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Kita Platz

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GlückaufErden

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Guten Morgen alle zusammen, vielleicht helfen ein paar Erfahrungsberichte uns die Wahl der Kita zu erleichtern. Gerne würden wir mal wissen, was euch bei der Auswahl der Kita (sofern vorhanden) wichtig war oder allgemein wichtiger ist. Mein Mann und ich sind hin-und-hergerissen. Wir haben nun die Auswahl zwischen zwei Kitas (was ja schon eher ein Luxusproblem in der Stadt ist), eine davon betreibt offene Pädogik, die mittlerweile nur noch teiloffen ist aufgrund Personalmangels. Die andere ist auch teiloffen, wobei die Gruppenräume noch erkennbar sind und auch die Namen/zugehörigkeit. Die Kinder dürfen dort entscheiden, in welche Gruppe sie gehen bzw. Checken sich anhand eines "Wegweisers" ein und aus. Wir drehen uns ständig im Kreis und hören von Freunden unterschiedliches.  Die eine Kita ist in 5 Gehminuten erreicht, zur anderen bräuchte man Öffis oder 20 Gehminuten mindestens oder Fahrrad, aber Stadt bleibt Stadt.... Das Angebot der entfernteren Kita scheint größer, wobei Gebäude kleiner und der Außenbereich ein Eigtl. Innenhof den man praktisch durchs Gittertor von der Straße aus sieht, gepflastert ohne Rasen und kleiner Räume innen.  Die meisten raten vom praktikableren Weg zur näheren Kita, da ich selbst aber in einer Kleinstadt aufgewachsen und jeden Tag mit Fahrrad/Auto zum Kindergarten gebracht worden bin - bin ich total verunsichert. Zum Hospitieren fehlt schlichtweg die Zeit und wir haben im Umkreis keine Austauschmöglichkeiten bzw. Erfahrungsberichte. Vielleicht könnt ihr einfach mal berichten.  Unsere Wunschkita hatte keinerlei Kapazitäten für Kinder ab 3 dieses Jahr..  Sorry für den langen Text und eine schöne Woche allen! GlückaufErden


WonderWoman

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macht euch eine pro- und contra-liste. wir haben uns für eine weiter entfernte kita entschieden. wir haben jetzt das 4. kind in dieser kita und langsam gehen uns die nachteile der weiten entfernung schon auf den senkel. leider sind die näheren kitas aus ganz praktischen gründen (schließzeiten, betreuungszeiten) keine echte alternative also bleibt uns wohl nichts anderes übrig als bis zur einschulung des jüngsten damit klarzukommen. wobei es sicher einfacher ist 1 kind durch die gegend zu chauffieren als 4. überlegt aber auch dass ihr die nächsten jahre damit klarkommen müsst. wie ist das mit den zeiten (ihr braucht längere betreuungszeiten wenn die wege länger sind) wenn ihr beide arbeitet, wenn einer den job wechselt, wenn das auto/rad kaputt ist und es in strömen regnet, wenn ihr das geburtstags-muffin-kunstwerk hinbringen müsst, wenn ihr einen abholer (oma/opa/tante/onkel/nachbar/freund*in) braucht, bei playdates... und dann ist die grundlegende frage: ist die weiter entfernte kita wirklich soooo viel besser dass sich das lohnt? immerhin ist unsere kita mit dem rad gut erreichbar und in der nähe der schule der größeren kinder, mein mann kann sich seine tz-arbeit so einteilen dass er die kinder an 95% der tage bringen und holen kann und es gibt 2 notfall-abholer mit auto (die wir in 10 jahren vielleicht 2 mal gebraucht haben - aber haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben).


