annkathrinxxx
Hallo zusammen, mein Sohn ist 11 Wochen alt. Als er 6 Wochen alt war wurde bei mir ein Abzess in der Brust festgestellt, sehr schmerzhaft und erhöhte Entzündungswerte. Wurde daraufhin punktiert + eine Woche Antibiotikum. Schmerzen und Rötung sind komplett verschwunden aber es ist eine ca wallnussgroße Höhle geblieben. Ich sollte in einem Brustzentrum abklären lassen ob eine OP notwendig ist. Die Ärztin sagte da keine akute Entzündung bestehe und ich keine Beschwerden habe, wird vorerst nicht empfohlen zu operieren, weil es ja nicht stört und eine OP auch immer Risiken birgt. Stattdessen hat sie mir eine Überweisung für die Radiologie mitgegeben und sagte, dass ich dort in drei Monaten zur Kontrolle hin soll, damit die nochmal schauen, ob sich die Struktur der Höhle evtl verändert hat, was auf einen Tumor hindeuten könnte. Ich bin jetzt völlig verzweifelt. In meiner Familie gab es Fälle von Brustkrebs und ich sitze jetzt zu Hause, schaue meinen Sohn an und weine, weil ich so grosse Angst davor habe, dass ich an Brustkrebs erkranken und mein Kind nicht aufwachsen sehen könnte. Ich weiss, dass ist das aller schlimmste Szenario und bestimmt übertrieben aber leider kommen die Gedanken immer wieder weil die Angst so gross ist :( Jedoch habe ich im Internet recherchiert und gelesen, dass aus einem Abzess kein Krebs werden kann. Nun bin ich völlig verwirrt und frage mich auch, wenn ein noch so kleines Risiko besteht, dass es zu etwas bösartigem werden kann, wieso wird dann nicht direkt operiert? Ich weiss, dass hier ist kein Ärzteforum aber vllt gibt es ja welche mit ähnlichen Erfahrungen, die mich etwas mehr aufklären können, die Ärztin hat mich wie gesagt nur absolut verwirrt. Liebe Grüße
Oh Mann du Arme, das kann ich gut nachvollziehen, dass die Aussage der Ärztin dir Angst gemacht hat. Ich kenne mich da aus medizinischer Sicht leider nicht aus. Aber ganz sachlich betrachtet, würde man nicht erst 3 Monate lang warten, wenn es ein echtes Risiko gäbe. Vermutlich wollte die Ärztin nur besonders gründlich sein. Ein Beispiel aus meinem Umfeld: Ein Kollege wurde von seiner Hausärztin zu mehreren Untersuchungen auf Tumore geschickt, weil er relativ jung Gürtelrose hatte. Mein Mann dagegen war noch ein paar Jahre jünger, als es ihn mit Gürtelrose erwischt hat, aber seine Ärztin hat davon nichts erwähnt. Beide sind natürlich längst genesen und von Tumoren keine Spur. Kannst du vielleicht das Thema mit deiner Hebamme besprechen, oder deiner Frauenätztin? (Wenn ich es richtig verstanden habe, kam die Aussage nicht von ihr?) 3 Monate warten mit dem Gedanken im Hinterkopf ist ja echt lange.
Danke! Ja ich habe tatsächlich gestern mit meiner Frauenärztin telefoniert die mich dahingehend auch etwas beruhigen konnte und habe bei ihr jetzt sogar auch noch einen früheren Termin wo sie einfach nochmal draufschaut :)
Hallo, ich hatte auch einen Stillabszess, hühnereigroß, der operativ unter Vollnarkose geöffnet werden und anschließend tagelang gespült werden musste (10 Tage Krankenhaus). Also, es kommt häufiger vor, dass sich die leere Abszesshöhle nicht wieder so schön mit Bindegewebe füllt, wie man sich das wünscht. Denn es wird durch die heftige Entzündung und den Eiter auch Brustgewebe eingeschmolzen, das dann nicht mehr so perfekt wird wie vorher. Die leere Höhlung füllt sich mit der Zeit oft gut mit Narbengewebe, aber das kann etwas dauern. So eine Abszesshöhle ist nicht gefährlich, und daraus wird auch kein Krebs, nie. Sondern weißt du, es ist einfach das Doofe mit den bildgebenden Verfahren: Alles, was im Ultraschall in der Brust zu sehen ist, wird beobachtet. Auch wenn die Erklärung dafür (Höhle nach Abszess) sonnenklar ist. Das ist egal. Die Leitlinien sagen, wenn man was sieht, wird's im Auge behalten, fertig. Egal wie logisch der Grund für die Auffälligkeit ist. Einfach, weil es in extremst seltenen Fällen so ist, dass eine Frau eben nicht nur einen Abszess, sondern parallel dazu auch Krebs hat. Natürlich ist das bei dir Unsinn, da ja ein klarer Zusammenhang zwischen Abszess und der Stelle der verbliebenen Höhlung besteht. Aber hier fahren Ärzte in Deutschland einfach eine totale Sicherheitsmedizin. Bei mir wurde auch einige Monate noch kontrolliert, weil man noch etwas im Ultraschall sah. Und auch mein Gyn sagte, wenn das nicht weggeht, wird zumindest mal punktiert, um zu kontrollieren. Ich hatte auch etwas Angst, obwohl ich eigentlich völlig klar wusste, dass das Quatsch war und dass es normal war, dass das Ganze noch eine Zeitlang sichtbar sein darf. Nach einigen Monaten war zum Glück auch der letzte Befund im Ultraschall verschwunden. Du hast rein gar nix, und natürlich wirst du deinen Sohn (und weitere Kinder, wenn du willst) aufwachsen sehen! LG
Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie viel mir deine Nachricht bedeutet! Ich habe so viel dazu recherchiert aber nirgendwo jemanden mit ähnlichen Erfahrungen finden können, der mir dazu etwas hätte sagen können. Die Tränen laufen grad einfach nur so runter (vermutlich bin ich immer noch voller Hormone :D). Ich bin dir wirklich so so dankbar und wünsche dir nur das aller Beste!
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