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Zuhause normal im Kindergarten ein Schreck

Zuhause normal im Kindergarten ein Schreck

RosenRot

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Hallo,  Ich möchte mir mal andere Meinungen einholen da ich langsam aber sicher Verzweifele mit meinem kleinen.  Zuhause haben wir ein ganz normalen Alltag.  Manchmal gibt es Wutausbrüche oder wiederworte aber allem in allem normales Verhalten. Mein kleiner ist jetzt 4,5 Jahre.  Nun das eigentliche Problem:  Ich gehe mittlerweile schon mit Bauchschmerzen in den Kindergarten wenn es ans abholen geht.  Mein kleiner mutiert an manchen Tagen regelrecht zum Tyrannen gegenüber anderen kindern... (Laut den Erziehern)  Er Schlägt, Beißt, schreit und Schubst.  Laut Bezugserzieherin fehlt Ihm die Impulzkontrolle. Kleinere Kinder haben bei ihm "welpenschutz" dort geht er sehr behutsam vor und kümmert sich sehr liebevoll um die kleineren. Auch wenn ein anderes Kind sich wehtut ist er der erste der hilft und sich solange kümmert bis es dem Kind wieder gut geht. Seine Jungs gruppe hat er auch mot denen er spielt und es ab und zu mal Streitereien gibt, aber nichts dramatisches.  Leider kommt es mindestens 1x die woche vor das er den Vogel abschließt und ich am liebsten im boden versinken möchte wennn ich höre was wieder los war...  Fall 1: er und ein anderes Kind sind auf dem Klettergerüst, die Erzieherin sagt zu Ihm das jetzt noch einmal das andere kind darf und danach er. Danach biss er dem anderen kind in den Kopf, kind übergibt sich und die mutter musste es abholen. Er sagte er wurde geärgert, erziehein sagt nein.  Ich versuche wirklich immer meinem kind zu glauben aber im Moment hat er die lügen Phase und manchmal zweifle ich ob er mir die Wahrheit sagt. Zwischendurch zweifle ich an den Erzieherinnen da ich merke das manche anderes mit ihm umgehen als mit den anderen kindern.  Fall zwei: Es gab Streitigkeiten, erzieherin geht auf augen Kontakt mit ihm und er schubst sie mit dem kopf gegen ein Geländer. Vlt unglücklich positioniert aber geht trotzdem nicht. Das zieht sich seit dem er jetzt 1,5 jahre im Kindergarten ist so durch. Wir haben sehr gute Tage an denen er in den höchsten tönen gelobt wird jnd an manchen Tagen möchte ich los weinen wenn ich höre was schon wieder war. Ich traue mich schon garnicht mehr zu fragen ob alles gut war.  Ich habe alles versucht: erklären warum wieso weshalb man das nicht macht, geschimpft, verboten, ruhige Gespräche, rollenspiele ähnlicher Situationen ect. Es geht paar Tage gut dann kommt wieder Knüppel dick.  Ich Arbeite eng mit seiner bezugserzieherin zsm und ich übe mit ihm zuhause Frust Kontrolle. Wir sprechen uns ab, haben viele Gespräche. Aber es wird nur sehr schleppend besser. Sie sagt auch er ist super empatisch und ein toller Junge. Ich weiß das wenn er geärgert wird das er sich auch gegenüber den anderen wehrt. Das soll er auch wenn deutliche "NEINS" nicht helfen. Aber das nimmt langsam überhand.  Wir waren bei einem Psychologen der sagt frustkontrolle sonst super junge, gute Auffassungsgabe ect. Er weiß auch in der Theorie was richtig und falsch ist. Aber in der Wut denkt er darüber nicht nach und es ist wie ein Schalter bei ihm.  Im kindergarten versuchen Sie Situationen schon aus dem weg zu gehen damit es ihm alles leichter fällt und kein Konflikt Material da ist.  Nächste woche haben wir termin beim kinderarzt, dort möchte ich weitere Möglichkeiten besprechen. Nächstes Jahr kommt er in die Schule und ich habe jetzt schon massive panik das es da nur noch schlimmer wird.  Ich bin langsam mit meinem Latein am Ende, zuhause ist es ein normales kind und im Kindergarten hört es sich an als wäre er ein Monster...  Ich weiß nichtmehr ob ich ihm glauben soll oder den Erziehern...  Hat jemand sowas vlt ähnlich erlebt oder noch Tips und Anlaufstellen? 


JoMiNa

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Antwort auf Beitrag von RosenRot

Mir ist nicht ganz klar, ob der Kindergarten dein Kind wirklich als "auffällig" ansieht, oder ob das Kind einfach manchmal noch sehr impulsiv handelt, aber noch im altersgerechten Rahmen. Mir fällt auf, dass du mehrfach betonst, wie unangenehm die die "Vorfälle" sind, was ich natürlich verstehen kann. Aber kein Kind ist ein "Engel", aggressives und impulsives Verhalten steckt in jedem Kind. Dein Kind ist noch weit davon entfernt, seine Impulse wie ein Erwachsener zu kontrollieren. Nur weil dein Kind mal jemanden schubst, musst du nicht gleich vor Scham in den Boden versinken. Auch finde ich es normal, dass ein Kind in dem Alter nicht alle Konsequenzen absehen kann, gerade wenn es wütend ist. Also da wird auch auf dem Klettergerüst oder neben einem Geländer geschubst, was objektiv betrachtet natürlich viel gefährlicher ist als auf einer freien Fläche. Aber diese Tatsache kann dein Kind in dem Moment noch nicht verstehen. Das macht es damit noch lange nicht zum "Monster". Warum befürchtest du, dass es in der Schule noch schlimmer wird? Normalerweise funktioniert Impulskontrolle und Frustrationstoleranz mit dem Alter immer besser. Ist es denn ein Muss- oder ein Kannkind? Wenn du wirklich das Gefühl hast, dass dein Kind noch nicht für die Schule bereit ist, kannst du es ggf. auch als Musskind zurückstellen lassen. Ich denke, es ist nicht verkehrt, nochmal mit dem Kinderarzt zu sprechen. Was sagt denn die Bezugserzieherin, sieht sie Handlungsbedarf? Meist wissen die Pädagogen im Kindergarten gut über mögliche Anlaufstellen Bescheid. Vielleicht kannst du dich noch parallel um einen Termin zur Erziehungsberatung kümmern. Vielleicht bekommst du dort nochmal neue Ansachtpunkte. Das könnte auch einfach nur eine andere Sichtweise auf das Verhalten deines Kindes sein.