GlückaufErden

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HerzlichenDank für deine Rückmeldung. Das Problem bei der Entscheidung ist auch, dass meine berufliche Situation nun leider im Sommer noch unklar ist. Die Grundfrage ob die weitere Kita "besser" ist, ist ja auch das, was uns umtreibt. Es wird (scheinbar) mehr geboten (Musikschwerpunkt mehrmals die Woche + viel Künstlerische Aktivitäten und Material + viele Ausflüge z.B. auf verschiedene Spielplätze - da sei gesagt: brauchen Kinder das denn wirklich? Ist ja auch jedes Mal ein Risiko - Eigtl. Will man ja, dass man weiß wo das Kind ist und sich nicht Gedanken drüber mache wo die mal wieder unterwegs sind) natürlich will man seinem Kind "das Beste" bieten und hinterher nicht sagen müssen - hätt ich mal anders entschieden und nicht den praktikableren Weg gewählt. Frage ist "braucht" man den ganzen "Kram" in diesem Alter überhaupt. Also ich kann mich nicht erinnern, dass sich im Kiga die Erzieherinnen großartig mit uns Kindern basteltechnisch oder musikalisch befasst hätten. Das war mehr nach dem Motto: hier haste Zeug, jetzt mach damit was😁  Diese (Teil)-offene Pädagogik verwirrt mich auch total. Wie sollen die Kinder denn da Bezugspersonen haben, wenn die da durchlaufen können, wie sie möchten. Hast du zu diesem Thema vielleicht einen Einblick? Zum Thema Notfall-Abholer: Kind hätte nur uns als Eltern, wobei mein Mann auch einen relativ flexiblen Job hat und es für mich feststeht, dass ich auch in Zukunkft "nur" TZ arbeiten werde... Puh wahrscheinlich zerdenken wir das Thema einfach. Danke!✌️


WonderWoman

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2 punkte in deinen "sorgen": nein, man "will" nicht ständig wissen wo das kind ist. entweder du hast vertrauen oder nicht. wenn du keins hast ist es die falsche kita (oder du helikopterst). und du wirst mit der wahl der kita dem kind nicht das leben versauen, auch wenn es nicht die superduperextraoptimale ist. was das offene konzept angeht: manche kinder kommen gut damit zurecht und manche nicht. manche kitas bekommen das gut hin und manche nicht. ich glaube nicht dass das heil in konzepten liegt weil die diskrepanz zwischen theorie und praxis oft groß ist und der anspruch nicht selten an der realität scheitert. nicht das konzept entscheidet sondern wie es gelebt wird bzw. werden kann. was nützt dir ein geschlossenes konzept wenn die fluktuation irre hoch ist und die vermeintlich "feste bezugserzieherin" alle 2 wochen wechselt? dann lieber ein gut strukturiertes offenes konzept wo das kind nach einer weile zu allen erzieher*innen ein gutes und vertrauensvolles verhältnis hat und personelle veränderungen deswegen gut aushalten kann. man kann wunderbare ausflüge oder musikalische früherziehung im konzept stehen haben aber wenn dann eine erzieherin schwanger wird reicht das personal dafür nicht mehr und ende. wichtiger sind zugewandte liebevolle erzieher*innen deren erziehungsmethoden und -vorstellungen nicht komplett im gegensatz zu deinen stehen. ich finde noch einen guten personalschlüssel wichtig denn auch die beste erzieherin wird ungnädig wenn sie dauerhaft überlastet ist. wir haben für uns ganz konkret gewünscht dass die kinder wetterunabhängig viel draußen toben denn das können wir daheim nicht gut anbieten. wenn ihr direkt am waldrand wohnt und das selber sicherstellen könnt ist euch vielleicht wichtiger dass drinnen gebastelt, vorgelesen und gepuzzelt wird. uns war eine diverse mischung an erzieher*innen wichtig aber da sind wir vielleicht komisch weil mein mann und ich uns als kinder fremd fühlten. aber das sind nice-to-haves. das wichtigste ist ein gutes gefühl, vertrauen, sympathie....


