PeppiPopcorn
Liebe Mamis und Papis, ich möchte mal von unseren neuen Kita Erfahrungen berichten und wissen, was Ihr von der Situation haltet. Mein Sohn (wird im Februar 4) kam mit 1,5 Jahren in die Kita. Zuerst war er in einer Nestgruppe, also in einer Gruppe extra für die ganz kleinen. Danach kam er in eine Art Zwischengruppe für ältere Krippenkinder. Dort war er bis Ende letzten Jahres. Nun ging es für ihn und seine Freunde hinüber in den Kindergarten. Dort gibt es zwei Gruppen. Er ist der EINZIGE, der in die Hasengruppe gekommen ist, während alle anderen in die Bärengruppe gegangen sind. Auch alle anderen Kinder, die er aus der Krippe schon kannte und die schon vor ihm rüber in den Kindergarten gegangen sind, sind alle in der anderen Gruppe! In seiner Gruppe kennt er niemanden. Alle sind mindestens ein Jahr, wenn nicht sogar 1,5 Jahre älter als er und sehr viel größer (er ist sehr klein und zierlich). Es schmerzt mich, morgens zu sehen, wie er dort reinkommt und ihn keiner beachtet (abgesehen natürlich von der Erzieherin, die ihn herzlich begrüßt und sich sichtlich mühe gibt). Wenn ich dann am anderen Gruppenraum vorbeigehe, sehe ich seine Freunde, die alle zusammen und fröhlich sind. Die Erzieherinnen beschwichtigen uns damit, dass es ja ein halboffenes Konzept sei, und die Kinder sowieso nur zu dem Mahlzeiten und zum Schlafen in ihren Gruppen sind. Dazwischen können sie sich frei in verschiedenen Themenräumen bewegen oder raus gehen. (für ihn sind das aber nur max. 2,5 h, da ich ihn zum Frühstück bringe und nach dem Mittagsschlaf direkt abhole). Mein Junge ist sehr tapfer. Dadurch vergisst man manchmal, wie sensibel er eigentlich ist. Er neigt dazu, Dinge zu ertragen und sich nicht zu beschweren (jedenfalls außerhalb des sicheren Zuhauses). Er ist auch nicht der Sozialste. In der alten Gruppe gehörte er zwar immer dazu, hat aber meist lieber allein gespielt und richtige Freunde hat er erst vor zwei oder drei Monaten gefunden. Ich mache mir nun große Sorgen. Ja, es sind jetzt erst zwei Tage. Aber so wie ich mein Kind kenne und wie ich die Situation wahrnehme, kann ihm das glaube ich wirklich emotional sehr schaden. Er sagt, er will nicht hingehen, er will bei seinen Freunden sein. Ich rede ihm natürlich gut zu und ermutige ihn. Er soll mein Forscher sein und erforschen, was es für Spielzeuge gibt, was die anderen Kinder mögen, .... Er wehrt sich auch nicht mit Händen und Füßen! Er sagt zwar, er möchte zu Hause bleiben, aber er steigt ohne Probleme und ohne Geschrei ins Auto und weint auch nicht beim Abschied. Ich frage mich, wie ich mit der Situation umgehen kann und wie ich ihm helfen kann.. Um ein Gespräch mit der Leitung haben wir natürlich schon gebeten. Für eure Tipps und Erfahrungen wäre ich sehr dankbar. Liebe Grüße Laura
Das ist natürlich schade, dass er nicht mit seinen Freunden zusammen bleiben konnte. Habt ihr denn nicht sofort als ihr die Gruppeneinteilung erfahren habt, das Gespräch gesucht? Jetzt, wo alles fix ist, wird es schwieriger. Generell sehe ich aber gerade keinen Grund zur Sorge. Viele Kinder kommen mit 3 Jahren in eine neue Einrichtung, wo sie niemanden kennen. Das ändert sich aber ganz schnell. Vielleicht findet er in der neuen Gruppe sogar seinen späteren besten Freund. Dass er noch nicht so lange mit anderen spielt, sagt nichts negatives über sein Sozialverhalten. Viele Kinder fangen erst mit 3 - 3,5 Jahren erst so langsam damit an. Ich denke, solange du keine eindeutigen Anzeichen siehst, dass es ihm schlecht geht, musst du auch nichts tun. Und ja, das würdest du merken. Auch wenn Kinder in dem Alter ihre Gefühle noch nicht gut äußern können, würdest du es an seinem Verhalten sehen (Essen, schlafen, Laune am Nachmittag, Anhänglichkeit...). Insgesamt kannst Du erstmal entspannt bleiben und beobachten. Wenn er sich eingewöhnt hat, findet er besstimmt neue Freunde oder geht er seine alten Freunde besuchen. Dazu kannst du ihn ja ermuntern, oder ggf. Freundschaften mit Spieltreffen fördern.
