Aurinko9283
Hi, ich bin Mutter einer fast 6 jährigen, also nächstes Jahr wird sie als Muss-Kind eingeschult. Nun machen mir einige Punkte bei ihr Sorgen. Heute ist wieder einer der Tage. Seit ihrem 5. Geburtstag, der nun auch bald 3/4 Jahr her ist hat sie auf nichts Lust, was außerhalb der Kita stattfindet. Sie weigert sich, auf Kindergeburtstagen zu gehen, weigert sich Fahrrad fahren zu lernen, weigert sich in Sportverein anzumelden, einfach alles. Heute wären wir zu einem Kindergeburtstag Ihres Kiga Freundes eingeladen, es ist eigentlich Ihr bester Freund und sie hat sich erneut mit Händen und Füßen gewehrt, sie sagt "ich will nicht und ich tue ihm weh" "ich nehme sein Geschenk weg" "ich will ihm nicht sein Geschenk geben." "Ich hasse ihn." Das ist seit über einem halben Jahr so. Wir streiten regelmäßig und es eskaliert verbal, auf Zwang machen wir nur noch alles. Wenn sie mal irgendwann da ist bei solchen Veranstaltungen ist alles paletti und wie als wäre nichts gewesen, keine verbalen Kraftausdrücke, kein Schlagen beißen etc. Kita kennt dieses Verhalten ebenfalls nicht sie benimmt sich "vorbildlich". Jedesmal, wenn wir allerdings von uns aus als Eltern etwas neues machen möchten oder eingeladen sind zu Treffen, Familie feiern usw will sie nicht. Heute habe ich zum ersten Mal aufgegeben. Ich Kämpfe regelrecht verbal mit ihr, alle Tipps die im Internet stehen oder Chat GBT habe ich ausprobiert, funktioniert nicht. Wenn ich sie anschreie und ihren Wutanfall sich beruhigt hat, erst dann ist sie etwas umgänglich. Ich möchte es aber nicht so eskalieren lassen, es zieht mir Kraft als Mama, aus dem Grund habe ich die Wohnung verlassen müssen, weil ich so sauer war und werde erst morgen wieder nach Hause kommen. Langsam mache ich mir Sorgen um sie, ob psychisch alles in Ordnung ist. Kennt das jemand? Ich habe sie noch nie so extrem erlebt, vorallem will sie dann auch einfach gar nichts, weder neues lernen, machen etc. Ich habe zur Sicherheit einen Termin beim KJP gemacht. Kennt das jemand in dem Alter? Wackelzahnp.? Es ist extrem. Wie soll sie denn in der 1. Klasse dann klarkommen mit den ganzen neuen Schülern usw.? Ich bin verzweifelt und mittlerweile zieht es mir enorm Kraft, sodass ich am WE lieber ohne sie plane, da übernimmt der Vater. Lg Aurinko
Ich finde, das klingt schon heftig und geht über die "Wackelzahnpubertät" hinaus. Wenn ich es richtig verstehe, geht es ihr nicht wirklich darum, zu ihrem Freund gemein zu sein, oder gar ihm weh zu tun, sondern sie möchte euch mit ihren Aussagen provozieren? Was mir bei deiner Beschreibung auffällt: Du nennst nur Dinge, die optional sind, und zu denen ihr sie nicht zwingen müsst (Geburtstag, Sportverein). Warum lässt du dich da überhaupt auf Machtkämpfe ein? Bei diesen Themen könnt ihr doch ohne große Diskussionen und Emotionen ihr ihren Willen lassen. Meist gibt es die größten Reibungspunkte bei den "Muss"-Themen wie Anziehen, aufräumen, Einschränkung von Süßigkeiten oder Bildschirmzeit... Eskaliert es da bei euch genauso? Vielleicht beruhigt es dich etwas: Ich habe ein Kind in meinem Umfeld, das ein bisschen ähnliches Verhalten zeigt. Da geht es zwar um andere Themen als Kindergeburtstage, aber auch da äußert das Kind ziemlich krasse Dinge gegenüber den Eltern, verhält