TatsächlichLiebe

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Personalmangel gibt's zwar fast überall, aber da Du es zur weiter entfernten Kita erwähnst, wäre das ein klarer Minuspunkt. Unsere Kita hat eigentlich immer auf, dort ist es nie so verschärft, dass zugemacht oder Betreuungszeit eingeschränkt werden muss. Das ist Gold wert.  Unsere Kita ist 3 Minuten zu Fuß. Der Große ist dort und wir kennen auch die negativen Punkte. Trotzdem wird Nr. 2 auch dorthin gehen. Es ist morgens wirklich anstrengend, wenn sie trödeln und mitmachen sollen. Bei uns jedenfalls. So weiß ich wenigstens, wenn ich vor der Tür bin, ist es quasi geschafft. Müsste ich noch 20 Minuten Weg einplanen 2x täglich, müsste ich nochmal früher aufstehen (auch die Kinder) und nachmittags hätte ich keine Pause zwischen Arbeit und Carearbeit. wenn die nähere Kita nicht total schrecklich ist, würde ich den kurzen Weg als dicken Pluspunkt für den Alltag mit Kind (oder auch mal mehreren?) sehen. 


GlückaufErden

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Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe

Herzlichen Dank auch dir für deine Rückmeldung. Tatsächlich sehe ich den kürzeren Weg natürlich auch als Mega Pluspunkt. Personalmangel herrscht allerdings bei der näheren, nicht bei der weiter entfernten. Hier also wieder eine Diskrepanz🤣 Welche negativen Punkte gibt es denn bei eurer Kita, wenn ich mal fragen darf?


TatsächlichLiebe

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Ach, das Negative ist eher die Beziehungsebene. Ich bin mir nicht immer sicher, dass mein Kind gesehen oder verstanden wird. Aber wenn ich dann von anderen Einrichtungen höre, dann weiß ich auch nicht, ob es dort besser ist. Da passiert dann wieder anderes, was man nicht will. 


Lillimax

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Hallo, mir war wichtig: - liebe Erzieherinnen, die sich durchsetzen, ohne laut zu werden (nicht selbstverständlich) - dass das Kind anstandslos gewickelt wird, solange dies nötig ist, und dass es nicht zum Sauberwerden gedrängt wird (auch eher selten) - dass die Kinder selbst kreativ sein können, dass die Bastelarbeiten, die im Kiga zu sehen sind (Deko etc.) nicht zu perfekt und wie von den Erzieherinnen selbst gemacht aussehen - dass die Kinder viel Mitspracherecht haben. Bei uns gab es eine Morgenrunde, die von einem Kind geleitet wurde, und wo alle abstimmten, was sie heute machen wollten. Die Kinder durften auch über die Einteilung und Deko der Räume mitbestimmen - dass die Erzieherinnen viele engagierte Ideen und Projekte auf die Beine stellen. Bei uns wurden z.B. regelmäßig Künstler eingeladen, die einen Tag mit den Kindern gearbeitet haben, es wurde ein Gärtchen angelegt, es wurde Getreide gemahlen und Brot gebacken, hier und da gemeinsam gekocht, Menschen aus verschiedenen Berufen eingeladen, die erzählt und gezeigt haben, was sie so machen und vieles mehr. - dass viel Wert auf Bewegung gelegt wird. Manche Kigas nutzen den Turnraum fast nie oder höchstens einmal die Woche. Bei uns wurde er täglich benutzt, und es gab tolle Spielgeräte darin sowie ein Bällebad und Fahrzeuge für drinnen. Auch für draußen gab es ein Häuschen voll mit Fahrzeugen (und Helmen), die die Kinder sich selbst nehmen durften. Wir haben einmal den Kiga gewechselt, weil der erste nix war. Die Erzieherinnen dort wurden schnell laut, hatten wenige Ideeen, es gab keine Projekte für die Kinder, Bewegung wurde klein geschrieben, die Regeln waren zu strikt (Kinder durften im Flur nicht rennen und nicht rufen), die ganze Atmosphäre stimmte nicht. Im zweiten Kiga waren wir dann richtig glücklich. Ich muss sagen, du solltest dir eine halbe oder Stunde Zeit zum Hospitieren nehmen. Es geht ja um die nächsten Jahre für dein Kind, und ob es leidet oder glücklich ist. Und man hat als Mutter sehr schnell ein Bauchgefühl dazu, ob es dort für das eigene Kind passt oder nicht. Ich musste damals gegen mein Bauchgefühl entscheiden, weil es keine anderen Kiga-Plätze gab in dem Jahr, sondern erst im nächsten ein Platz im guten Kiga freiwurde. Ich wusste im schlechten Kiga schon nach 10 Minuten, dass es dort nichts wurde, und meine Tochter kam ein Jahr lang innerlich nicht dort an, das war wirklich schlimm. Keine theoretischen Überlegungen können den direkten Blick und das Bauchgefühl ersetzen. Ob ein Kiga gut ist, hat nichts mit der Lage zu tun, sondern mit den Menschen, die dort arbeiten. LG


kea2

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Antwort auf Beitrag von GlückaufErden