Hallo Jomina, vielen Dank erstmal für deine beruhigenden Worte. Ja, das ist soeine Sache. Ich habe im Juli ein zweites Kind bekommen und mir ging es zu Ende der Schwangerschaft sehr schlecht, weshalb mein Mann alles übernommen hat, auch den Elternabend, auf dem die Gruppenaufteilung bekannt gegeben wurde. Er hat das alles super gemacht, aber mit den ganzen Kindernamen konnte er nicht viel anfangen, sodass wir das erst viel später realisiert haben. Außerdem bin ich davon ausgegangen, dass in seiner Gruppe die anderen Kinder wären, die ein Paar Monate zuvor in den Kindergarten gewechselt haben un die er gut kannte. Ich hatte mit der Bezugserzieherin gesprochen, aber die meinte eben, wir sollen uns keine Sorgen machen, offenes Konzept usw.... Im Nachhinein hätte man sich da wirklich mehr einmischen sollen...
Wenn die Kinder sowieso nur zum Essen und Schlafen in den Gruppen sind, kann Dein Sohn ja die meiste Zeit bei seinen Freunden sein. Klar, findet er das gerade doof, weil er überhaupt keinen Bezug zu den anderen Kindern hat. Das wäre wohl bei den allermeisten Kindern so. Aber das muss ja nicht so bleiben. Dass die anderen Kinder 1 bis 1,5 Jahre älter sind, heißt nicht, dass sich da keine Freundschaften entwickeln können. Unsere Kinder hatten im Kindergartenalter auch Freunde, die älter oder jünger waren als sie selbst. Körpergröße ist sowieso kein Kriterium für irgendwas, auch wenn viele Eltern das glauben. Unsere Tochter war immer zierlich, unser Sohn immer groß und kräftig. Unsere Tochter hat die Rabauken schon im Kindergarten eingenordet, egal, wie viel größer als sie die waren. Unser Sohn war damit bis in die weiterführende Schule überfordert. An Eurer Stelle würde ich mir erstmal eine Weile angucken, wie es läuft und vor allem dem Kind Mut zusprechen, es mit den anderen Kindern zu versuchen.
Hallo, ich kann deine Sorge natürlich nachvollziehen. Meine Erfahrung als Mutter zweier sehr sensibler Kinder ist aber, dass wir dazu neigen, unsere Kinder zu unterschätzen. Wir wittern "emotionalen Schaden", wo gar keiner droht. Natürlich gibt es Situationen auch schon im Leben kleiner Kinder, die herausfordernd und nicht optimal sind. Aber Kinder können mit unperfekten Situationen und schwierigen Phasen umgehen. Sie nehmen keinen Schaden, nur weil die Lage mal eine Weile nicht ideal ist. Wir müssen unsere Kinder nicht in Watte packen und nicht vor allen Unbilden des Lebens schützen. Das können wir auch gar nicht. Schaden nehmen Kinder, wenn sie lieblose Eltern haben oder es zuhause schlimme Konflikte gibt. Wenn daheim alles soweit stimmt, und das ist bei euch ganz sicher so, dann hat dein Sohn ein gut gefülltes emotionales Konto. Von dem darf er auch mal "abheben" (wie Kinderpsychologen es gern erklären), ohne dass es dadurch ins Minus geraten würde. Vertraue deinem Sohn ein bisschen mehr! Projiziere nicht deine eigenen Ängste oder Kindheitserfahrungen auf deinen Sohn, dazu neigen wir Mütter ja gern mal. Traue ihm zu, dass er diese Herausforderung meistern wird. Denn das wird er, du wirst sehen! Lass ihn vor allem deine Beunruhigung nicht spüren, sondern vermittle ihm Gelassenheit und Zuversicht. Horche ihn nicht täglich besorgt aus, wie es heute wieder war mit dem Spielen im Kiga und so. Denn wenn Mama beunruhigt ist, dann ist es auch das Kind. Wenn Mama aber entspannt bleibt und einem etwas ganz selbstverständlich zutraut, traut man es sich auch selbst zu. LG
Kann ich so unterschreiben. Ich würde ihm ruhig 4-6 Wochen Zeit zum ankommen geben.
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