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Kind macht Ärger in der Kita

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Kind macht Ärger in der Kita

Foxie99

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Hallo allerseits Ich bin momentan absolut gestresst und verzweifelt undzwar geht es darum dass ich seit ein paar Wochen ständig in Gesprächen mit der Kita bin weil mein Kind sich wohl garnicht benimmt dort (wird diese Woche 5). Laut Aussagen der Erzieher soll er Kinder hauen, viel schreien, sich oft die Ohren zu halten, müsste aus den Morgenkreisen genommen werden mit ins Büro weil er nicht sitzen bleibt und die so das Morgenritual für die anderen Kinder nicht richtig machen können (Unsere Kita hat ein offenes Konzept, dort gibt es also keine richtigen Gruppen) Erzieher soll er auch schon gehauen haben. Das ging so weit dass sie zu mir meinten ich solle mich mal ans Frühförderzentrum wenden, was ich auch getan habe und nun bekommen wir am 25. eine Pädagogin die sich sein Verhalten in der Kita anschauen wird und danach sehen wir mal weiter. Ich verstehe es nur nicht weil so schlimm wie er in der Kita sein soll ist er Zuhause überhaupt nicht. Ja er hatte schon seit der Autonomiephase eine geringe Frustrationstoleranz und war schon immer sehr impulsiv und geriet schnell in einen Wutanfall das ist bis heute teilweise so geblieben aber er haut uns zu Hause nicht und solange man ruhig mit ihm spricht, fängt er auch nicht an "auszurasten". An dem Tag als die Erzieher mich zum Gespräch gebeten haben und mir sagten, dass sie mit meinem Kind nicht mehr weiter wissen weil es nicht besser werden würde und sie sowas in den letzten 5 Jahren bei keinem Kind so extrem erlebt haben, habe ich dort noch angefangen zu weinen weil es mich total überrumpelt hat und ich dieses Bild von meinem Kind Zuhause nicht kenne. Vor kurzem hat mein Kind wohl zu den Erziehern gesagt er müsste schreien weil Papa auch immer schreit undso und ja ich gebe zu mein Mann ist der "strengere" Part und wird auch schnell laut wenn unser Sohn nicht hört. Darüber haben wir aber auch schon gesprochen und seit 2 Wochen ist es in der Hinsicht auch deutlich ruhiger geworden also Zuhause wird so gut wie 0 mehr gebrüllt. Und trotzdem verhält er sich immernoch gleich. Ich wüsste einfach nur zu gerne an was es liegt, dass er so ist. Ich mache mir natürlich auch Gedanken für die Zukunft. Dass es in der Schule dann auch so läuft und mein Sohn als Problemkind abgestempelt wird. Und jeden Tag habe ich nur im Kopf "Hoffentlich war mein Kind heute lieb" Hat jemand so etwas ähnliches durchgemacht oder hat einen Rat? Was man noch machen könnte damit es in der Kita besser läuft?


Cpt_Elli

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Antwort auf Beitrag von Foxie99

Dein Sohn wird nicht automatisch als "Problemkind" abgestempelt. Aber es scheint bei euch ja auch nicht alles rund zu laufen, sonst hätten die Erzieher*innen sein Verhalten nicht angesprochen. In so einer Situation ist es aus meiner Sicht wichtig, sich Hilfe von außen zu holen. Das hast du ja bereits getan. Warte doch mal den Termin ab. Wahrscheinlich hat die Expertin Tipps und kann Fördermöglichkeiten aufzeigen. Nur weil der Papa mal brüllt, kann ich mir übrigens als Erklärung für das Verhalten deines Kindes nicht vorstellen. Hier spielen sicher mehrere Faktoren hinein und die gilt es rauszufinden.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von Foxie99