Grundsätzlich wäre ich für die nähere Kita, weil das einfacher im Alltag ist. Dann kommen meistens auch die Kinder, mit denen Deins sich verabreden will, aus der Nähe, und Du hast nicht damit noch Fahrerei. Viele Angebote, joah, nett, aber wichtiger finde ich, dass die Kinder sich dort gut aufgehoben und gesehen fühlen. Wenn Ihr die Einrichtungen angeschaut habt, habt Ihr doch wahrscheinlich auch einen gefühlsmäßigen Eindruck gewonnen. Den finde ich eigentlich am wichtigsten. Bei unserem Kindergarten (Montessori) fand ich es im nachhinein beeindruckend, dass die es geschafft haben, unsere Kinder passend auszulasten. In der Grundschule waren nämlich beide deutlich unterfordert, was nicht aufgefangen wurde.


kia-ora

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Mir ist der Mittagsschlaf sehr wichtig. Werden Kinder dazu gezwungen? Wird er ab einem gewissen Alter verboten? ....?  Das alles hat Konsequenzen für den Teil des Tages, wenn du aus der Arbeit kommst und für die Familie funktionieren musst.  Ein offenes Konzept ist für mich ein NoGo. Haben es 1,5 Jahre ausprobiert und es war ne Katastrophe.  Die Kids laufen da frei rum und niemand kümmert sich. Komplette Anarchie und ohne Bezugspersonen. Muss natürlich nicht überall so sein. KiTa in der Nähe hat vermutlich auch Vorteile bei Freundschaften. Kinder treffen sich leichter, wenn man keine 20-30 Fahrtzeit noch mal am Nachmittag investieren muss.  Also eine entfernte Kita lohnt sich nur, wenn sie wirklich gut ist. Wir hatten ne tolle TaMu bei K1 und sind echt weit gefahren.  Bei K4 war es die tolle Krippe für die ich gerne im Auto gesessen bin. Super freundliche Betreuung,  Gespräche auf Augenhöhe, gute Kommunikation,  immer pro Kind, .... Vermutlich keine besonderen Angebote, aber das hat niemand vermisst. War einfach schöner kindgerechter Alltag. 


JoMiNa

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Die anderen haben schon viele gute Dinge geschrieben. Ich stimme zu, gute und schnelle Erreichbarkeit ist einer der wichtigsten Aspekte (den Weg musst du 4 Mal am Tag machen!) und es ist überhaupt nicht verkehrt, das den "tollen Angeboten" vorzuziehen. (Gilt natürlich nur, solange es in der  näheren Kita kein No-Go gibt.) Du tust deinem Kind mit der Wohnortnähe auch etwas Gutes. Die meisten "Angebote" kann man auch privat ergänzen, wenn einem da etwas besonders wichtig ist. Was für mich ein Minuspunkt wäre, ist der kleine gepflasterte Innenhof. Das stelle ich mir laut und wuselig vor und nicht gut geeignet als Ausgleich für den Innenraum. Andere Details zum Gebäude/zur Ausstattung finde ich nicht so wichtig, aber ein Außenbereich, in dem die Kinder sich verteilen können, am besten mit ein paar Bäumen für bessere Luft und Kühlung im Sommer, ist ein großer Pluspunkt. Wenn das fehlt, kann man das schlecht nachmittags abfangen. Denn wenn das Kind sich 6 oder mehr Stunden fast nur drinnen aufhält, mit zig Kindern, ist es einfach durch für den Tag. Ausflüge in die nähere Umgebung sind zwar toll, helfen aber kaum zum Runterkommen. Außerdem werden sie gern als erstes gestrichen, wenn entweder eine Krankheitswelle herrscht, oder das Wetter nicht passend ist.  Also wenn die nähere Kita einen schöneren Außenbereich hat, und keine gravierenden Nachteile, würde ich sie definitiv nehmen.


