Ninalein1997
Hallo ihr Lieben Ich habe ein gewaltiges Problem. Meine Kleine ist nun 5 Monate und nimmt kein Nuggi und keine Flasche. Ich stille voll, bis auch paar Löffel Beikost. Nun habe ich seit Montag eine Thrombose im Arm mit nur 28 Jahren! Ich kann es noch immer nicht fassen und neben der Angst, dass da noch was anderes kommen kann wie eine Embolie etc welche unwahrscheinlich groß ist, nun auch noch total das Problem wegen der Medikation. Ich muss 2x täglich Fragmin spritzen morgens 7500 und abends 10000. Ich selber kann mir keinesfalls die Spritzen geben - oft versucht, aber es geht einfach garnicht. Ich bin am versuchen abzustillen, da mir dazu geraten wurde, da ich auf Tabletten sowieso umgestellt werden soll. Irgendwie mag das aber auch in Zusammenarbeit mit der Stillberaterin nicht klappen und ich will der Kleinen das auch jetzt nicht auf die harte Tour entziehen, da sie wirklich nichts anderes toleriert und schreien lassen 3 Tage - sorry geht für mich garnicht, da würde ich dran eingehen mein Kind so zu sehen. Kann und will ich nicht. Der Papi muss eben auch arbeiten gehen, aber unterstützt uns dennoch in allem so gut es geht. Zudem will ich auch nicht meine Kleine einfach jemandem geben und sie da alleine durch schicken, dass ist keine Option für mich. Da müssen wir gemeinsam durch. Ich habe zudem noch die unregelmäßigen Blutungen von alle 9 Tage 10 Tage oder mehr alle spätestens 2 Wochen und darf aber laut FÄ erst Mönchspfeffer etc nehmen, sobald abgestillt wurde. Durch das Fragmin ist die Blutung auch nun deutlich stärker. Ich habe von vielen Frauen gehört, welche vor und während der Schwangerschaft schon Blutverdünner brauchten und haben danach auch gestillt und hatten Tabletten. Ich verstehe nicht wieso ich nun auf Krampf abstillen muss, damit ich was anderes bekommen kann. Bitte nicht falsch verstehen - ich würde natürlich lieber 3-6 Monate spritzen lassen, als der Kleinen zu schaden mit Tabletten welchr ich nehmen müsste oder ihr das Stillen so hart zu entreißen (was ich gerade eh nicht schaffe, da sie alles ablehnt konsequent), aber irgendwie finde ich es momentan sehr schlimm alles. Es ist so ein Desaster für mich momentan und irgendwie weiß ich gerade garnicht mehr was ich noch machen soll. Das musste jetzt einfach mal raus. Liebe Grüße ♡
Oje, die Diagnose war bestimmt ein Schock. Ich kenne mich mit den Medikamenten leider nicht aus. Da ist embrytox die beste Anlaufstelle. Idealerweise gemeinsam mit einem Arzt, der dich bei den Optionen berät und deinen Stillwunsch akzeptiert (leider erfahrungsgemäß bei der älteren Generation weniger der Fall). Hast du da vielleicht eine verständnisvolle Hausärztin o.ä.? Und wegen der Blutungen, kann man das eventuell über andere stillverträgliche Medikamente regeln, Stillpille, oder so? Ja, Hormone haben auch Nachteile. Aber manchmal muss man Risiken oder leichte Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Aktuell geht es dir mit den Blutungen ja auch nicht gut. Es scheint, als ob du alles richtig und perfekt machen willst - das geht nun mal leider im Leben nicht immer. Das gilt auch fürs Stillen - du hast deinem Kind 5 Monate lang die bestmögliche Nahrung gegeben. Wenn du jetzt abstillst, aus gut nachvollziehbaren aus medizinischen Gründen, schadet das deinem Kind nicht. Du musst die Entscheidung aber selbst treffen und auch dahinter stehen. Sonst machst du es euch beiden unnötig schwer.
Hey JoMiNa Leider darf ich keine Pille oder generell Hormone mehr nehmen nach und während einer Thrombose. Und bisher haben alle Ärzte gesagt, dass ich eben nur spritzen darf mit dem stillen. Es war wirklich und ist auch noch immer ein riesen Schock für mich. Ich denke ich werde nun wirklich versuchen abzustillen, aber ich möchte die Kleine nicht leiden lassen. Ist gerade eben etwas schwer, da sie die ganze Nacht immer ab und an an der Brust war zum schlafen und beruhigen und eben von Anfang an nie was wie Nuggi oder Flasche akzeptiert hat. Die Stillberaterin ist auch am Ende mit ihrem Latein.
Ok, das mit Pille und Thrombose habe ich jetzt nicht bedacht... Wie gesagt, ich kann dir leider keine medizinischen Ratschläge geben. Du könntest höchstens nochmal hier im Expertenforum fragen. Aber ich bin ganz sicher, dass es dein Kind auf die Dauer gut wegstecken wird, wenn du es abstillst. Da brauchst du dir wirklich keine Sorgen machen. Mein Sohn hat auch ewig keinen Schnuller genommen, erst so mit 5-6 Monaten hat es geklappt, wir haben es immer wieder probiert. Am besten, du nimmst von Anfang an die zahnfreundlichen Variante, sonst steht bald die nächste Umgewöhnung an.