Du solltest erstmal den Erziehern das Signal geben zu kooperieren. Wenn die das so extrem beschreiben, würde ich direkt Nägel mit Köpfen machen und die komplette Diagnostik anwerfen. Dann hast Du auch was in der Hand, auch va für spöter, wenn Du Förderung beantragen willst. Was eine Pädagogin beim Zuschauen lernen möchte, erschließt sich mir nicht wirklich. Sollte bei ihm eine Grunderkrankung vorliegen (ADHS, Störung aus dem Autismusspektrum, die reagieren in Gruppen oft so, wie Du beschreibst), ist der 1. Ansprechpartner der Facharzt, in dem Fall ein erfahrener Jugenspsychotherapeut. Googeln, anrufen, dass Dein Sohn sehr auffällig im Kiga sei, Kiga würde Diagnostik empfehlen. Da muss man dann eh warten. Parallel würde ich mir eine Zweitmeinung an einem SPZ holen. Auch hier googeln, anrufen, Auffälligkeit beschreiben und sagen, dass Kiga Diagnostik empfiehlt. Auch hier wirst Du auf einen Termin warten müssen. Das würde ich mit dem Kiga teilen, dass sie merken, es tut sich was. Offene Konzepte sind für ADHSler, Autisten idR Mist (nur so allgemein), wenn er wirklich sowas hätte, überfordert ihn das. Wechsel in ein geschlossenes Konzept in eine Gruppe mit viel Struktur würde da schob helfen.


Foxie99

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Ja kooperieren tue ich auf jeden Fall. Nervig ist es trotzdem weil ich aktuell noch nicht weiß was los ist. Die nächste U steht sowieso an. Dass mein Kind in der Kita Verhaltensauffällig ist werde ich dem Arzt auf jeden Fall auch sagen und fragen was man noch machen könnte. Die im Frühförderzentrum helfen auch bei Diagnostik, vielleicht sieht die Pädagogin am 25 auch schon an seinem Verhalten, dass ein paar Tests nötig wären. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig als auszuhalten bis mir gesagt wird wie wir weiter machen.


Ruto

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Schließe mich genau dem Kommentar hier an und würde die Diagnostik starten. Wie lange dauert es bis zur nächsten U? Im SPZ hat man ja wieder Wartezeit und die Diagnostik kann einen längeren Zeitraum andauern. Daher würde ich nicht allzu lange warten. Steht Mal eine Diagnose, können euch die Experten auch Rat geben. Anmerkung: Dein Kind scheint völlig mit dem offenen Rahmen (+dem Lärm und den vielen Kindern) überfordert zu sein. Jetzt gilt es herauszufinden wieso. Das lässt sich mit pädagogischer Beobachtung allein nicht erklären.


Cpt_Elli

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

"Was eine Pädagogin beim Zuschauen lernen möchte" - vermutlich eine ganze Menge. Sie ist dafür theoretisch / akademisch ausgebildet und wahrscheinlich erfahren genug. Nicht nur Ärzte arbeiten evidenzbasiert! Du wirfst Erkrankungen in den Ring, die vorliegen können, aber nicht müssen. Wenn es Verdachtsmomente gibt, wird jede Fachkraft weitere Diagnostik empfehlen - auch das gehört zur Professionalität. Eine Vorstellung im SPZ ist sicher parallel sinnvoll. Es gab eine Empfehlung, sich Hilfe zu holen, das ist direkt erfolgt. Das sollte man doch erst einmal würdigen, weil es superviele Eltern NICHT machen und für viele eine Hemmschwelle darstellt. Da verzweifeln Erzieher*innen an der Untätigkeit bis Weigerung der Erziehungsberechtigten ("quatsch, mein Kind ist normal" usw.). Selbst in diesem Forum hat ja eine Mutter Applaus bekommen, weil sie ihr eindeutig entwicklungsverzögertes Kind im Regel-Kiga mitbetreuen lassen wollte. Und dann wird jemand, der sich bereits gekümmert hat, mit Ratschlägen plattgemacht.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von Cpt_Elli

Mein dringender Rat ist, sich fachkundige Gutachten zu beschaffen, um rauszufinden,ob bei ihrem Kind eine Grunderkrankung vorliegt und damit dann ggf. Förderung zu beantragen. Findet sich dort nichts, kann man Frühförderung über den KiA beantragen. Braucht das KindVerhaltenstherapie oder tiefenpsychologische Hilfe, muss das über den Facharzt (Psychotherapeuten) laufen. Dafür braucht man eine Diagnose, sonst gibt es das nicht. Was eine Pädagogin beobachtet und aufschreibt, hat am Ende des Tages überhaupt keine Relevanz, wenn es darum geht, entsprechende Hilfe zu bekommen. Sie kennen sich nicht damit aus und sind für die Diagnostik nicht ausgebildet. Man kann sowas bei den Anträgen mit einreichen, am Ende zählen aber eben nur fachkundige Gutachten. Wir haben vier Personen mit Autismusspektrumsstörung in der Familie, häufigste Falschdiagnose bei den gut kompensierten ist ADHS. Das passiert sogar Psychotherapeuten, die an mindestens drei Terminen die Kinder in einer standardisierten Umgebung testen. Die PT in der Stadt, in der ich lebe, überweisen bei Verdacht an die zwei auf Autismus spezialisierten Zentren hier in der Umgebung. Weil sie es selbst nicht sicher diagnostizieren können. Warum sollten also Eltern sich bei einem auffälligen Kind auf etwas verlassen, was eine Pädagogin glaubt? Etwas krasses Beispiel, aber wenn ich eine Interpretation eines Skelett CTs brauche, ob der Tumor wächst oder nicht, frage ich nicht die MTRA, sondern den Radiologen.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von Foxie99

