LucysWorld
Hallo zusammen, ich bin ganz frisch zum zweiten Mal Mama geworden und möchte gern nach euren Erfahrungen fragen. Ich habe bereits ein älteres Kind und hatte schon beim ersten Stillstart große Schwierigkeiten (medizinische Folgen einer schweren Geburt und Komplikationen), sodass ich damals nur teilstillen konnte. Diese Erfahrung war für mich emotional sehr herausfordernd, weshalb ich diesmal – nach einem insgesamt schwierigen Weg bis zur Geburt – viel Hoffnung in eine entspannte Stillbeziehung gesetzt hatte. Nun zeigt sich jedoch, dass es auch diesmal nicht einfach ist. Ich hatte vor vielen Jahren eine Mamareduktionsplastik, wodurch meine Milchmenge vermutlich begrenzt ist. Aktuell stillen wir kombiniert mit Pre. Sowohl ich als auch mein Baby müssen uns aber ersmtal einfinden da es sehr schläfrig ist und wir mit dem Gewicht kämpfen. Flasche mag es noch nicht, die Brust aber nimmt es gut, nur leider kommt nicht genug Milch. Mich würde sehr interessieren: Gibt es hier Mütter, die bewusst oder notgedrungen teilstillen (z. B. Stillen + Flasche)? Haben sich bei euch stabile Teilstill-Modelle etabliert, die im Alltag gut tragbar sind? Und wie seid ihr emotional damit umgegangen – insbesondere mit Traurigkeit oder dem Gefühl von Ungerechtigkeit, wenn es bei anderen scheinbar problemlos klappt? Mir geht es nicht darum, um jeden Preis voll zu stillen, sondern einen realistischen, liebevollen Weg für mein Baby und mich zu finden. Und vllt einen guten Weg zu finden mich emotional von dem Vollstillen als "besten" weg zu lösen. Über Erfahrungsberichte oder Gedanken dazu würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank und liebe Grüße Lucy
Hi Lucy, auch ich bin nun das erste Mal hier angemeldet nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe. Danke für deine Geschichte. Ich kann dich gut verstehen und bin in einer ähnlichen Situation. Meine zweite Tochter ist nun 8 Wochen alt und auch diesesmal reicht die Milch nicht. Die Geburt meiner erster Tochter war auch sehr schwierig und ich hatte damals einen hohen Blutverlust sodass die Erklärung für mangelnde Muttermilch plausibel klang. Also war dieses mal meine Hoffnung eine gute selbstbestimmte Geburt und das Stillen wird klappen. Doch obgleich die Geburt super war - auch diesesmal zu wenig Milch. Ich war und bin super traurig darüber und finde noch nicht so richtig einen entspannten Teilstillumgang. Derzeit füttere zwischen 200 und 300 ml pro Tag zu und das noch ziemlich kompliziert über die Brust und Sonden. Vielleicht können wir uns ja auch über pn austauschen?
Hallo Lalita, danke dir sehr für deine Nachricht und dafür, dass du deine Geschichte teilst. Beim Lesen habe ich mich in vielem wiedergefunden – gerade dieses Gefühl, beim zweiten Kind so sehr gehofft zu haben, dass es „diesmal einfach klappt“, und dann trotzdem wieder an ähnlichen Punkten zu landen. Das ist unglaublich schmerzhaft und enttäuschend, auch wenn man rational weiß, dass man nichts falsch gemacht hat. Jedenfalls macht es mir das gerade besonders schwer. Ich finde es stark, wie klar du benennen kannst, wie traurig dich das macht und wie schwer es ist, einen entspannten Umgang mit dem Teilstillen zu finden. Genau dieses Ringen erlebe ich auch gerade – zwischen dem Wunsch, loszulassen, und dem Bedürfnis, es noch irgendwie „richtig“ zu machen. Das Zufüttern über Brust und Sonde empfinde ich ebenfalls als sehr einnehmend und belastend, gerade weil es so viel Raum im Alltag und im Kopf einnimmt. Ein Austausch per PN würde mich sehr freuen. Es tut gut, nicht allein mit diesen Gedanken zu sein und sich mit jemandem zu verbinden, der das so ähnlich erlebt. Liebe Grüße
Ich stille beziehungsweise teilstille auch nicht so, wie ich es mir ursprünglich erträumt hatte. Am Anfang habe ich voll gestillt, inzwischen pumpe ich etwa 60 bis 70 Prozent meiner Milch ab. Ich nutze Momcozy M9 und die tragbare Milchpumpe hat eine App, wo man verschiedene Programme wählen kann, sowie die Saugintensität und Modis anpassen. Also ich habe keinen Plan, aber mit der App kann ich meinen Tag so steuern, wie ich mich gerade fühle. Es gibt nicht nur die klassischen Stimulations- und Abpumpphasen, sondern auch spezielle Modi wie Milk Boost oder Milk Relief, die ich je nach Brustgefühl auswähle. An Tagen, an denen ich gespannt oder empfindlich bin, nehme ich bewusst ein sanfteres Programm. An anderen Tagen, wenn ich meine Milchbildung etwas anregen möchte, wähle ich einen kräftigeren Rhythmus. Also würde ich die Momcozy Milchpumpen, die solche App-Steuerung haben sehr empfehlen.
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