sich aber sonst komplett angepasst und unauffällig. Das Kind ist schon seit 2 Jahren in der Schule und es läuft dort komplett ohne Probleme. Am Ende möchte ich noch eine Sache sagen, nicht um dir einen Vorwurf zu machen, aber weil es mir einfach auffällt: Ich kann gut verstehen, dass du nach einem Streit sauer bist, vielleicht auch verletzt durch die Worte, die gefallen sind. Aber dass du deswegen bis zum nächsten Tag ohne Vorwarnung weg bist, muss ziemlich heftig für dein Kind sein. Wenn ich es richtig verstehe, bist du auch die Wochenenden oft weg oder ihr verbringt diese getrennt? Das kann eine 5jährige noch überhaupt nicht reflektieren und wird sie sehr verunsichern. Im Grunde wollen alle Kinder in dem Alter von ihren Eltern geliebt werden. Auch, oder sogar gerade dann, wenn sie über die Stränge schlagen und sich daneben benehmen. Es klingt jedenfalls sehr verfahren bei euch und ich denke es ist gut, dass du Unterstützung von außen organisiert. Vielleicht wäre parallel ein Termin bei der Erzieherungsberatung sinnvoll. Einfach um nochmal einen anderen Blickwinkel zu bekommen, vor allem falls es mit dem Termin beim KJP länger dauert. Oder hier im Expertenforum gibt es auch eine KJP, deren Einschätzung dir vielleicht weiterhilft.
Tatsächlich akzeptiert sie andere Regeln, wie weniger Süßigkeiten oder Aus der Bildschirmzeit.
Das klingt wirklich heftig. Kann es sein, dass sie durch ihre Weigerungen sehr viel Aufmerksamkeit erhält? Kinder sind da ungeschickt: solange es Aufmerksamkeit gibt, ist die gut. Auch wenn sie aus schreien und Konflikt besteht. Das potenziert sich dann leider oft. Ich würde auch einfach fürs erste mit allen optionalen Aktionen aufhören. Vielleicht fehlt ihr einfach Zeit um zu Hause in Ruhe zu sein? Unsere wünscht sich das regelmäßig am Wochenende: sie möchte einfach mal mit meinen Sachen spielen, in Ruhe basteln, zehn Bücher lesen (lassen). Zu viele Aktivitäten in Vereinen etc. mag einfach nicht jeder. Gerade nach einem anstrengenden KiTa-Tag brauchen ehr introvertierte Kinder einfach mal Ruhe und keine Musikschule, Schwimmen, Turnen, Spielbesuche. Gut, wenn eure Tochter das für sich schon erkannt hat. Wenn du da ein anderes Naturell als eure Tochter hast und als Ausgleich nach der Arbeit und am Wochenende raus möchtest, kann das schon knallen. Vorallem, wenn du dich immer auf Krampf durchsetzt. Da wär ich nach Jahren, in denen meine Bitte um Ruhe nicht geholfen hat, auch auf Krawall aus wie deine Tochter. Dann hilft es wirklich, wenn du dir alleine eine Beschäftigung suchst. Und sie darf mit, muss aber nicht. Solange Papa zufrieden damit ist, mit ihr zu Hause zu sein. Er sollte ja auch nicht zu kurz kommen. Manchmal hilft es dann doch aufs Kind zu hören und unnötiges Programm zu streichen.
Ich versuche sie, sooft es geht Einzubinden. Sie will nie mit, auch nicht zu meinen Freundinnen, die sie kennt. Deshalb unternehme ich Dinge alleine, genauso wie der Papa auch, das kann ein Wochenende dauern.
warum zwingt man sein kind zu freiwilligen veranstaltungen? die intention dahinter entzieht sich mir komplett. dann geht sie halt nicht zum geburtstag. das ist doch überhaupt keine diskussion wert, geschweige denn einen kampf mit schreien und wutanfällen. ich verstehe es wirklich nicht.
