Antwort auf Beitrag von Kandee

Hallo, ich hab mal gehört und auch gelesen, dass man mit Muttermilch nicht wirklich überfüttern kann. Ich hab bei meiner auch immer gemeint, dass sie viel spuckt, war aber anscheinend „normal“. Vermute so wie die anderen auch, dass sich dein kleiner momentan in einem Schub befindet. Meine kleine ist momentan 7 Monate alt und wir haben das alles auch schon durch. Sie nimmt ebenso keinen Schnuller. Es gibt immer wieder Phasen da wo das Stillen problematisch wird. Aber man muss einfach geduldig sein, es wird immer besser. Ich hab meine in solchen Phasen immer versucht zu beruhigen, nach 10 min wieder probiert, andere Stillpositionen, im abgedunkelten Raum oder mit gedämpften Licht, etwas beruhigende Musik nebenbei, den kleinen leicht in den Schlaf schaukeln und dann erst anlegen.. Vielleicht konnte ich dir ein paar Tipps geben. Ich wünsche euch weiterhin eine schöne Stillbeziehung und einfach dran bleiben und geduldig sein. Liebe Grüße

von Lalimama am 18.11.2021, 20:56