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3–5 Jahre: Welche Fähigkeiten stehen bei euch im Fokus?

3–5 Jahre: Welche Fähigkeiten stehen bei euch im Fokus?

Lana-Lana

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Hallo zusammen, ich bin neu hier und freue mich sehr über den Austausch mit euch :) Mich beschäftigt die Frage, welche Entwicklungsimpulse Kinder zwischen 3 und 5 Jahren aus eurer Sicht besonders brauchen – z. B. im Bereich Musik, Sprache, frühes mathematisches Denken, Bewegung sowie soziale und emotionale Entwicklung, neben Selbstständigkeit und intrinsischer Motivation als Grundlage für die Schulzeit. In der Kita meiner Tochter wird viel gebastelt, was ihr Spaß macht. Gleichzeitig frage ich mich, welche weiteren Impulse wir zu Hause bewusst setzen können, damit ihre Entwicklung möglichst ganzheitlich begleitet wird (z. B. angelehnt an Montessori oder ähnliche pädagogische Konzepte). Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Anregungen!


TatsächlichLiebe

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Soziales Verhalten in der Gruppe und viel Vorlesen bzgl. Wortschatz finde ich wichtig.  Alles andere brachte nur etwas, wenn die Kinder es wünschten. Basteln oder Turnen. Entweder die Kinder hatten da Lust drauf oder nicht. Angebote kann man immer machen, aber erzwingen nichts. Was wir absichtlich nicht machen, ist schon Sachen zum Lesen- oder Rechnenlernen anzubieten. Aber auch das kann man dann nicht verhindern, wenn die Kinder Interessse daran zeigen.


Lillimax

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Hallo, was Kinder am allermeisten fördert, ist tägliche Bewegung und Spiel in der Natur (nicht Kiga-Spielplatz, das reicht nicht). Ich bin mit meinen Kindern im Kiga- und Vorschulalter jeden Tag draußen in Wald, Feld und Parks - egal bei welchem Wetter gewesen. Hier machen Kinder viele taktile und motorische Erfahrungen, können sich ausprobieren (auf Baumstämmen balancieren), können kreativ sein (Steinmännchen bauen, Männchen aus Zweigen und Tannenzapfen legen), Insekten mit der Becherlupe anschauen. Alle mentalen, kognitiven und körperlichen Fähigkeiten werden entwickelt. Kein Konzept und kein pädagogisches Spielzeug kommt da auch nur annähernd ran. LG


JoMiNa

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Für die Schulzeit muss man in dem Alter nichts üben. In dem Alter sollte man einfach alle Entwicklungsbereiche im Auge behalten. Wenn fördern, dann gezielt die Bereiche, bei denen das Kind vielleicht noch etwas unsicher oder hinterher ist. Grobmotorik: Bewegungsangebote drinnen und draußen, und dabei vor allem Kind selbst Erfahrungen machen lassen und auf seinen Körper vertrauen lernen. Nicht aufspringen und daneben stehen, sobald es auf eine Leiter klettert oder gleich an die Hand nehmen, nur weil der Untergrund uneben ist. Feinmotorik: Basteln, malen, schneiden, Puzzeln, Lego und Co. (Nicht alles davon, 1-2 Dinge, die Kind gerne macht reichen.) Sprache: Vorlesen, Fingerspiele, generell viel fragen, erzählen und erzählen lassen. Musik/Kreativität: Hängt davon ab, was einem selbst liegt, und was dem Kind liegt. Es gibt erste Angebote für das Alter, ist aus meiner Sicht kein Muss, nur wenn es organisatorisch gut passt und dem Kind gefällt. Soziales: Gruppen in verschiedenen Größen (Kindergarten, Kinderturnen, Spieltreffen mit 1-2 Kindern, oder 1:1 mit anderen Erwachsenen/Familienmitgliedern). Aus meiner Sicht können vor allem die angeleiteten Gruppenangebote wie Malkurs oder Kinderturnen ganz hilfreich für die Schule sein. Denn viele Kindergärten setzen sehr viel auf Freispiel, was an sich nichts schlechtes ist, aber dabei lernen Kinder nicht unbedingt, in einer Gruppe gemeinsam eine Aktivität von Anfang bis Ende durchzuziehen. In der Schule ist das aber essenziell. Selbstständigkeit: Das trainiert man vor allem, wenn der ganze Tag nicht um das Kind herum gestaltet ist. Auch Haushalt, Garten, einkaufen usw. sollten Teil des Alltags sein, bei dem die Förderung und Entwicklung des Kindes nicht im Fokus stehen. Dabei lernen Kinder nebenbei auch sehr viel. Außerdem finde ich es wichtig, einem Kind den Freiraum zu geben, Dinge selbst zu machen, ohne dass sich ständig ein Erwachsener mit "Impulsen" einmischt.


JoMiNa

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Was ist denn deine eigene Meinung oder dein Ansatz dazu?


kia-ora

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Rede mit dem Kindergarten/ bzw. beobachte. Was fehlt dort? Und genau da kannst du zu Hause ansetzen. Unser Junior wird in der Kita nur verwahrt. Basteln und Brettspiele z.B. gibt es für ihn dort gar nicht. Das wird dann zu Hause erledigt.  Meist reicht es aber aus, wenn man den Stecker vom Fernseher zieht und sich mit dem Kind beschäftigt.