Nachtrag: Was genau möchtest du mit der Stillberaterin erreichen? Es klingt für mich so, als ob du kein klares Ziel hast, und selbst hin- und hergerissen bist. Dass dein Kind glücklich und zufrieden die Brust freiwillig aufgibt, ist vielleicht nicht realisierbar. Ich denke, du solltest als erstes eine Entscheidung für dich treffen und dir klare Ziele setzen. Und dann schauen, ob du die Stillberaterin als Unterstützung dazu nimmst, oder einen anderen Weg suchst. Habt ihr denn das füttern ohne Flasche schon probiert, aus einem Becher oder mit dem Löffel? Vielleicht zunächst die Füttermethode mit Muttermilch probieren, und erst wenn dein Baby den Dreh raushat, auf Pulvermilch umsteigen? Wenn am Ende nichts klappt, bleibt noch die "harte Tour". Vielleicht kann der Papa dafür wenigstens einige Tage freinehmen, oder die Oma kommt zur Unterstützung.
Wir haben tatsächlich schon alles versucht wie Löffel, Becher etc. Wir haben wirklich einen Weltladen an allem zuhause langsam und echt nichts, was wir nicht getestet haben. Welchen Schnuller hat dein Sohn dann genommen? Mein Mann muss eben leider in den Zivildienst ab Montag und meine Familie lebt leider 5 Stunden weg. Die Stillberaterin ist momentan eine emotionale Stütze und hilft mir, Milchstau etc zu vermeiden. Ich möchte jetzt abstillen, da ich die Spritzen auch nicht zu vertragen scheine (Schwellungen), allerdings ist momentan alles zusammen so ungünstig und heute wird die Kleine noch geimpft und wenn sie fieber bekommt, kann ich sie nicht der Brust entziehen, bis sie sicher aus der Flasche genug Flüssigkeit zu sich nimmt.
Wir hatten einen Schnulli von NUK, Genius glaube ich. Bei Fieber nach einer Impfung muss man nicht besonders auf Flüssigkeit achten, das geht ja meist schnell vorbei. Und du kannst ruhig ein Zäpfchen geben, falls dein Kind fiebert oder eventuell Schmerzen hat. Aber in vielen Fällen merkt man gar nichts, das war auch bei meinen Kindern so. Es wird jeden Tag irgendetwas geben, warum deinem Kind gerade die Brust gut tun würde (Krankheit, Bauchweh, schlecht geschlafen...). Den perfekten Zeitpunkt gibt es vermutlich nicht, vielleicht solltest du dir das nochmal bewusst machen. Du brauchst wirklich keine Gewissensbisse haben, dass du in diesem Fall dein Wohl vor das deines Kindes stellst. Denn das stimmt nicht. Für dein Kind ist eine gesunde und ausgeglichene Mutter noch wichtiger als Muttermilch.
Es tut mir leid, dass du krank bist. Ich wünsche dir gute Besserung und dass ihr eine gute Lösung findet! Konkret in deiner Situation war ich zum Glück noch nicht. Was ich aber tun würde: unbedingt abchecken, welche Alternativen du hast (medikamentös). Manche Medikamente schaden deinem Baby, die kann man natürlich nicht nehmen. Andere sind aber nur noch nicht getestet, da müssten Experten dich beraten, ob es Anhaltspunkte gibt, dass sie in die Muttermilch übergehen. Da gibt es also einen Spielraum. Wiederum andere sind problemlos einsetzbar. In der Stillzeit sind wesentlich mehr Medikamente möglich als in der Schwangerschaft! Embryotox wurde hier als Internetseite ja schon genannt, sehr empfehlenswert, vor allem auch für die Ärzte. Dann klang es zunächst ja so, dass du mit Spritzen weiter stillen kannst. Also entweder dein Kind muss Abstillen lernen, oder du spritzen. Und spritzen kann man lernen! Ich musste das im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung lernen, man gewöhnt sich dran… Das lernen auch alle, die zum Beispiel an Diabetes erkranken. Auch könnte man sich die Spritzen natürlich von medizinischen Fachpersonal setzen lassen. Wenn es wirklich gar nicht geht, kann man mal lieb bei der Hausärztin, der Frauenärztin, der Kinderärztin nachfragen. Wenn die sich alle etwas abwechseln, dann kriegen die Praxen das organisiert. Auch Pflegedienste kann man dafür einspannen. Ist natürlich alles nicht ganz einfach zu organisieren und hat auch etwas mit Kulanz zu tun, klappt aber meistens. Jetzt hast du geschrieben, dass du die Spritzen nicht verträgst. Dann ist das natürlich hinfällig (außer es gäbe noch ein anderes Medikament in Spritzenform). Dem Kind, die Brust zu verweigern, ist natürlich hart. Ich mache das manchmal bei meiner 16 Monate alten Tochter, und die versteht mich schon. Und trotzdem ist es schwer. Aber du würdest ja aus einem sehr guten Grund abstillen. Und natürlich ist es nicht schön, wenn das Kind schreit. Aber zwischen schreien (begleitet, mit viel KörpernNähe und Trost sowie Nahrung in Form von FlaschenMilch) und schreien lassen (im Sinne von das Kind mit seiner Hilflosigkeit, seiner Verzweiflung und seinem Frust alleine lassen) gibt es einen großen Unterschied. Beides ist natürlich Stress fürs Kind, aber Ersteres wird es gut und ohne bleibende Schäden überleben. Alles Gute 🍀
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