GlückaufErden

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Danke erstmal allen für die zahlreichen Antworten, diese haben uns schon sehr geholfen bzw. Auch unsere Sorgen bzw. Bedenken widergespiegelt. Der weiteren Kita haben wir schweren Herzens abgesagt aufgrund des Weges. Die "nähere" aus meinem Beitrag wird es dann wohl werden, wobei mir das bei denen mittlerweile (Teil-)offene Konzept dort schon irgendwie ein Dorn im Auge ist bzw. Ich es mir einfach nicht gut vorstellen kann. Vielleicht muss ich mich da einfach überwinden. Finde es schon wichtig, wenn man Gruppen hat, denen man dann zugehörig ist und wahrscheinlich haben die Kinder dann ja viel mehr Bezug zu den ErzieherInnen. Es gäbe noch eine, die genauso nah ist, die wir aber anfangs nicht berücksichtigt hatten aufgrund (Mittlerweile ärgere ich mich darüber) der Lage/des Außenbereichs. Dort schien die Armosphäre viel familiärer, und auch strenger/geschlossener nach dem Traditionellen Konzept in Gruppen. Also nicht wirklich vergleichbar. Haben diese Einrichtung kürzlich noch besucht um zu schauen ob es nicht doch was ist, naja, dort könnte ein Platz freiwerden innerhalb der nächsten Woche, muss aber nicht. Man hat ja nur einen bestimmten Zeitraum zur Vertragsunterzeichnung sonst ist der Platz weg. Da jetzt zu Spekulieren würde uns den anderen Platz kosten.  Ich weiß nicht, was ich von dem Vergabesystem halten soll. Jeder Mensch hat verschiedene, manchmal sehr schwierige Lebenssituationen und da ist es manchmal gar nicht möglich Jahre im Voraus zu planen/besichtigen... Wir sind aber froh, dass wir überhaupt einen Platz haben und nichts einklagen müssen.  Vielleicht können die Eltern, die ihre Kinder in Kitas mit offenem Konzept noch weiter von ihren Erfahrungen berichten...  ✌️ Herzlichen Dank an Alle und eine schöne Woche euch!


WonderWoman

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nochmal: konzept ist theorie. entscheidend ist die praxis. unsere kita praktiziert etwas was man vermutlich als teiloffen definieren könnte. es gibt zwar gruppen aber es gibt zeiten wo die kinder nicht nach gruppen sondern nach interessen gehen dürfen/sollen. für unsere kinder passt das gut. im konzept stehen aber bewusst keine schlagwörter wie "offen" oder "teiloffen". eben weil die gar nichts aussagen. z.b. ist ein (teil)offenes konzept doch ganz was anderes in einer 2gruppigen kita als in einer mit 5 gruppen. dann ist die frage welche teile/zeiten teiloffen sind. ist es 1h pro tag oder 5h? bei uns müssen die kinder in den freispielzeiten (je nach wochentag sind das 1-3h plus die früh- und spätbetreuung) nicht in ihrer gruppe bleiben sondern dürfen in den anderen gruppenraum gehen weil dort z.b. grad die bauecke aufgebaut ist oder ostereier bemalt werden. oder in den sandkasten draußen. whatever. wobei nicht immer alle räume einbezogen werden, wenn es in strömen schüttet kann man evtl. nicht raus. in jedem raum ist mindestens 1 aufsichtsperson. wenn ein kind den raum wechseln möchte meldet es sich jeweils bei der aufsichtsperson ab und an. für manche räume/aktivitäten (turnraum, küche wenn dort was stattfindet) gibt es beschränkungen bzgl. anzahl und verbleib (z.b. kann man beim basteln oder backen nicht ständig kommen und gehen). essen, morgenkreis etc. findet hingegen in den gruppen statt. weil die kita recht klein (3 gruppen mit aktuell je 10-13 kindern) und die gruppen altersgemischt sind finden auch altersbezogene sachen (schulvorbereitung z.b.) gruppenübergreifend statt. schlafen auch weil es freiwillig ist und nicht jede gruppe ausreichend erzieher*innen hat um sowohl den schlafenden als auch den nichtschlafenden kindern gerecht zu werden. mmn hat letzteres aber nichts mit einem "offenen" konzept zu tun, auch wenn andere eltern bei uns das anders sehen. noch ein grund dafür dass begriffe nichts aussagen. die entscheidende frage ist nicht ob das konzept offen, teiloffen oder geschlossen ist sondern was das konkret bedeutet. welcher teil des tages ist "offen" und welcher nicht? was passiert in den "offenen" zeiten und was in den "geschlossenen"? wie funktioniert das konkret, also wie wechselt z.b. ein kind im offenen konzept die aktivität? durchaus auch: wie weitläufig ist das gelände, kann ein kind auch dann schnell zur lieblingserzieherin wenn es sich im turnarum wehtut diese aber gerade im gruppenraum bastelt? wie wird das ganze an die kinder kommuniziert, wie bringt man ihnen bei damit umzugehen und für sich entscheidungen zu treffen? wie gehen die erzieher*innen auf kinder ein die sich damit (womit auch immer, manche kinder hadern mit einem geschlossenen konzept) schwertun? wie gesagt kommen unsere 4 kinder bei aller unterschiedlichkeit damit gut zurecht. und zwar sowohl der kleine mit dem riesenego (nesthäkchen halt) als auch die zartbesaitete große (die inzwischen in der weiterführenden schule ist). was sicher auch daran liegt dass unsere erzieher*innen einfach nur klasse sind und jedes kind da abholen wo es steht. das ist nämlich der eigentlich entscheidende faktor! mach dein gefühl nicht an einem begriff fest.


