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Mittagessen in der KiTa

Mittagessen in der KiTa

kia-ora

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Wir haben vor ein paar Wochen die KiTa gewechselt. Inzwischen ist Junior dort auch angekommen und spielt dort gerne. Ein Freund aus der alten KiTa ist ihm inzwischen gefolgt und das finden beide natürlich gut.  Leider mag mein Kind das Mittagessen dort nicht. Wenn er länger als 12Uhr bleiben soll, gibt es Tränen ohne Ende - zu Hause am Abend davor und beim Aufstehen. Das zerrt an den Nerven. Hatte jemand ein ähnliches Problem und konnte es lösen? Die Kita erlaubt keine Ausnahmen (zu.B. Brot aus der Lunchbox). Abholen um 12 Ihr geht aus beruflichen Gründen nicht. 


KielSprotte

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Dann muss Junior sich entweder ans Essen gewöhnen, oder eben hungern. Bezahlen werdet ihr trotzdem müssen, denn das Essen wird ja bereit gestellt. Oder ihr wechselt zum wievielten Male die Kita??


kia-ora

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Hier geht es NICHT ums Geld. Gezahlt wird. Das weiß ich. Mich machen die stundenlangen Heulattacken fertig. Morgens um halb sechs laufen die ersten Krokodilstränen.  PS: Er hat die Kita gewechselt, weil es dort nicht sicher war.  Zu viele Unfälle und keine (Erste) Hilfe. 


WonderWoman

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krokodilstränen? also gefaked? was passiert denn in der kita wenn er das essen verweigert? dass ist doch die entscheidende frage. wenn es dort dann stress gibt liegt das problem ja nicht beim kind und auch nicht beim essen, dann ist ein gespräch mit den erzieher*innen fällig. aber wenn man das dort gelassen nimmt und sagt "kein ding, magst du ein bild malen während die anderen essen?" oder sowas in der art muss man vielleicht tiefer graben. ist das essen denn wirklich so schlecht? immer? schmeckt es den anderen kindern? vielleicht ist es nicht das essen an sich sondern die situation, das setting, whatever. denn ich kann nicht glauben dass wirklich niemals auch nur die kleinste halbwegs essbare nudel dabei ist.


TatsächlichLiebe

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Mein Großer ist sehr wählerisch und isst oft nicht das Hauptgericht zu Mittag. Bei uns gibt es aber meist Rohkost dazu oder wenn es Suppe gibt, dann Brot dazu. Diese Dazus isst er dann immerhin. Den Nachtisch auch, der mal aus Obst, mal aus Joghurt oder auch mal selbstgemachtem Pudding/Eis besteht. Gibt es das alles bei Euch nicht?  Ich sage ihm schon immer, dass er sich beim Frühstück gut satt essen soll, wenn ich sehr, dass es Spinatquiche zu Mittag gibt...Nach dem Kiga ist es dann mit einem Brot meist getan. Meiner macht sich nicht so viel aus Essen. Leider. Aber so steckt er das gut weg und ich hoffe weiterhin, dass er flexibler wird. Ich sage auch immer, dass es mein Lieblingsessen auch nicht jeden Tag gibt und man auch mal was anderes essen muss, das man nur okay findet. 


JoMiNa

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Die Frage ist, was genau das Problem ist. Dass ein Kind weint, weil es in mehreren Stunden ein Essen vorgesetzt bekommen wird, das ihm nicht schmeckt - das finde ich eher unwahrscheinlich. Denn es hat zu diesen Zeitpunkt doch keinen Hunger. Ich kenne viele Kinder, die das Essen im Kindergarten nicht mögen. Aber dass ein Kind nur deswegen den Kindergarten verweigert, habe ich noch nicht mitbekommen. Ich würde die Ursache eher in der Essenssituation suchen. Werden die Kinder gezwungen zu probieren? Oder wird in einer anderen Weise Druck aufgebaut? (Immer wieder nachfragen oder demonstrativ das Essen loben.) Gibt es gewisse Verhaltensregeln während dem Mittagessen, die das Kind nicht versteht, oder Strafen, die ihm Angst machen? Zum Beispiel unruhige Kinder werden weggesetzt, oder wer mit dem Essen spielt, darf nicht weiter essen. Bei sensiblen Kindern kann schon eine beobachtete Situation reichen. Findet ein Wechsel von Räumen oder Personen statt? Vielleicht geht mittags die Lieblingserzieherin. Oder es wird in einem Raum gegessen, in dem das Kind sich nicht wohlfühlt. Oder beim Mittagessen ist ein aggressives Kind aus einer anderen Gruppe dabei. Es kann auch etwas ganz harmloses sein, wie dass vor dem Essen immer aufgeräumt wird, Kind möchte aber seine Bauwerke stehen lassen. Am Ende darf man nicht vergessen, dass das Kind noch mitten in der Eingewöhnung steckt. Vielleicht hat das Problem mit dem Essen gar nichts zu tun, sondern es geht ums länger bleiben? Gab es eine langsame Eingewöhnung und wie lief diese ab? Es könnte  einfach der "Alltagsschock" sein. Während der ersten Tage war kein Mittagessen und alles schön und aufregend, Mama war nie lange weg. Und jetzt wird klar, dass Kind täglich viele Stunden ohne Mama in der Einrichtung verbringen muss. Und diese Tatsache hat das Kind mit dem Mittagessen verknüpft.   Also ich würde erstmal Ursachenforschung betreiben, sowohl mit dem Kind viel reden als auch gezielt bei den Erzieherinnen nachfragen, wie die Situation ist, und ob sie eine Idee haben.