Naja, ich kann die TE schon ein bisschen verstehen. Es ist ja wirklich nicht gut wenn das Kind jede Aktivität scheut. Klar, wenn man mal nicht auf einen Geburtstag will ist das kein Problem, aber grundsätzlich? Da würde ich mir auch Sorgen machen und mein Kind ermutigen hin zu gehen. Wir haben auch 1 sportliche Aktivität pro Woche. Okay, ich würde mein Kind nicht zwingen, wenn es nicht will, aber begeistert wäre ich auch nicht. Wo ich aber auch einer anderen Userin Recht geben muss, deshalb über Nacht wegzubleiben ist auch nicht gut fürs Kind. Kurz rausgehen, abreagieren müsste reichen.
Aber ermutigen ist ja nicht so lange diskutieren bis beide Seiten schreien und Kind aus dem Haus gezwungen wird. Sagst du ja selbst, dass du soweit nicht gehen würdest. Da muss man sich dann schon vorher mal zurücknehmen und das Kind über seine Freizeit mitentscheiden lassen. Egal ob man mit der Situation unzufrieden ist. Wir haben ja oft einen internen Fahrplan für unsere Kinder: Bis zur 1. Klasse muss kind Rad fahren, damit so der Schuleeg klappt. Oder mit 6 soll kind bitte ein Hobby haben, das es ohne Eltern macht, damit wir ein Stück Freiheit zurück bekommen. Das ist ja auch total verständlich, solche Ideen zu haben. Wenn Kind aber nicht so weit ist, egal ob körperlich oder seelisch, kämpft man da völlig unnötig. Irgendetwas muss die Tochter der TE ja mögen. Sie würde ja schreiben, wenn die Kleine nur die Wand anstarren möchte zu Hause. Dann fördert man eben das vorhandene Interesse statt neues zu erzwingen. Mit dem Roller geht's z.B. auch zur Schule oder man sucht sich ein Hobby zu Hause, während Kind dort seinen Interessen nachgeht.
ermutigen ist aber was anderes als beidseitiger totaler crashout. da werden doch grad ganz andere kämpfe ausgefochten als der um einen verf*ckten kindergeburtstag. vor allem wenn mama dann auch noch beleidigt abrauscht. warum geht das der mutter so nahe? wie jemand oben schreibt kann ich mir vorstellen dass sich das inzwischen verselbständigt hat und man dem kind die möglichkeit gibt wieder mit freude und freiwillig zu sowas zu gehen wenn man es erstmal in ruhe lässt. dann muss das kind nicht in den "rituellen" crashout gehen sondern kann wieder fühlen was es wirklich will. oder das kind ist so verdattert dass mama nicht wie erwartet rumbrüllt dass sie es eben einfach macht.
Zu deiner Frage: Warum geht es der Mutter so nah? Vielleicht macht sie sich wirklich einfach Sorgen. Ich bin da auch so. Allerdings lasse ich es mir nicht so anmerken. Aber ich finde es z. B. schlimm, wenn mein Kind krank ist und deshalb tolle Aktivitäten im Kiga verpasst. Und ich freue mich wenn sie zu Geburtstagen eingeladen wird. Ich möchte einfach, dass mein Kind alles mitmacht was geht und was für Kinder schön ist. Dass das nicht unter Zwang geht ist klar. Aber das ist mir auf deine Frage eingefallen.
aber ist dein impuls dann weg vom kind? sorge löst doch eher einen impuls hin zum kind aus, oder? abstand schaffen zum kind klingt für mich eher nach wut/verletzung als nach sorge. wenn ich mich um mein kind sorge würde ich es mir am liebsten auf den bauch binden. und anbrüllen würde ich es auch nicht. aber vielleicht bin ich auch merkwürdig
Würde das Kind Aktivitäten zu Hause gut finden? Mein Jüngster ist auch sehr gerne zu Hause und versteht oft nicht, warum er irgendwo hinfahren soll. Vielleicht sehnt sich deine Tochter nach ruhiger Familienzeit? Lebt ihr Hobbys vor? Also geht ihr selbst regelmäßig zum Sport o.ä.? Gibt es Hobbys als Familie? Also ohne andere bekannte Leute! Einfach nur Eltern + Kind.