Piccadilly

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Hallo, ich habe mir damals 4 oder 5 Kitas angeschaut mit unterschiedlichen Konzepten, entweder war ich am Tag der offenen Tür da oder ich hatte ein direktes Gespräch mit der Leiterin gehabt. Mir war einfach nur mein Bauchgefühl wichtig; wie sind die Erzieherinnen drauf? Ich musste aus der Kita rausgehen mit dem Gefühl, dass ich hier als Kind auch hingehen würde. 2 Kitas fielen tatsächlich direkt raus. Unsere Wunschkita ist es letztendlich geworden, die Leiterin fand uns auch super sympathisch und es harmonierte einfach. Fahrtweg waren 5 Min. Die Kita war zuerst eine Kita mit geschlossenen Gruppen. Fand mein Sohn nicht toll. Er hatte einen Freund aus der anderen Gruppe gefunden gehabt und er durfte, wenn die Kinder drinnen waren, nicht mit ihm spielen weil er gehörte ja nicht in diese Gruppe. Dann ging die Leiterin in Rente und es folgte eine neue, ebenfalls sehr sympathisch. Aus der geschlossenen Kita wurde eine offene gemacht; es gibt keine Gruppen mehr, es gibt nur unterschiedliche Räume. Keine Brotdosen mehr mitgeben es gibt jetzt Büffet. Und die Kita hat nur positive Erfahrungen gemacht. Mein Sohn kann auch endlich mit seinem mittlerweile besten Freund spielen. Die Erzieherinnen sind eingeteilt in diesen Räumen, d.h. dass kein Raum unbeaufsichtigt ist. Auch können die Kinder selber bestimmen wann sie zum Essen gehen, selbst da steht jemand, der genau aufschreibt, welches Kind bereits gegessen hat.  Also bei uns funktioniert das total super und wir haben viele Kinder mit Einschränkungen und auch diese kommen super mit dem Konzept klar. Dann gibt es einen Waldtag; die Kinder bestimmen selbst ob sie mitkommen wollen oder nicht indem sie morgens dann ihr Bild an den Baum hängen. Wenn am späten Nachmittag nur noch wenige Kinder in der Kita sind dürfen die Kinder abstimmen welche Räume offen bleiben und welche geschlossen werden. Wir haben auch eine Kinderkonferenz, dort dürfen die Kinder Ideen einbringen, Wünsche etc. Falls noch Fragen sind einfach melden :)