Mit einer fachkundigen Diagnostik erschlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe. Ist Dein Kind krank und braucht Unterstützung, hast Du die Gutachten, die Du für die Anträge eh brauchst und der Jugendpsychotherapeut kann Therapie anleiern. Ist es gesund, kannst Du dem Kiga gegenüber anders argumentieren und auch der Wechsel in eine andere Einrichtung fällt ggf. leichter. Es nimmt Dich im deutschen System niemand an die Hand und macht Dir Termine aus. Das muss man alles selbst machen. Der KiA kann keine psychischen Erkrankungen diagnostizieren. Auch der ist auf die Fachkollegen (z.B. SPZ oder Jugendpsychotherapeut) angewiesen. Ich würde sowohl SPZ und auch JPT googeln, dort anrufen, sagen, dass Kiga dringend Diagnostik empfiehlt und Du Termine brauchst. Durch den kommenden Winter werden krankheitsbedingt viele Termine abgesagt, man kann wirklich Glück haben, schnell reinzurutschen. Ansonsten wartet man am SPZ hier locker 6 Monate. JPT ist in aller Regel schneller.


Neverland

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Antwort auf Beitrag von Foxie99

Nein, ein Kind wird nicht plötzlich über Nacht zum Problemkind. Es wird auch nicht daran liegen, alleine, das der strengere Papa mal daheim lauter wird. Aber wenn ich schon lese, Autonomiephase mit geringer Frustrationsphase, dann läuten bei mir die Alatmglocken. Hört sich nach wenig Grenzen an, einer inkonsequenten Mutter und einem Vater der inzwischen verzweifelt. Ihr benötigt alle Hilfe. Das wird auch nichts mit 2 Wochen sein. 5 Jahre ohne konsequente Regeln und Erziehung lassen sich nicht einfach weg reden.


misses-cat

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Antwort auf Beitrag von Neverland

Und wenn ich ehrlich bin dachte ich beim lesen nur da hat jemand einen kleinen Tyrannen erzogen


Fantasielos

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Antwort auf Beitrag von misses-cat

Ja, ich hatte auch einen ähnlichen Eindruck, würde allerdings den Begriff "Tyrann" nicht nutzen wollen. Winterhoff hat nicht mehr so viele Fans... Ich denke, die Eltern sind einfach harmoniebedürftig und vielleicht auch konfliktscheu und haben deshalb vieles um des lieben Friedens so gemacht, wie das Kind es wollte. Dadurch hat das Kind einfach nie gelernt mit Frustration umzugehen und seine Wut zu verstehen und zu kanalisieren. Ich kann das auch zu einem gewissen Grad verstehen. Es ist einfach tierisch anstrengend, aber leider auch wichtig. Menschen, die hauen, sind oft hilflos und wissen nicht mehr weiter. Ich würde daher genauer schauen, wann er haut und warum. Und dann gucken, wie er seine Gefühle besser ausdrücken und kanalisieren kann.