Hi, sie will nicht zum Sportverein, nichts neues lernen, zuhause Basteln und spielen, wie Puzzle oder Puppen und Rollenspiele, manchmal auf dem Spielplatz, mehr aber nicht. Ist für mich für den ganzen Sommer aber keine Option, deshalb genieße ich die Zeit dann wenigstens mit mir selber.
Hallo, ich glaube, das Problem betrifft nicht nur deine Tochter, sondern auch euch als Familie und vielleicht den Erziehungsstil. Du schreibst, dass du deine Tochter öfter auch anschreist und alles eskaliert. Das ist natürlich wirklich schädlich für dein Kind und fördert problematisches Verhalten, anstatt es abzumildern. Du hast vielleicht eine bestimmte Vorstellung davon, wie deine Tochter sein sollte, was sie wollen und mögen sollte und wie sie sich verhalten sollte. Wenn sie diese Erwartung nicht erfüllt, weil sie das noch nicht kann, wirst du laut. Aber warum? Warum muss sie auf einen Kindergeburtstag gehen? Warum muss sie auf einen Sportverein Lust haben? Offenbar ist sie noch zu unsicher, was bei einer erst Fünfjährigen einfach so sein darf. Meine Kinder blieben in dem Alter auch noch nicht gern allein auf einem Geburtstag, und bei Sportverein und Musikschule starteten sie erst mit 7 Jahren. Ich denke, es ist eine gute Idee, zum KJP zu gehen. Vielleicht noch wichtiger wäre es, einige Sitzungen Erziehungsberatung wahrzunehmen. Denn das Problem liegt ja nicht beim Kind allein, sondern auch im Umgang von euch Eltern mit eurem Kind. Du fühlst dich vom Verhalten deiner Tochter so getriggert, dass du offenbar regelmäßig wütend wirst. Das passiert dir natürlich nicht absichtlich. Deshalb wäre es sehr wichtig, dich beraten zu lassen, wie du innerlich gelassener damit umgehen kannst, dass deine kleine Maus einfach so ist wie sie ist. Bei der Erziehungsberatung bekommt man alltagstaugliche Tipps für konkrete, schwierige Situationen, damit man künftig als Familie besser damit umgehen kann. Das ist wirklich sehr hilfreich und entlastet sehr. Vor allem, da du dir Sorgen wegen des Schuleintritts machst, würde ich jetzt zeitnah einen ersten Beratungstermin ausmachen. Es dauert ja einige Monate, bis die Tipps helfen, das geht nicht von heute auf morgen. Nach meiner Erfahrung (beruflich) dauert es ca. 6 bis 9 Monate, bis das Problem für die Familie gelöst ist. Denn alle müssen etwas umlernen, neue Muster müssen eingeübt werden. Deshalb würde ich keine weitere Zeit verlieren. Kostenlose Erziehungsberatung mit wirklich netten Beratern bieten Caritas, Diakonie und der Kinderschutzbund an. Einfach anrufen, gell, da ist wirklich nix dabei, sie sind dort genau für solche Situationen da, und sie freuen sich, wenn man kommt. LG
Bin ich hier eigentlich die einzige, die es nicht normal findet, dass die Mutter eines 5-jährigen Kindes wegen eines Wutanfalls des Kindes die Wohnung verläßt und über Nacht nicht zurück kommt? "Wenn ich sie anschreie und ihren Wutanfall sich beruhigt hat, erst dann ist sie etwas umgänglich. Ich möchte es aber nicht so eskalieren lassen, es zieht mir Kraft als Mama, aus dem Grund habe ich die Wohnung verlassen müssen, weil ich so sauer war und werde erst morgen wieder nach Hause kommen. " Ich war als Kind auch sehr impulsiv und eigen. Meine Mutter hat mich ignoriert, wenn es ihr gereicht hat, ist aber im Haus geblieben. Das fand ich damals sehr schlimm. Ich hatte