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Kind 5 1/2 redet fast jede Nacht im Schlaf und ist sehr unruhig

Kind 5 1/2 redet fast jede Nacht im Schlaf und ist sehr unruhig

KathiW88

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Unser Sohn hatte Anfang des Jahres recht lange den Nachtschreck, sicher 2-3 Monate lang. Wir waren dann kurz davor in ein Schlaflabor zu gehen, da da dies sehr intensiv war und er tagsüber oft müde, trotz 11-12 Stunden Gesamtschlaf. Um den 5. Geburtstag im Mai war dies dann plötzlich besser, es gab immer wieder Nächte wo er 4-5 Nächte im Monat durchschlief oder wenigstens ruhiger schlief. Seit September ist dies nun wieder vorbei und wir fragen uns einfach inwieweit das normal ist bzw. ob jemand ähnliche Erfahrungen für das Alter hat. Er hat keinen Nachtschreck mehr, aber schläft wie unten beschrieben. Er schläft in der Regel um 19 Uhr ein (kein Mittagsschlaf), wir legen uns dazu, dies dauert keine 5 Minuten. Aufwachen tut er gegen 6. Es gibt weder TV noch Süßes vorm schlafen. Meist schauen wir noch ein Buch an und reden über den Tag. Er wird dann ab 22 Uhr unruhig, redet dann bis 3-4 Uhr morgens sehr viel (!) im Schlaf, manchmal schreit und weint er auch, erzählt richtig, ist aber nicht wach. Wir haben schon alles durch, Gewichtsdecke, Globuli, Bachblüten, Tage/Abende ruhig/nicht ruhig gestalten, komplett auspowern, bei uns im Bett ist dies genauso... Es ist egal wie der Tag war, er schläft seit September immer so. Meistens schlafe ich bei ihm im Zimmer, auf einer Matratze neben seinem Bett, da er dann doch noch meist 1 x ruft und wach wird. Dies ist ja auch in Ordnung, nur wache ich natürlich durch das reden ständig auf und für ihn ist dies auch nicht wirklich erholsam, er wirkt tagsüber oft müde. Auch ich hatte zum Beispiel letzte Nacht nur 5 Stunden Schlaf dadurch. Mein Mann würde auch übernehmen, schnarcht aber sehr und mein Sohn weckt ihn dann ständig auf. Hilft hier wirklich nur ein Schlaflabor oder müssen wir dies so akzeptieren und einfach hoffen, dass dies besser wird? Ich kenne eben keinen wo dies auch so extrem ist, vor allem nicht mit 5 Jahren.


JoMiNa

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Antwort auf Beitrag von KathiW88

Eigene Erfahrung habe ich nicht. Aber Schlaflabor wäre erstmal nur eine genaue Untersuchung, ob man eine konkrete Ursache findet. Wenn nichts behandlungsbedürftiges gefunden wird, ändert sich dadurch ja nichts. Es gibt Kinder, die schlafwandeln, das  kommt soweit ich weiß auch im Schulalter vor. Also wie lange es bei euch geht, kann dir vermutlich niemand sagen. Meine Tochter ist 4,5 und auch fast jede Nacht wach, sie redet zwar nicht im Schlaf, aber es dauert teils 1,5 Stunden, bis sie wieder einschläft...  Hin- und herwälzen und im Schlaf reden machen alle Kinder, bei euch ist es vielleicht nur besonders intensiv. Kannst du vielleicht doch in einem anderen Zimmer schlafen? Wenn er wirklich ruft, würdest du es trotzdem hören? Oder du erklärst ihm, dass er zu euch kommen soll. (Ggf. Nachtlicht im Flur) Dass du die halbe Nacht wach bist, scheint mir das Hauptproblem zu sein.


Lillimax

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Antwort auf Beitrag von KathiW88

Hallo, das klingt anstrengend, sowohl für dich als auch für deinen Sohn.  Ich frage mich halt, was ein Schlaflabor konkret bringen soll? Ich meine, welche Erkenntnisse würde man hier gewinnen? Ich kenne mich nicht so aus, aber selbst wenn eine Schlafstörung diagnostiziert würde, was würde man dann tun? Medikamente bei einem so kleinen Kind verschreiben? Das wär' doch nix. Ich hatte beim Lesen den Gedanken, ob dein Sohn vielleicht noch andere Auffälligkeiten zeigt, so dass die Unruhe beim Schlaf vielleicht ein Begleitsymptom (z.B. von ADHS) sein könnte. Gibt es da einen Verdacht oder Hinweis? Und vielleicht auch mal überlegen: Wie sieht es mit der Harmonie inh. der Paarbeziehung zwischen dir und deinem Mann aus. Ist da alles okay? Kinder spüren es, wenn das nicht der Fall ist, auch wenn man es verheimlicht. Das Sprechen im Schlaf kann auch zeigen, dass das Kind mit etwas überfordert ist. Sind nur Denkanstöße, muss natürlich nicht zutreffen. Ansonsten würde ich überlegen, ob er vielleicht schon zu viel Medien konsumieren darf (TV, Gameboy, Playstation und ähnliches). Denn dies macht unruhige Gehirn noch viel unruhiger und wird von hibbeligen Kindern sehr schlecht vertragen. Ich würde den Bildschirmkonsum auf max. 30 Minuten am Tag beschränken. Solche Maßnahmen muss man über Monate hinweg machen, die Besserung kommt nicht schnell. Das gilt auch für Maßnahmen wie das Auspowern. Wenn man das fünf oder zehn Mal macht, hat es keine Wirkung. Ich würde seinen Tagesablauf stattdessen generell nochmal überdenken – und hier unbedingt langfristig agieren: sehr viel tägliche Bewegung draußen und bei jedem Wetter (durch nichts zu ersetzen, kommt heute oft viel zu kurz), kaum TV und Co, ein regelmäßiger, vorhersehbarer Tagesablauf. LG  


KathiW88

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Antwort auf Beitrag von Lillimax

Hallo, danke für deinen Beitrag. Es wurde bei ihm im Frühjahr selektiver Mutismus diagnostiziert, dies ist eine Angststörung. Durch Ergo und Frühförderung ist dies aber deutlich besser geworden. Generell macht er sich aber immer schon sehr viele Gedanken. TV gibt es nur am Wochenende und auch sehr begrenzt.


TatsächlichLiebe

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Antwort auf Beitrag von KathiW88

Das ist ja eine entscheidende Info! Das Thema müsste doch eher mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten besprochen werden, als im Forum, wo die wenigsten Kinder eine Angststörung  haben dürften.  Meine Kinder schlafen jedenfalls am ruhigsten mit uns Eltern im Bett. Vielleicht hilft Euch das ebenfalls, aber für Dich mit Ohropax.