Foxie99

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Antwort auf Beitrag von misses-cat

Sorry das finde ich ein bisschen taktlos aufgrund eines kurzen Textes zu behaupten wir hätten einen Tyrannen erzogen bzw wir wären inkonsequent. Dass die Autonomiephase extrem wichtig ist und dass es auch wichtig ist nicht ständig nach zu geben war mir bewusst. Nur weil er seinen Frust schlecht regulieren kann heißt es nicht dass mein Kind immer das bekommen hat was es wollte. Man hätte vielleicht vorher fragen können wie wir in Situation X Y reagiert hätten bevor man urteilt.


misses-cat

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Antwort auf Beitrag von Fantasielos

Habe mir genau eine doko Über ihn angesehen, die reicht mir fürs Leben Liebe bedeutet halt auchkonsequent zu sein, das haben die Eltern einfach nicht verstanden.


misses-cat

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Antwort auf Beitrag von Foxie99

Wenn du konsequent gewesen wärst hättest du dir schon viel eher Hilfe geholt. Lies dir mal durch was fantasielos geschrieben hAT die trifft es auf den Punkt. Ich würde schnell was ändern sonst bekommt dein kind in der schile richtig spaß


Parimo

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Antwort auf Beitrag von misses-cat

das alles Verhalten an Erziehung liegt ist auch schon lange veraltet. Es gibt viele neue Studien, die zeigen, dass vieles nunmal Genetik ist. Vor allem das Verhalten in der Kindheit. Mithilfe von Erziehung kann man dem Kind zeigen, wie er mit seinem angeborenem Temperament umgehen kann. Das hat er mit 5 aber noch nicht fertig gelernt! Lass dir da bitte kein schlechtes Gewissen einreden. Sowas wie oben kommt oft von Menschen, die einfach Glück haben und "einfache" Kinder und das auf ihre Erziehung beziehen. Ich habe auch so ein Kind, in großen Gruppen ist er auffälliger als alleine. Das sind einfach ganz anderr Reize! Gut, er haut nicht, es ist nicht so extrem wie bei dir. Er bekommt aber schon länger Förderung um mit seiner Wahrnehmungsstörung besser umzugehen. Die ist nicht anerzogen, sondern angeboren. Wenn da jemand am 25. kommt kann er das gut beobachten und eine Förderung entsprechen empfehlen. Hör dir einfach alles in Ruhe an. Es kann deinem Kind nur helfen!


misses-cat

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Antwort auf Beitrag von Parimo

Ich habe 7, davon 2 adhsler die mir einiges abverlangen und ich behaupte auch nicht das ein kind als Terrorist geboren wird aberin dem fall hört es sich verdammt danach an, das kind schlägt andere kinder im Kindergarten, so auffällig wird ein ki d nicht von heute auf morgen da haben die Eltern sehr lange die Scheuklappen aufgehabt


Ruto

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Antwort auf Beitrag von misses-cat

Ich konnte nirgends rauslesen seit wann das Kind überhaupt fremdbetreut wird. Durchaus möglich, dass das Verhalten nie aufgefallen ist, weil es nie so großen Gruppen und Stress ausgesetzt war. Ich würde ja nie auf die Idee kommen,anderen Eltern direkt fehlende Erziehung zu unterstellen, obwohl mir allerhand Infos fehlen! Auf die Idee muss man erstmal kommen *kopfschüttel* ...


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von Neverland

Klar gibt es auch Kinder, die einfach scheiße erzogen sind oder eben aus einer zerütteten Familie kommen, aber aus dem AP kann man doch überhaupt nicht rauslesen. Ich würde da erstmal Diagnostik empfehlen. Da würde ggf. bei Erzuehungsfehlern dann auch Familienhilfe und so zugänglich werden. Eltern von Autisten und ADHSlern kriegen von außen bis zur Diagnose regelmäßig an den Kopf geschmissen, sie würden einfach schlecht erziehen. Zu wenig konsequent usw. Kompletter Bullshit. Auch für einen gut kompensierten Autisten ist ein Kiga mit offenem Konzept normalerweise die Hölle auf Erden. Solche Kinder gehören geschützt. Durch Auszeiten im ruhigen Garten, durch Regelmäßigkeit und berechenbare Tagesabläufe. Nicht bestraft.


Krissi91

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Antwort auf Beitrag von Foxie99

Ich kann mir vorstellen, dass er gar kein Problem hat und einfach mit diesem offenen Konzept total überfordert ist. Ich seh das gerade auch an meinem Sohn, der schon seit März Probleme hat, sich einzufinden. Der ist übrigens auch sehr impulsiv und hat heftige Wutanfälle. Ich denk auch gerade darüber nach, in ein geschlossenes Konzept zu Wechseln, weil bei uns einfach nur Chaos in dem Kindergarten herrscht und sich keiner zuständig fühlt, ihn zu integrieren.