Chriss123

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Antwort auf Beitrag von JoMiNa

Das hier scheint mir in die richtige Richtung zu gehen. Bei uns gab es neulich einen Küchenumbau und dadurch andere Gerichte als gewohnt in der KiTa. Die Reaktion: Der Maiswaffel und Obstkonsum der gesamten KiTa ging hoch. Es schmeckte kaum einem, es war oft auch nicht genug Sättigungsbeilage, um die ganzen Mäkler nur mit trockenen Nudeln satt zu bekommen. Trotzdem sind meines Wissens alle Kinder weiter gern zur KiTa gegangen. Wenn alles andere passt und ein Kind voll angekommen ist, ist das Essen denen nicht so wichtig.  Ich würde also auch mal nach der eigentlichen Ursache forschen und da Abhilfe schaffen. Was sagen denn die Erzieher dazu?


JaJoLo

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Antwort auf Beitrag von JoMiNa

Wie immer wieder festzustellen ist, hast Du einen wirklich wunderbar differenzierten Blick auf die Dinge. Danke für diese und die vielen anderen Antworten! Meine Gedanken gingen in eine ähnliche Richtung, daher möchte ich nichts wiederholen. Eine Sache noch: Mein Großer isst generell nicht so wahnsinnig begeistert und ist sehr mäkelig. Er meint, dass das Essen zwar nicht so lecker wäre, aber viel schlimmer wäre es, dass die Essensausgabe und das Essen selbst so laut wären. Das führt hier zwar nicht mehr zu Tränen, aber zu Gemecker 😉 KiTa-Tränen kennen wir in Massen und ich kann für uns bestätigen, dass es meistens nicht der augenscheinliche oder genannte Grund ist. Ich würde empfehlen mit allen Akteuren im Gespräch zu bleiben. Ganz viel Glück!!


Bonniebee

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Antwort auf Beitrag von kia-ora

Das klingt für mich ein wenig, als ob das eigentliche Problem nicht das Mittagessen wäre. Sondern als ob das Essen eher der Aufhänger ist, an dem sich das Problem zeigt. Auf den ersten Blick sieht es dann so aus, als ob er das Essen nicht mag, und ich denke, er glaubt das auch selbst. Aber das Essen ist ja nicht jeden Tag dasselbe, es gibt die verschiedensten Dinge, und dass er davon gar nichts mag, ist unwahrscheinlich – sondern offenbar tut sich dein Sohn mit dem Kita-Wechsel doch etwas schwerer als es den Anschein hat. Und wenn er länger als bis mittags bleiben muss, ist das für ihn gefühlt sehr lang. Ein eigenes Brot oder eigenes Essen würde das zugrundeliegende Thema auch nicht lösen. Kleine Kinder können unterschwellige Ängste und Überforderung noch nicht gut bei sich selbst wahrnehmen oder gar artikulieren. Es werden dann Scheingründe benannt. "Ich mag das Essen nicht", ist für das Kind viel einfacher zu sagen als: "Ich weiß nicht, ich finde hier alles noch sehr beunruhigend und fremd, die Erzieherinnen sind so neu, die anderen Kinder auch, die Räume sehen anders aus, es riecht anders, alles fühlt sich noch so sperrig an." Eine schnelle Lösung oder einen tollen Erziehungstrick gibt es da nicht. Dein Sohn muss durch diese herausfordernde Phase hindurch. Das darf etwas dauern und es kann auch weiterhin noch ein paar Tränen kosten. Wenn du ihn nicht früher abholen kannst, dann ist das so, und er muss das trotzdem schaffen. Und das wird er – auch wenn es ihm nicht leichtfällt. Vertraue darauf, dass er das hinbekommt. Wenn Mama zuversichtlich und gelassen wirkt, ist es auch fürs Kind leichter. Es wird in den nächsten Wochen besser werden, du wirst sehen. LG


kia-ora

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Antwort auf Beitrag von kia-ora

Ich hatte ein langes Gespräch mit der Kita und auch mein Sohn hat zu Hause endlich gesagt, wo der Schuh drückt.  Die Essenssituation ist sehr instabil. Also der Ort und die Erzieher wechseln fast täglich. Da ist er an eine Erzieherin geraten, die versucht hat ihn zum Essen zu zwingen. Red Flag für ihn. Jetzt isst er immer in seiner Gruppe und mit einer Erzieherin aus seiner Gruppe. Die wissen alle Bescheid, dass Druck ein No Go ist und sie wertschätzend mit mir und ihm umgehen sollen. Da gab es nämlich noch andere Punkte, wo das nicht geklappt hat in den ersten Wochen. Der Träger stärkt uns da aber den Rücken und das konnten wir spüren. Seitdem Gespräch läuft es besser.