jedesmal Angst, dass sie mich nicht mehr lieb hat. Da war mir lieber, wenn mein Vater gebrüllt hat. Bei ihm war ich mir sicher, dass er nur jetzt sauer ist, mich aber trotzdem liebt. Dass ein Kind verhaltensauffällig wird, wenn eine Mutter wegen eines Wutanfalls die Wohnung über Nacht verlässt, was ja vermutlich nicht das erste mal war, finde ich überhaupt nicht verwunderlich. Deine Tochter denkt wahrscheinlich, das war es jetzt und Du kommst nie wieder! Außerdem schiebst Du sie offenbar ständig am Wochenende zum Vater ab. Das merkt ein Kind in dem Alter. Die sind nicht blöd. Sorry, aber Euch sehe ich beide beim Psychologen/Psychiater. Eventuell kann Deine Tochter schlecht mit Reizen umgehen und ihr sind diese gesellschaftlichen Ereignisse schlicht zu viel. Das ginge in Richtung Hochsensibilität, ADHS oder sogar Autismus. Diese Dinge sind stark erblich bedingt, können aber durch falsches Verhalten der Eltern, wie Liebesentzug, noch gefördert werden. Das heißt auch, dass Du genauso betroffen sein kannst. Ich habe übrigens einen neurodiversen Sohn und eine Tochter, die als kleines Kind sehr spektakuläre Wutanfälle hatte. Ich kenne das und bin vermutlich selbst neurodivers, aber eins habe ich mir geschworen, niemals werde ich meine Kinder so behandeln, wie meine Mutter es mit mir gemacht hat. Meine sind jetzt 16 und 18. Wir hatten viele Auseinandersetzungen, wo beide Seiten laut wurden, aber jetzt zeigt sich, dass beide zufriedene, selbstständige Menschen sind. Unser Sohn braucht nur die richtigen Gleichaltrigen um sich, dann läuft es super.
Sehe ich genau so und habe es oben geschrieben. Egal wie sich eine 5jährige benimmt, das sollte eine Erwachsene nicht so nah an sich ran kommen lassen, dass man eine Nacht wegbleibt. Es ist nur eine Vermutung, da man aus den wenigen Zeilen nicht die komplette Situation erfassen kann. Aber vielleicht ist das Verhalten des Kindes ein Hilferuf, weil es sich der Liebe seiner Mutter nicht sicher ist. Eigentlich möchte es mit den provozierenden Äußerungen nur bis zum Äußersten gehen und trotzdem erfahren, dass es geliebt wird. Der Plan geht leider nicht auf und das Ganze hat sich mittlerweile verselbstständigt. Da muss jetzt eine Kehrtwende rein, die von der Mutter bzw. von den Eltern ausgehen muss. Ich denke, dafür wäre Unterstützung von außen sehr hilfreich, da man alleine nicht aus den alten Mustern herauskommt.
Nein, bist du nicht, aber ich habe mich bisher auf meine Finger gesetzt....... DAS ist doch nicht normal - und damit meine ich das Verhalten der Mutter/AP. Vielleicht denkt sich die arme Kleine, liebe negative Aufmerksamkeit von Mama, als gar keine. Ich sehe darin einen gaaaaanz großen Hilfeschrei der Kleinen, so nach dem Motto "ich sage zu allem Nein, dann ist Mama wenigstens da und brüllt mit mir". Scheinbar die ganzen Wochenende alleine verplanen und Mann/Vater und Tochter alleine lassen - was ist das für ein Familienleben??? Stattdessen solltest die Mutter lieber mal darüber nachdenken, was denn rd. um den 5. Geburtstag passiert ist - irgendeinen Auslöser muss es ja gegeben haben, denn seitdem scheint sie die Kleine auf "nein - (negative) Aufmerksamkeit" gepolt zu sein..........ich sehe darin einen sehr lauten Hilfeschrei der Tochter, die alle Aktivitäten scheinbar als Abschieben durch die Mutter versteht.