Foxie99

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Antwort auf Beitrag von Krissi91

Dass es meinem Kind evtl einfach zu viel dort ist, habe ich ja auch vermutet. Das würde z.B erklären warum für ihn ins Büro zu müssen keine Strafe ist laut Erzieherinnen. Aber auf der anderen Seite tun sie so als hätte ich ein "gestörtes" Kind. In ein Gruppenkonzept zu wechseln ist hier leider nicht so einfach da mittlerweile alle Dorfkitas mit diesem Konzept arbeiten esseiden ich fahre bis in die nächste Stadt. Der Elternbeirat hat sogar schon vorgeschlagen zu Gruppen zu wechseln aber die halten halt an diesem offenem Konzept fest


Krissi91

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Antwort auf Beitrag von Foxie99

Ja leider weiß man das einfach vorher nicht, woran es genau liegen könnte. Nur bei mir liegt aktuell in der Luft, dass meiner mit dieser Art von Konzept nicht klar kommt, weil er jemand ist, der geht nicht allein auf andere Kinder zu und findet nun dort keine Freunde, weil kein Erzieher sich da zuständig fühlt, ihn an die Habd zu nehmen und zu helfen, sich zu integrieren. Hat dein Kind Freunde? Ich denke, sowas belastet unsere Kinder auch, wenn sie immer alleine sind. Unterfordert? Also ich bin gerade auch am Herausfinden, was bei uns schief läuft. Denke aber es liegt daran, dass er keine Freunde findet. Das, was hier oben geschrieben wird, absoluter Blödsinn und geht aus keinem Satz bei dir hervor, dass ihr einen Tyrannen erzogen habt. Meine Güte total absurd. Finde heraus, was im Kindergarten falsch läuft, denn dort ist irgendwas, was seiner Seele nicht gut tut. Mittlerweile habe ich viele Mamas getroffen, die vom offenen Konzept gewechselt haben und alle sagen, ihrem Kind ging es nach dem Wechsel seelisch besser. Aber es ist sehr schwierig herauszufinden.


kea2

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Antwort auf Beitrag von Foxie99

Das kann alle möglichen Ursachen haben. Zu lasche Erziehung ist eine. Manche Kinder haben sehr feine Antennen, ob Erwachsene sich wirklich durchsetzen können und wollen oder ob sie nur so tun. Bei durchsetzungsstarken Erwachsenen machen sie ohne Mucken und Murren, auch wenn die ganz leise und freundlich sprechen. Bei anderen hören sie nur, wenn sie wollen, auch wenn die schimpfen oder sogar laut werden. Vielleicht ist Dein Sohn so ein Kind. Dann gibt es Kinder, die ein quirliger, lauter Kindergartentag überfordert. Manche sind dann gereizt und reagieren unangemessen. Da kann dann ADS, Autismus, Wahrnehmungsstörungen oder so etwas hinter stecken. Manchmal ist auch nur das offene Konzept das Problem. Aber Dein Sohn ist doch schon länger in diesem Kindergarten, oder? Da hätte man das ja eigentlich schon früher merken müssen. Außerdem gibt es Kinder, die bei anderen Kindern Eindruck schinden wollen, indem sie sich bockig gegenüber Erzieherinnen verhalten, besonders, wenn die anderen Kinder das lustig finden. Jedenfalls kommt das sicher nicht daher, dass Papa zu Hause mal laut wird. Man hat als Eltern in solchen Fällen erziehungstechnisch leider wenig Einfluss. Du bist im Kindergarten ja nicht dabei. Es bringt nicht, das Kind nachmittags auszuschimpfen oder Konsequenzen zu ziehen. Das ist dann für das Kind schon zu weit weg. Die Konsequenz muss zeitnah und von den Pädagogen vor Ort erfolgen. (Wir hatten das Problem mit unserem Sohn nicht im Kindergarten, aber in der Grundschule.) Was ich machen würde, wäre ein Gespräch mit meinem Sohn zu führen. Frag ihn doch mal, warum er das macht. Vielleicht sagt er ja, dass er den Kindergarten anstrengend findet oder dass die anderen Kinder ihn toll finden und lachen, wenn er Mist baut. Vielleicht sagt er auch, dass er die Erzieherinnen nicht so mag und keine Lust hat, auf sie zu hören. Bei der Sache mit den durchsetzungsstarken Erwachsenen ist es oft so, dass die Kinder die sogar toller finden, als die anderen, wenn sie fair und freundlich sind, wenn das Kind tut, was es soll.