kia-ora
Wie läuft bei euch die Notbetreuung ab? Könnt ihr euer Kind da mit einem guten Gefühl abgeben? Oder herrscht Chaos? Oder was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Kita A hat mich damals direkt beim Bringen angesprochen, wie ich die nächsten Tage arbeite und wann ich Junior selbst betreuen kann. Beim Abholen ein paar Stunden später bekam ich sofort Rückmeldung, dass meine Arbeitstage gut abgedeckt sind. Ich konnte Guten Gewissens arbeiten. Kita B hat per Mail für 3 Wochen Notbetreuung angekündigt. Am Eingang hing dann jeden Morgen ein Zettel für den jeweiligen Tag mit der Stufe rot, Orange oder gelb. Also wusste man erst beim Bringen, wie stark sie unterbesetzt sie sind. Hab also das Kind nur einmal gebracht als ich keine Alternative hatte und das Resultat war auch nicht gut.
Ich sag mal so, als Eltern hat man schlichtweg keine Wahl. Schlechtes Gewissen gehört zum Elternsein quasi zur Grundausstattung. Das Thema Notbereuung haben wir seit 2020; in wechselnder Besetzung/Kita. Meine Erfahrung ist, dass es drauf ankommt ... wie erfahren/routiniert ist die Kitaleitung, wie absehbar der Personalmangel, wie flexibel die Elternschaft, wie die Kommunikation läuft Aktuell haben in den Osterferien eingeschränkte Betreuungszeiten, das wurde schon vor 2 Wochen angekündigt ... gut händelbar. Wir hatten aber auch schon Situationen, wo der Personalmangel kurzfristig eingetreten ist und Eltern ihre Kinder morgens nicht abgeben konnten; fas ist maximal spassbefreit für alle Beteiligten.
unsere kita hat eine extrem gute personaldecke deswegen gibt es keine notbetreuung in dem sinne. schlimmstenfalls sinkt der betreuungsschlüssel auf das gesetzliche mindestlevel. ich glaube nicht dass er jemals darunter lag. wobei ich den schon sehr niedrig finde. trotzdem hat mein mann auch mal die kinder zuhause gelassen wenn es eng war und es ihm in den kram gepasst hat. oder früher geholt. er kann es dann aber auch richtig zelebrieren mal extra-time mit nur 1 oder 2 kindern zu haben. ich glaube ihm macht das mehr spaß als den kindern und manchmal sucht er wohl geradezu eine ausrede um mal ein kind aus der kita zu nehmen. wir können den schichtplan in der app einsehen, keine namen aber zahlen. aber final ist das erst morgens weil krankheiten meistens nicht planbar sind. blöd wird es wenn z.b. wg urlaub weniger da sind als sonst und dann noch jemand krank wird. dann muss die arme leiterin leute zwischen den gruppen hin und her schieben. ich würde deren job für kein geld der welt haben wollen.
Ja, Chaos. Ja, trotzdem gutes Gefühl. Das liegt hauptsächlich daran, dass unser Kind sich im Chaos voll entfalten kann. Und trotzdem noch seine gewohnten Rückzugsräume in der KiTa findet. Also eigentlich findet unsere einen niedrigeren Betreuungsschlüssel fast schon besser (normal haben wir mehr Betreuer als gesetzlich vorgeschrieben). Sie ist beim Abholen allerdings trotzdem knatschiger als sonst. Dich scheint aber ehr der Umgang deiner neuen KiTa mit der Notbetreuung zu stören. Das Zettelsystem ist ja ganz typisch. Meines Wissens der Tatsache geschuldet, dass die Einrichtung oft selbst nicht genau planen kann, welche Erzieher wie lange ausfallen und wer sich noch krank meldet. Notbetreuung entsteht ja meist durch Notfälle bei den Erziehern und nicht durch ungeschickte Planung von Urlaub und Fortbildungen etc. Ich finde es zwar bewundernswert, dass eure alte KiTa für bestimmte Tage eine gute Abdeckung versprechen konnte, hätte dem aber nur bedingt geglaubt. Da wird noch ein weiterer Erzieher krank und der ganze Plan ist im Eimer. Außer es waren zig Familien dort, die ihre Kinder "für die Sozialisierung" jeden Tag gebracht haben, während die Eltern extrem flexible Arbeitszeiten hatten (bzw viele Teilzeit arbeiten waren), sodass eben auch zig Kinder spontan zuhause bleiben konnten.
Ich kenne Notbetreuung so, dass Kinder in der selben Einrichtung betreut werden, aber nur eine reduzierte Anzahl an Plätzen verfügbar ist. Alle Eltern werden darüber informiert, sie ihre Kinder nur bringen dürften, wenn sie berufstätig sind und keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Die Info kommt meist kurzfristig am Morgen, oder man wird z.B. am Nachmittag darüber informiert, wie die Situation für den nächsten Tag ist. Das kann ja gar nicht anders laufen, wenn sich die Mitarbeiter erst morgens krankmelden. Die Plätze werden nach Reihenfolge der Rückmeldung vergeben, ich habe aber noch nie mitbekommen, dass jemand nicht zur Arbeit konnte deswegen. An dem Tag werden Gruppen zusammengelegt und das Personal so eingeteilt, dass es mit dem Schlüssel hinhaut. Manchmal kommen Springerkräfte von der Stadt dazu, aber meist sind es nur die bekannten Erzieher*innen. Chaos gibt es da soweit ich weiß nicht, außer dass die Kinder nicht in der gleichen Gruppe wie sonst betreut werden. Das ist aber kein Problem, da die Räume, Kinder und Erzieher wegen dem halboffenen Konzept im Prinzip bekannt sind. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass ganz neue oder sehr sensible Kinder zunächst verunsichert sind. Aber eigentlich ist es für die meisten Kinder ein Abenteuer, in einer anderen Gruppe zu spielen, und gerade wenn die Plätze nicht voll sind, ist es ruhiger als sonst. Natürlich macht man sich Gedanken, wenn man das Wort Notbetreuung liest. Aber eher, wie die nächsten Tage laufen werden. Wir hatten auch schon einige wenige Male eine (Teil-) Schließung. Aber insgesamt ist meine Erfahrung positiv, ich finde viel besser kann man unerwartete Ausfälle nicht handhaben.
Meine Kinder gehen auf eine hofkita mit Tieren und Naturpädagogik, da das Konzept hier selten ist und auch viele Erzieher und Pädagogen interessiert haben wir in den letzten anderthalb Jahren nicht einmal notbetreuung gehabt Wenn hier mal Notbetreuung wäre würden immer eine entsprechende Anzahl der Kinder Zuhause bleiben müssen das würde reichenh um gehen, auf Geschwister würde geachtet werden