Ich finds so wie bei der TE geschildert auch schlimm. Also, dass sie nach einem Streit abrauscht und nicht wieder kommt. Es gibt aber ja auch Menschen im Schichtdienst, die am Wochenende nicht da sein können. Kenn ich von mehreren Familien, dass Mama oder Papa da nur zum Essen, kurz Spielen und Schlafen heim kommen. Ich selbst bin auch regelmäßig Samstags im Dienst. Und für meinen Mann ist das tatsächlich schön, wenn er unsere Tochter dann ganz für sich hat. Die beiden haben alleine ganz andere Dynamiken und Beschäftigungen, die sie echt genießen. Das Fehlen eines Elternteils am Wochenende ist per se kein Problem für ein Kind. Das gegenseitige Anschreien und fern halten, weil man den Stress als Mutter nicht erträgt... da sollte man natürlich dringend dran arbeiten. Wenn die TE ihre Abwesenheit am Wochenende mit einer Aktivität für sich begründet, dann geht das aber in sehr vielen Familien problemlos. Und kann nach einer anstrengenden Woche, in der sie mit der Tochter überwiegend alleine zu Hause war, wirklich wichtig für ihren Seelenfrieden sein. Nur weil es nicht "Mama, Papa, Kind kuscheln sich durchs Wochenenede" gibt, nimmt ein Kind keinen Schaden und das Familienleben kann trotzdem harmonisch sein. Ist es hier ganz offensichtlich nicht, aber das krankte vermutlich schon lange vor dem 5. Geburtstag und ist ab da dann durch irgendetwas eskaliert. Ein geordneter wöchentlicher Rückzug der Mutter, der nicht mit Abstand vom Kind sondern Fürsorge für Mama begründet wird, kann da aber durchaus erstmal die Ruhe für beide bringen, um sich wieder zu erinnern, dass man sich nicht feindlich gegenüber steht. Da laufen so oft einfach auch bei Erwachsenen Reflexe ab als Reaktion, das man gerade im gestressten Grundzustand kaum eine Änderung hinbekommt. Auch wenn man es beim abendlichen Lesen im Forum anerkennt und sich bessern möchte, ist das ein langer harter Prozess. Natürlich sollte man drauf hin arbeiten, aber man braucht auch Kapazitäten dafür. Und wenn die jetzt seit Monaten mit Grabenkämpfen aufgebraucht wurden... Ich finde ungestörte, stressfreie Zeit zwischen Tochter und Papa gerade ehr wichtig fürs Kind. Damit es da auch mal erfährt, dass es uneingeschränkt geliebt wird und nicht spuren muss nur weil Mama gewisse Ideen hat. Immer vorausgesetzt, der Vater kann das leisten, können so seine beiden Frauen vielleicht erstmal wieder zu sich finden. Ich muss nämlich mal sagen: wenn ich mich so wie die TE klingt benehmen würde, würde mein Mann selbstständig einschreiten und sich freiwillig so viel wie möglich ums Kind kümmern. Wie kann denn ein Vater das seit Monaten mitbekommen und noch nicht eingeschritten sein? Das ist auch nicht ganz normal, oder?
Ich denke auch, entscheidend ist, wie die Abwesenheit der Mutter kommuniziert wird: - "Ich gehe heute zum Sport / treffe meine Freunde/ ... und du und Papa könnt euch eine schöne Zeit machen. Dafür können wir morgen zusammen etwas basteln." - Gar kein Problem, selbst wenn Kind kurz protestiert, weil es lieber Mama zu Hause hätte. Mama ist aus einem nachvollziehbaren Grund abwesend und kommt zuverlässig wieder. - "Ich mache dir immer so tolle Vorschläge und nie klappt es ohne Drama. Dann gehe ich halt alleine zu meiner Freundin." - Das finde ich problematisch, vor allem wenn ähnliche Äußerungen regelmäßig fallen. Der Gedanke, dass Mama es irgendwann gar nicht mehr liebt oder nie mehr wiederkommt, ist dann nicht mehr weit. Dieser verunsichert das Kind natürlich stark und kann u.a. Provakation und Trotz auslösen. Daher ja, unbedingt Dinge ohne Kind planen. Aber nicht als persönlicher Vorwurf oder Ankündigung von Liebesentzug formulieren.
Guter Beitrag, darüber werde ich nachdenken.
Naja so wichtig kann es ja nicht sein drei Tage und keine Antwort von dir
Ich weiß nicht, ob ich die Antwortfunktion richtig benutze, aber ich antworte mal auf die wichtigsten Fragen danke euch auch für die Beiträge Ja, tatsächlich geht es mir nah und ich bleibe ab und zu mal über das WE weg, kommuniziere das im Normalfall, das kennt sie schon seit paar Jahren, macht der Papa übrigens auch manchmal. Aber es stimmt, wutentbrannt ohne Ankündigung sich zu entfernen ist nicht richtig, das nehme ich mir zu Herzen. ADHS, Autismus, Hochsensibilität ausgeschlossen, Kinderarzt ist involviert. Wutanfälle, trotzen, weglaufen ist bei ihr genauso schlimm wie vorher auch (auf dem Weg zur Kita eskaliert wieder 2x in den letzten Tagen, sodass ich sie hinter mir herziehen musste), deshalb war ich etwas beschäftigt. Ich bin etwas ratlos und erhoffe mir, dass der therapeutische Termin für sie (uns?) Licht ins Dunkeln bringt oder Entspannung im Sinne von, alles ist gut. Vielleicht haben einige nicht verstanden, dass wenn sie dann mal beim Kindergeburtstag oÄ ist, dass sie unglaublich spaß hat und sagt, dass sie sich doch freut, dass wir gegangen sind. Sie hat bisauf Kita keine Verpflichtungen oder Muss irgendwo hinzugehen, kein Sportverein, keine Geschwister.
Bzw Hochsensibilität wurde noch nicht ausgeschlossen, aber vielleicht ist sie ja neurodivergent. Hochsensibilität werde ich mal ansprechen.
Danke, dass du auf die Antworten eingegangen bist. Man kann gut nachvollziehen, dass du dir für deine Tochter mehr Aktivitäten wünschst. Oder dass du es nicht "zulassen" möchtest, dass sie eine Party verpasst und damit eine schöne Zeit verstreichen lässt. Aber ich glaube es ist wirklich der Zeitpunkt gekommen, an dem du akzeptieren musst, dass deine Tochter ein eigenständiger Mensch ist und ihre eigenen Entscheidungen treffen darf. Und auch mit den Konsequenzen leben muss und daraus lernen darf. Vielleicht stresst sie wirklich der Gedanke an die Aktivitäten. Vielleicht geht es im Hintergrund um irgendwas ganz anderes und es ist nur ein Machtspiel/Trotzanfall. Egal was es ist - lass das Thema für eine Weile einfach los. Kinder haben so ein riesiges Potenzial, gerade in dem Alter ist noch so viel Entwicklung in den nächsten Jahren drin. Nur weil sie ein paar Geburtstage verpasst, heißt es nicht, dass sie ihr ganzes Leben als einsame Stubenhockerin verbringt. Indem du über ihren Kopf entscheidest, was für sie besser ist, nimmst du ihr eine wichtige Gelegenheit: Über den eigenen Schatten springen, eine tolle Zeit zu haben, und hinterher stolz auf den eigenen Mut zu sein. Diese Erfahrung wird ihr später viel mehr helfen, als immer wieder von der Mutter "hingezerrt" zu werden und dabei gespiegelt zu bekommen, dass mit ihr etwas grundsätzlich nicht stimmt. Dass der Weg zur Kita ab und zu eskaliert, finde ich nichts besonderes. Morgens nach Zeitplan funktionieren zu müssen fordert sehr viele Kinder, und gerade wenn da Müdigkeit, Entwicklungsschub oder kleiner Infekt im Hintergrund abläuft, dann passiert es schnell, dass die Emotionen aus dem Ruder laufen.
Wer hat Autismus und ADHS ausgeschlossen? Der Kinderarzt? Wenn ja ist das die falsche Anlaufstelle, ADHS und Autismus kann nur ein Kinder und Jugendpsychiater bzw Psychiaterin ausschließen. Autismus ist sogar sehr schwer zu diagnostizieren machen nicht alle und dauert Monatelang . So wie ich es verstanden habe gehst du immer wenn es eskaliert bzw dein Partner macht es ja auch. Es spricht sicher nix dagegen zu sich mal ein freies Wochenende zu nehmen aber jedesmal zu gehen wenn eure Tochter den Bogen überspannt hat zeigt eurem Kind nur wenn es hart auf hart kommt kann ich mich weder auf Mama noch auf Papa verlassen, also testet sie es jedesmal und jedes Mal schafft sie es
Ja, ich versuche öfters nun da zu sein auch am Wochenende, aber es ist sehr schwer mit ihr, der Papa sieht das ähnlich und sie in einem absoluten Ausnahmezustand in der letzten Zeit. Leider erleben wir diese Wutreaktionen und heftigen Anfälle täglich mittlerweile, heute auch schon wieder. Manchmal verlasse ich die Situation, weil ich ihr einfach nichts schlimmes sagen möchte oder zusätzlich schaden möchte. Sie ist dann nicht mehr ansprechbar. Ihr Kinderarzt kennt sie seit 5 ein halb Jahren und sie war als Baby schon sehr anstrengend, konnte neue Reize nicht verarbeiten und sehr empfindlich. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass mit ihr etwas nicht stimmt, der Vater sieht es anders, der Kinderarzt auch, KiGa auch. Ihr Kinderarzt ist gleichzeitig Kinder- und Jugendpsychotherapeut, aber wir werden sehen, was die nächsten Termine ergeben und ob eine Überweisung woanders hin nötig ist. Ich möchte sie nicht krank machen, aber wenn wirklich etwas sein sollte, braucht sie ja Hilfe, besser jetzt als später in der Schule. Ich arbeite parallel an mir
Nocheinmal ein Kinderarzt ist kein Psychiater selbst wenn er dabei die Ausbildung Psychotherapeut hat!!! Er kann und darf die Diagnose gar nicht stellen!!!! Was du dringend machen solltest ist mehr an dir arbeiten da anscheinend alle mit deinem Kind klar kommen nur du nicht wird das Hauptproblem an euch beiden liegen und in erster Linie bei dir
Puh... "Ich hatte schon immer das Gefühl, dass mit ihr etwas nicht stimmt." Das Gefühl ist für deine Tochter so viel schlimmer als für dich. Ankommen wird nämlich folgende Botschaft: "Ich hatte schon immer das Gefühl, dass ich (für Mama) falsch bin." Mach so weiter und sie zieht mit 18 aus und meldet sich nicht mehr freiwillig. Du musst dringend an deiner Einstellung und noch mehr an deinem Umgang mit ihr arbeiten. Das Ganze klingt wie ein missmatch, das sich vom Baby- bis ins Schulalter fortgesetzt hat, weil du ihr einfach nicht glaubst bzw alles besser weißt. Auf die Zeichen eines Babys zu hören ist natürlich auch schwer. Aber die so deutlichen wörtlichen Aussagen einer Fünfjährigen zu ignorieren ist genau das: pure Ignoranz. Oder Arroganz. Mit etwa fünf/sechs sind Kinder in einer wirklich großen Rebellion gegenüber jeglicher Fremdbestimmung. Ich schließ mich weiter JoMiNa an: Lass deine Tochter bitte einfach mal Selbstwirksamkeit erleben. Sie will etwas nicht? Dann akzeptiert das. Kein "Aber wäre es denn nicht schön..." oder "ich möchte doch nur..." Nichts davon. Nein. Auch nicht, wenn du glaubst es besser zu wissen. Du weißt NICHT besser, was ein anderer Mensch braucht. Auch nicht bei deiner Tochter. Sie will mit 5 Jahren unbedingt zu Hause bleiben und malen? Lass sie malen. Oder Rollen spielen. Oder die Wand anstarren. Vielleicht braucht sie einfach nur eine Pause nachdem sie in der Kita auch immer funktioniert/funktionieren muss. Und hör auf, ihr krampfhaft Neues beibringen zu wollen. Kinder sind Schwämme. Die lernen automatisch. Aber halt dann, wenn sie dafür bereit sind. Und dass deine Kleine bei dem ganzen Stress jegliches Lernen blockt, wundert mich nicht. Armes Kind.